Victor Dixen: Der Hof der Finsternis (Buch)

Victor Dixen
Der Hof der Finsternis
Vampyria 1
(Vampyria 1: La Cour des Ténèbres, 2020)
Übersetzung: Bernd Stratthaus
Blanvalet, 2023, Paperback, 496 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Louis XIV., gemeinhin als Sonnenkönig bekannt, hat 1715 etwas gewagt, was vor ihm kein Mensch je wagte: Mittels eines alchemistisch-magischen Rituals hat er sich unsterblich gemacht - und wurde zum ersten der Vampyre. Viele weitere Adelige aus etlichen Königshäusern in der ganzen Welt folgten ihm in die Transmutation. Seitdem lebt der Adel noch prächtiger, noch prunkvoller; der vierte Stand, die normalen Menschen, hat eine zusätzliche Steuer - einen Blutzehnt - abzugeben.

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Michael McDowell: Blackwater 2 (Buch)

Michael McDowell
Blackwater 2
(Blackwater 3 The House of Blackwarter + 4 The Flood, 1983)
Übersetzung: Andreas Decker
Titelbild: Touissaint Louverture & Pedro Oyarbide
Festa, 2023, Hardcover, 462 Seiten, 36,99 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Willkommen zurück in Perdido, Alabama, einem Kaff tief im Süden der USA. Der Ort lebt von den drei Sägewerken und dem Handel mit Holz. Seit Jahrzehnten geben dort die Frauen der Caskey-Dynastie, die Richtung an. Ihrem Wort wird gefolgt, gerade auch, weil sie ihren Willen eher unauffällig durchzusetzen wissen.

Seitdem aber der Sohn der jetzigen Anführerin der Familie eine mysteriöse Frau ohne wirkliche Vergangenheit geheiratet und mit ihr Nachwuchs in die Welt gesetzt hat, ist die Familienidylle gestört. Die neue Frau im Clan scheint eine ganz besondere Verbindung zum Fluss zu haben - und sie hat Pläne, Vorhaben bei denen sie die bisherige Matriarchin nicht gebrauchen kann.

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Dennis E. Taylor: Außerirdisch (Buch)

Dennis E. Taylor
Außerirdisch
(Roadkill, 2022)
Übersetzung: Urban Hofstetter
Heyne, 2023, Paperback, 398 Seiten, 16,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Jack Kernigan lebt da, wo sich gemeinhin Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Ein kleines Kaff im Nirgendwo, von wo aus er ans MIT zog, um die Welt des Wissens zu erobern. Dass Irgendemand, ein veritables A…loch, seinen Zugangscode zu den Rechnern der Uni missbraucht hat, um dort virtuelles Geld zu schöpfen, sorgte dafür, dass er erst einmal wieder zurück im Nirgendwo ist und für seinen Vater Ware ausliefert.

Bei einer seiner Lieferungen nimmt er eine Kurve zu eng und kollidiert mit etwas Großem. Die Beule im Frontspoiler ist markant, Haare haben sich auch verfangen - alles deutet auf ein Tier, Rotwild vielleicht, hin. Nur, dass er das Opfer seiner Raserei nirgends erblickt, machen ihn stutzig.

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Monika Feth: Und du wirst lächelnd sterben (Buch)

Monika Feth
Und du wirst lächelnd sterben
cbj, 2023, Paperback, 496 Seiten, 16,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren, lebt aber heute in Köln. Sie arbeitete lange Jahre als Journalistin, begann dann aber Romane, überwiegend Psycho-Thriller für Erwachsene und Jugendliche, zu schreiben. Bekannt wurde sie vor allem durch „Die Erdbeerpflücker“-Reihe. Ihr neuestes Werk ist „Und du wirst lächelnd sterben“.


Sie erwacht im Wald, blutend, schmutzig und ohne Erinnerung. Anstatt zur Polizei zu gehen, sucht und findet sie Unterschlupf in einer Pension am Meer. In Albträumen kehren erste Erinnerungen zurück und sorgen dafür, das Ivy nicht in ihr altes Leben zurückkehrt. Denn etwas ist dort geschehen, das sie so zugerichtet hat, und sie ahnt, dass die Gefahr noch immer irgendwo da draußen lauert. Aus diesem Grund nimmt sie eine andere Identität an und jobbt von nun an in einem Strandcafé, in dem sie auch Freunde findet. Doch in ihrer Heimatstadt machen sich einige Sorgen um die junge Studentin und auf die Suche nach ihr. Doch haben alle wirklich gute Absichten?

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Adriana Popescu: Unsere Zukunft flirrt am Horizont (Buch)

Adriana Popescu
Unsere Zukunft flirrt am Horizont
cbt, 2023, Paperback, 544 Seiten, 13,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Die in München geborene Adriana Popescu verfasste einige Jahre Drehbücher, bevor sie sich entschied, freie Autorin von Romanen zu werden. Sie lebt heute in Stuttgart, in der Stadt, in der auch ihr neuester Roman „Unsere Zukunft flirrt am Horizont“ angesiedelt ist.


Simon, Lia und Marcin könnten unterschiedlicher nicht sein und wären sich vermutlich nicht einmal begegnet, wenn sie nicht die Dummheiten, die sie begangen haben, zueinander führten. Denn alle müssen Sozialstunden in einem Altenheim ableisten, was Simon und Lia zunächst sehr schwerfällt. Es ist Marcin, der ihnen hilft, Fuß zu fassen und sich zu öffnen. Denn schon bald zeigt sich, dass sie mehr miteinander gemeinsam haben, als sie denken und sie sich sogar helfen können. Und das führt mit der Zeit zu Freundschaft und sogar Liebe.

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Peter S. Beagle: Der Weg nach Hause (Buch)

Peter S. Beagle
Der Weg nach Hause
(Two Hearts, 2005 & Sooz, 2023)
Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
Hobbit Presse, 2023, Hardcover, 208 Seiten, 20,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der 1939 geborene Peter S. Beagle ist vor allem durch seinen Roman „Das letzte Einhorn“ bekannt geworden, dessen Zeichentrickfilm-Adaption zu einem Klassiker wurde. In diesem Kosmos siedelte er auch die beiden vorliegenden Novellen an, die nun auf Deutsch in „Der Weg nach Hause“ erschienen sind.

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Richard Swan: Im Namen des Wolfes (Buch)

Richard Swan

Im Namen des Wolfes

Die Chroniken von Sova 1

(The Justice of Kings, 2022)

Übersetzung: Simon Weinert

Piper, 2023, Paperback, 528 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Richard Swan wurde im Norden Englands geboren, wuchs aber die meiste Zeit auf Royal-Air-Force-Stützpunkten auf und arbeitete nach seinem Studium einige Jahre als Anwalt, ehe es ihn nach Australien zog und er zu Schreiben begann. Der erste in Deutschland erscheinende Zyklus ist „Die Chroniken von Sova“, der mit „Im Namen des Wolfes“ startet.

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Mein Freund Pierrot (Comic)

Jim Bishop
Mein Freund Pierrot
(Mon Ami Pierrot, 2022)
Übersetzung: Silvano Loureiro Pinto
Cross Cult, 2023, Hardcover, 266 Seiten, 35,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Jim Bishop präsentierte bereits mit „Die verlorenen Briefe“ eine märchenhafte Geschichte, in der Magie und Romantik auch mit philosophischen Gedanken einhergingen. Das ist nun in seinem neuen in Frankreich auch erst vor einem Jahr erschienenen Comic-Album „Mein Freund Pierrot“ nicht anders.


Cléa geht es wie so vielen jungen Frauen in ihrer Zeit. Sie soll auf Wunsch ihrer Mutter Berthier, den Sohn des Grafen de I‘Eau heiraten. Auf ihre Wünsche und Träume wird keine Rücksicht genommen. Das ist bei einer Zufallsbegegnung anders. Denn sie begegnet Pierrot, einem merkwürdigen Typen, der ganz offensichtlich mehr als ein Jahrmarktszauberer ist. Er erobert nicht nur ihr Herz, sondern entführt die junge Frau auch in sein Domizil im Wald.Zunächst genießt sie seine Liebe und die Wunder, die sie dort erwarten, aber nachdem der erste Taumel vergangen ist, bemerkt sie auch die Schattenseiten ihres neuen Lebens und die Geheimnisse, die Pierrot vor ihr hat...

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Christoph Hardebusch: Die Stadt der Seher (Buch)

Christoph Hardebusch

Die Stadt der Seher

Titelbild: Birgit Gitschier

Hobbit Presse, 2021, Hardcover, 440 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der 1974 in Lüdenscheid geborene und heute in München lebende Christoph Hardebusch arbeitete lange Jahre als Texter bei einer Werbeagentur, bis er mit seinem Debütroman „Die Trolle“ so viel Erfolg hatte, dass er zum freischaffenden Autor wurde. „Die Stadt der Seher“ ist sein neuestes Werk.


Der Straßenjunge Marco kann sein Glück nicht fassen, als er überraschend in den Orden der Seher aufgenommen wird, einer der angesehensten Gruppen im Stadtstaat Vastonia. Aber schon bald spürt er, dass etwas nicht stimmt und versucht seine Unabhängigkeit zu bewahren. Zudem lernt er die lebenslustige Elena und einen verrückt scheinenden Erfinder kennen, dessen fechtender Freund auch noch ein Elf ist. Schon bald werden die vier ungleichen Verbündeten zur letzten Hoffnung ihrer Stadt, vor allem als ein riesiges Heer vor den Toren aufmarschiert.

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Heart of Gold 1: Der erste Akt (Comic)

Eliot Baum und Viv Tanner
Heart of Gold 1
Der erste Akt
Übersetzung: Silvano Loureiro Pinto
Cross Cult, Hardcover, 156 Seiten, 30,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Eliot Baum und Viv Tanner sind ein aus Österreich stammendes, deutschsprachiges Künstlergespann, das sein Projekt erst via Crowdfunding veröffentlichte, nun aber durch Cross Cult auch die Chance hat, ein größeres Publikum zu erreichen. So erscheint der erste Band von „Heart of Gold“ nun als großformatiges Hardcover-Album.


In einer französischen Kleinstadt geschehen noch Zeichen und Wunder. Zumindest behauptet das Dunant, der Priester, der einmal in der Woche einen besonderen Gottesdienst abhält, in dem er einigen Personen die Hände auflegt und sie so wieder gesunden lässt. Auch der albinotische Pianist Ionel sucht dort Heilung, denn er droht langsam zu erblinden, etwas, was seiner Karriere als Künstler ein Ende bereiten könnte. Aber er gehört nicht zu den Auserwählten. Weil ihm etwas seltsam vorkommt, sucht er nun auch den persönlichen Kontakt zu Dunant und wird in einen dunklen Strudel mit hineingezogen.

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