Michael Bennett: Die Meisterin der verdorbenen Wünsche (Buch)

Michael Bennett
Die Meisterin der verdorbenen Wünsche
Blue Panther Books, 2022, Taschenbuch, 212 Seiten, 14,90 EUR

Rezension von Irene Salzmann

Über den Autor Michael Bennett - vermutlich ein Pseudonym - erfährt man, dass ihn eine schwere Beziehungskrise ins Swinger- und BDSM-Milieu führte. Seine Erfahrungen lässt er in Titeln wie „EheHure“, „Sündige Verwandlung“ und aktuell „Die Meisterin der verdorbenen Wünsche“ einfließen. Letzterer bietet neben gut 200 Seiten Lesestoff einen Code, über den man kostenlos im Internet Michael Bennetts Kurzgeschichte „10 Tage Lustkontrolle“ abrufen kann.


Der freien Journalistin Fabienne gelingt es, Madame Bernard, eine Domina, die eine exklusive Agentur betreibt, welche im Ruf steht, alle noch so ausgefallenen erotischen Wünsche zu erfüllen, zu einem Interview zu bewegen. Während sich die geheimnisvolle Geschäftsfrau in Hinblick auf ihre Person in Schweigen hüllt, gewährt sie in Form von ihr geschilderten kurzen Episoden tiefe Einblicke in die Fetischwelten ihrer anonym bleibenden Kunden.

Weiterlesen: Michael Bennett: Die Meisterin der verdorbenen Wünsche (Buch)

Jana Paradigi: Das Schulhaus am Ende der Galaxis - Mina Moningham 1 (Buch)

Jana Paradigi
Das Schulhaus am Ende der Galaxis
Mina Moningham 1
Novel Arc, 2022, Hardcover, 462 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Und noch eine weitere Reihe von Jana Paradigi nimmt ihren Anfang - und auch wenn „Das Schulhaus am Ende der Galaxis“ in sich geschlossen ist, erlaubt die Geschichte doch auch, noch weiter in das faszinierende Universum einzutauchen, das Urban Fantasy mit Science Fiction verbindet.


Mina Moningham ist selbstständige Grafik-Designerin in London und schlägt sich aktuell mehr schlecht als recht durch. Da ereilt sie eines Tages eine überraschende Nachricht überrascht: Sie ist die alleinige Erbin ihrer Großmutter, die sie gar nicht einmal kannte.

Weiterlesen: Jana Paradigi: Das Schulhaus am Ende der Galaxis - Mina Moningham 1 (Buch)

Jonas Martin: Die Bibliothek der tausend Geschichten - Die beste Geschichte aller Zeiten 1 (Buch)

Jonas Martin
Die Bibliothek der tausend Geschichten
Die beste Geschichte aller Zeiten 1
Totechöpfli, 2022, Paperback, 536 Seiten, 18,50 EUR

Rezension von Christel Scheja

Jonas Martin wurde 1984 geboren und entwickelte schon früh eine Neigung zu Büchern und der Kunst. Später studierte er in Zürich und tingelte mit Geschichten durch Kulturlokale und über Mittelaltermärkte, brachte zwei Musiktheater auf die Bühne. Heute ist er Sänger und Texter der Folk-Rock-Band „Koenix“, arbeitet aber auch als freischaffender Projektleiter, wenn er nicht bei seiner Familie im Kanton Bern lebt. „Die Bibliothek der tausend Geschichten“, Band 1 von „Die beste Geschichte aller Zeiten“, ist sein erster Roman.


Link lebt in einer kleinen Stadt inmitten des Gespinsterwaldes und liebt Geschichten, aber die sind streng reglementiert und in einer Bibliothek weg geschlossen. Die Menschen sind strengen Regeln unterworfen, die vor allem er zu spüren bekommt, weil er anders ist. Denn er kann nur in Spiegelschrift lesen und schreibt mit der linken Hand.

Weiterlesen: Jonas Martin: Die Bibliothek der tausend Geschichten - Die beste Geschichte aller Zeiten 1 (Buch)

Mechthild Gläser: Das Buch der Seelen (Buch)

Mechthild Gläser
Das Buch der Seelen
Loewe, 2022, Paperback, 448 Seiten, 16,95 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mechthild Gläser studierte zwar Medizin und tanzt Ballett, aber sie schreibt nun auch schon seit einigen Jahren erfolgreich Jugendbücher, die mit der Zeit gehen und gerne die moderne Welt mit einem guten Schuss Phantastik verbinden. Nun ist „Das Buch der Seelen“ erschienen, eine weitere Geschichte, in der es übersinnlich zugeht.


Elsies Familie folgt seit Generationen einer Tradition. Bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert führten sie erfolgreich ein Fotostudio und natürlich will das Mädchen in die Fußstapfen ihrer Vorfahren treten. Zudem liebt sie es, in einem bestimmten Album zu blättern. Ein Bild hat es ihr dabei besonders angetan - das eines jungen Lords mit wehenden Haaren. Doch das ist zusammen mit einigen anderen eines Tages verschwunden. Die verzweifelte Suche nach den Fotos und deren Dieb stürzt sie schon bald in ein gefährliches Abenteuer und bringt sie einem wohl gehüteten Geheimnis ihrer Familie nahe.

Weiterlesen: Mechthild Gläser: Das Buch der Seelen (Buch)

Mithu Sanyal: Mithu Sanyal über Emily Brontё (Hörbuch)

Mithu Sanyal
Mithu Sanyal über Emily Brontё
Bücher meines Lebens 2
Herausgeber: Volker Weidermann
Vollständige Lesung von Mithu Sanyal
Mit einem Vorwort von Volker Weidermann, gelesen von Bernd Reheuser
Argon, 2022, Download, ca. 197 Minuten, 10,00 EUR

Rezension von Irene Salzmann

Über Mithu Melanie Sanyal erfährt man aus der Wikipedia, dass sie die Tochter eines indischen Vaters und einer polnischen Mutter ist, 1971 in Düsseldorf geboren wurde, verheiratet ist und zwei Kinder hat. Nach einem Studium der deutschen und englischen Literatur promovierte sie über „Die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals“. Die Doktorarbeit lieferte die Vorlage zu dem Buch „Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“. Ihr weiterer Lebensweg liest sich wie eine links-feministische-antirassistische Bilderbuchkarriere, die von diversen Publikationen (Bücher, Hörbücher, Artikel) zu den entsprechenden Themen begleitet wird [21.12.2022].

Recherchiert man den Namen Mithu, der wie „me too“ klingt, erfährt man, dass es sich um einen in Deutschland seltenen Namen indischen Ursprungs handelt, der vor allem in den Jahren 1971 bis 1973 und zwischen 2000 und 2010 einige Male registriert wurde [21.12.2022]. Falls jemand Bezüge zu knüpfen versucht: Der Hashtag „MeToo“ kam erst 2017 auf.

Weiterlesen: Mithu Sanyal: Mithu Sanyal über Emily Brontё (Hörbuch)

Britta Habekost: Melodie des Bösen (Buch)

Britta Habekost

Melodie des Bösen

Kommissar Julien Vioric ermittelt 2

Penguin, 2022, Hardcover, 464 Seiten, 22,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mit „Stadt der Mörder“ startete Britta Habekost ihre Reihe mit historischen Kriminalromanen aus dem Paris der zwanziger Jahre, „Kommissar Julien Vioric ermittelt“. Nun setzt sie die Reihe mit einer weiteren Geschichte fort, die einige Monate später im Jahr 1925 spielt und andere Facetten der Pariser Kunstwelt aufgreift, nämlich die der Musik. Das geschieht mit der „Melodie des Bösen“, wobei der Roman zwar gelegentlich Bezug auf den Vorgänger nimmt, aber doch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Weiterlesen: Britta Habekost: Melodie des Bösen (Buch)

Katja Brandis: Im Herz des Weißen Waldes - Daresh 1 (Buch)

Katja Brandis

Im Herz des Weißen Waldes

Daresh 1

Titelbild: Max Meinzold

Fischer KJB, 2022, Hardcover, 396 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Katja Brandis trat Anfang des Jahrtausends erstmals in Erscheinung und hat sich inzwischen einen Namen als bekannte und beliebte Fantasy-Jugendbuch-Autorin gemacht. Fischer legt nun noch einmal ihren „Daresh“-Zyklus in von ihr selbst überarbeiteter Fassung auf. „Der Verrat der Feuergilde“ erscheint nun unter dem Titel „Im Herz des Weißen Waldes“.


Vier Gilden der Elemente, deren Mitglieder besondere Gaben besitzen, leben in Daresh, das im Moment jedoch von Zwist und Bürgerkrieg zerrissen ist, denn die einzelnen Gruppen sind einander nicht hold und beschuldigen sich immer wieder verschiedener Übergriffe. Und die Regentin, die sie eigentlich führen soll, scheint von nichts zu wissen.

Weiterlesen: Katja Brandis: Im Herz des Weißen Waldes - Daresh 1 (Buch)

Algernon Blackwood: Traumpfade & weitere unheimliche Geschichten (Buch)

Algernon Blackwood
Traumpfade & weitere unheimliche Geschichten
Übersetzung: Achim Hildebrand
Titelbild: Björn Ian Craig
2022, Paperback, 290 Seiten, 15,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

2018 veröffentlichten Michael Schmidt und Achim Hildebrand mit „Aileen“ bereits einen ersten Band mit gesammelten Geschichten des Briten Algernon Blackwood. Der Band beinhaltete alle vorher in den verschiedenen „Zwielicht“-Magazinen erschienen deutschen Erstveröffentlichungen der Erzählungen sowie eine Bonusgeschichte, die bis dato noch nicht erschienen war, und wurde von den Lesern begeistert aufgenommen.

In jeder Ausgabe des „Zwielicht“-Magazins würde auch fürderhin eine deutschsprachige Erstveröffentlichung von Blackwood enthalten sein, so dass wir, nach einer langen Wartepause, wohl mit einem zweiten, vom Publikum nachgefragten Sammelband würden rechnen können - so die nicht unberechtigte Hoffnung.

Weiterlesen: Algernon Blackwood: Traumpfade & weitere unheimliche Geschichten (Buch)

Cho Nam-Joo: Miss Kim weiß Bescheid (Hörbuch)

Cho Nam-Joo
Miss Kim weiß Bescheid
(Miss Kim Knows And Other Stories, 2021)
Übersetzung: Inwon Park
Gekürzte Lesung von Christiane Marx, Sabine Arnhold
Argon, 2022, Download, ca. 702 Minuten, 20,95 EUR

Rezension von Irene Salzmann

Cho Nam-Joo wurde 1978 in Seoul/Süd-Korea geboren, wo sie gegenwärtig mit ihrer Familie lebt. Ihre Publikationen sind geprägt von persönlichen Erlebnissen und Beobachtungen. Vorzugsweise thematisiert sie aus weiblicher Sicht die Traditionen und Regularien, die das Leben der Menschen bestimmen, insbesondere das Einfügen in hierarchische, patriarchalische Strukturen, und die Bemühungen, sich diesen wenigstens teilweise zu entziehen. 

Weiterlesen: Cho Nam-Joo: Miss Kim weiß Bescheid (Hörbuch)

John Langan: Der Angler (Buch)

John Langan
Der Angler
(The Fisherman, 2016)
Übersetzung: Michael Weh
Titelbild: Gustave Doré
Wandler, 2022, Paperback, 404 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

„Nennen Sie mich nicht Abraham, nennen Sie mich Abe.“ So stellt eben jener Abe sich uns vor. Abe hat es wahrlich nicht einfach im Leben: Kaum hat er seine wesentlich jüngere Liebe seines Lebens gefunden, erkrankt diese an Brustkrebs. Drei Monate gibt er sich der Flasche hin, bekommt aber von IBM (damals noch ein Arbeitgeber, der sich ums eine Angestellten kümmert) bezahlten Trauer-Urlaub.

Abe findet ein neues Hobby. Ob ihn, wie einige Verwandte meinen, seine tote Frau zum Angeln gebracht hat, mag dahinstehen, er findet an den Ufern der Flüsse und Seen in New Jersey die so dringend benötigte Ruhe und Erholung. Später findet er in einem Kollegen eine verwandte Seele. Dan Dresher verlor seine Familie bei einem Verkehrsunfall. Beide Witwer gehen, trotz des Altersunterschieds, gemeinsam Angeln, erzählen sich Geschichten und kommen zu sich selbst.

Weiterlesen: John Langan: Der Angler (Buch)