Literatur-News

Memoranda Verlag: 2 neue Titel erschienen

Im Memoranda Verlag sind zwei neue Titel erschienen.

Hans Frey: "Aufbruch in den Abgrund - Science Fiction zwischen Demokratie und Diktatur"
Mit "Aufbruch in den Abgrund" (über die Zeit von 1918 bis 1945) liegt jetzt die Fortsetzung des Buchs "Fortschritt und Fiasko" (über die Zeit von 1810 bis 1918) vor. Im zweiten Band seiner Literaturgeschichte der deutschen Science Fiction rückt Hans Frey die SF der Weimarer Republik und die unter der Nazi-Diktatur in den Fokus. Erneut hat der Autor tief gegraben und viele Beispiele einer weitgehend vergessenen Literatur ans Licht geholt.
(Paperback mit Klappenbroschur, 526 Seiten, 26,90 EUR, ISBN 978-3-948616-02-1 (auch als eBoob erhältlich (9,99 EUR)).

Angela & Karlheinz Steinmüller: "Der Traummeister"
Auf dem Planeten Spera ist eine Kolonie irdischer Siedler in die Barbarei zurückgesunken. Nachdem der Episoden-Roman "Spera" (Band 3 der Werkausgabe) ein über tausend Erdenjahre umfassendes Panorama des allmählichen Wiederaufstiegs der speranischen Zivilisation ausgebreitet hat, konzentriert sich "Der Traummeister" auf einige wenige Tage in der Neuzeit des Planeten und auf einen einzigen Handlungsort, den Stadtstaat Miscara.
Der Mitte der Achtzigerjahre entstandene, erstmals 1990 erschienene und jetzt in einer Neufassung vorliegende Roman illustriert an mehreren utopischen Modellen den Satz, die Idee werde "zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift" und das so intensiv, dass die Wirklichkeit in Miscara schließlich mit der Traumwelt verschmilzt.
(Paperback mit Klappenbroschur, 320 Seiten, 18,00 EUR, ISBN 978-3-948616-36-6 (auch als eBoob erhältlich (8,99 EUR))

Gestorben: Clive Cussler (1931-2020)

Der US-amerikanische Schriftsteller Clive Cussler ist am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. Cussler wurde weltweit vor allem bekannt durch Abenteuer-Romane mit seinem Helden Dirk Pitt; Band 25 der Reihe, "Die zehnte Plage", erscheint hierzulande in diesem Sommer bei Blanvalet. Insgesamt schrieb er, zum Teil vor allem in späteren Jahren mit Co-Autoren, rund achtzig Romane. Der Roman "Hebt die Titanic" wurde 1980 verfilmt, "Sahara" kam 2005 als "Sahara - Abenteuer in der Wüste" in die Kinos.

Im März startet eine neue "Perry Rhodan"-Mini-Serie

Am 20. März startet eine neue "Perry Rhodan"-Mini-Serie: "Perry Rhodan SOL 2". Die Exposés für die zwölf Romane verfasste Kai Hirdt, die Titelbilder kommen von Arndt Drechsler. Der Eröffnungsroman für die neue Serie trägt den Titel "Ritter des Chaos", geschrieben wurde er von Kai Hirdt. Alle Bände wird es in gedruckter Form als Romanheft sowie als eBook und Hörbuch geben. Für Sammler und Liebhaber der Printausgabe gibt es eine Edition in Form eines Kurz-Abonnements; wer frühzeitig bestellt, erhält mit dem ersten Band der Serie auch eine Prämie in Form von vier Lesezeichen in Metalloptik.

Erschienen: "Wenn es Nacht wird"

Neu erschienen ist der Horror-Roman "Wenn es Nacht wird" von Carl Denning. (eBook, 2,99 EUR)

In der Nähe des Ortes Nemaska entdeckt ein Truckfahrer während eines Schneesturms die verstümmelte Leiche einer Frau. Der Fall bleibt ungeklärt.
Altamont, drei Jahre später. Eine Frau verschwindet spurlos im Wald. Noch in derselben Nacht werden eine Studentin und ihr Freund brutal ermordet. Die Suchaktion nach der Vermissten verläuft erfolglos. Doch auch der Doppelmord gibt Chefinspector Susan Gant Rätsel auf. Während der Mann erstochen wurde, wurde seine Freundin wie von einer wilden Bestie regelrecht zerfleischt. Nicht weniger sonderbar erweist sich ein Zwischenfall auf dem Friedhof: jemand hat versucht, drei frische Gräber zu öffnen.
In Altamont, der kanadischen Kleinstadt am Rand des riesigen Grand Jardin Nationalparks, geht das Grauen um. Was haben die Ereignisse mit dem ungelösten Fall in Nemaska zu tun, einem Ort der weit entfernt im Norden liegt? Sicher ist bloß, dass der unheimliche Täter immer nur nachts zuschlägt. Um ihn zu stoppen, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Doch Susan Gant ahnt nicht, dass ihr das Schlimmste noch bevorsteht …

Carsten Polzin gründet Agentur

Carsten Polzin hat die Textbaby Medienagentur gegründet, mit der er künftig Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch vertritt. Er war zuletzt Programmleiter bei Piper, den Verlag hat er im November des Vorjahres auf eigenen Wunsch verlassen. Er bezeichnet seine Agentur als eine Boutique-Agentur, die ihre Klienten umfassend in allen kreativen und geschäftlichen Belangen berät.

Jason Dark erhält eine John-Sinclair-Skulptur zum Geburtstag

Jason Dark ist der Schöpfer von John Sinclair. Das erste Sinclair-Abenteuer war "Die Nacht des Hexers", das am 13. Juli 1973 als Band 1 der Romanheft-Reihe "Gespenster-Krimi" erschien. 1978 bekam "Geisterjäger John Sinclair" seine eigene Serie, die seit Jahrzehnten als eine der erfolgreichsten Romanheft-Serien weltweit gilt. Mit einer Auflage von über 250 Millionen Romanen und 5 Millionen Hörspielen hat John Sinclair längst Kult-Status erreicht. Der Sinclair-Schöpfer Jason Dark heißt eigentlich Helmut Rellergerd. Am vorigen Samstag wurde er 75 Jahre alt. Zu diesem Anlass wurde der Bestseller-Autor im Verlag mit einem Überraschungsempfang geehrt, bei dem nicht nur alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Geburtstagsständchen sangen und mit ihm auf seine Gesundheit anstießen, sondern auch eine lebensgroße John-Sinclair-Skulptur des Künstlers Yakup Yalcinkayas enthüllt und Helmut Rellergerd übergeben wurde.

Helmut Rellergerd, John Sinclair, Yakup Yalcinkaya
(C) Olivier Favre / Quelle: Verlagsgruppe Lübbe AG

"Maddrax" wird 20

"Maddrax" wird 20 Jahre alt. Zu diesem Anlass schickt der Bastei Verlag Matthew Drax und seine Gefährtin Aruula in ein Abenteuer, das seinesgleichen sucht: In einer Parallelwelt des Jahres 1971 treffen sie auf einen anderen, wohlbekannten Romanhelden: Perry Rhodan. Das Heft (Band 523, 1,90 EUR) trägt bezeichnenderweise den Titel "Crossover", erscheint am kommenden Dienstag und wurde von Oliver Fröhlich verfasst, einem altgedienten "Maddrax"-Autor, der auch für die "Perry Rhodan"-Serie aus dem Pabel Moewig Verlag schreibt.

Das Cover des Jubiläumsbandes ist eine Reminiszenz an ersten Band von "Perry Rhodan", der im September 1961 erschien. Gemalt hat es der argentinische Künstler Néstor Taylor - die damalige Vorlage stammt von Johnny Bruck. Auf den Heftinnenseiten sind als Mini-Poster beide Motive nebeneinander zu sehen. Enthalten ist in Band 523 neben der üblichen Leserseite auch ein Essay über die Serie, geschrieben von "Maddrax"-Autor Michael M. Thurner, der ebenfalls für Pabel Moewig tätig ist. Außerdem ein Grußwort von Klaus N. Frick, dem Chefredakteur von "Perry Rhodan". Und als besonderes Extra steuert der bekannte Cartoonist Matthias Kringe eine ganze Comicseite bei, deren augenzwinkernder Inhalt die Fans beider Serien zum Lachen bringen wird. Außerdem gibt es für alle Leser ein Geschenk im Heft: den Code zum kostenlosen Download des Romans als eBook. Dieses Angebot gilt bis Anfang März.

Die Handlung des Jubiläumsbandes wird die "Perry Rhodan"-Leser an die Anfänge ihrer Serie versetzen: ins Jahr 1971, als Major Perry Rhodan vom Mond zurückkehrte, um mit Hilfe einer außerirdischen Rasse die "Dritte Macht" zu gründen und einen Weltkrieg zu verhindern. Dass dabei auch Matthew Drax und seine Gefährtin Aruula eine Rolle spielten, war bislang niemandem bekannt. Oliver Fröhlich nutzt eine Handlungslücke in Band 2, in der er die "Maddrax"-Geschichte ansiedelt.

(C) 2020 Verlagsgruppe Lübbe AG

2020: "Gert - Unter Piraten"

Der Verlag Peter Hopf kündigt für dieses Jahr "Gert - Unter Piraten" an. Die werkgetreue Umsetzung kommt von Harald Jacobsen und umfasst den kompletten Inhalt aus den Kolibri-Comicheften 1 bis 24 von Hansrudi Wäscher, die zwischen Februar und September 1955 im Lehning Verlag erschienen.

Gert Randolf ist ein dreizehnjähriger Junge, der im frühen 15. Jahrhundert in Lübeck lebt. Wie viele Jungen in seinem Alter träumt er davon, einst selbst als berühmter Kapitän zur See zu fahren und wilde Abenteuer zu erleben.
Gert ahnt nicht, wie schnell sein Wunsch in Erfüllung gehen soll. Als er Kapitän Stürmer, einem Weggefährten Störtebekers, einen Wunsch erfüllt, zieht der Pirat den Jungen in ein großes Abenteuer. Gert wird Schiffsjunge und kämpft nicht nur gegen Orkane und Haie, sondern auch gegen Meuterer. Er findet neue Freunde und bewährt sich in schweren Kämpfen. Auch sein Freund Peter, der ihn in diese Abenteuer begleitet, muss sich beweisen. Am Ende geht es um einen sagenhaften Schatz des berüchtigten Piraten Claus Störtebeker.

Erschienen: "Kurd Laßwitz - Eine illustrierte Bibliografie seiner Werke 1868–2019"

Im Verlag Dieter von Reeken ist soeben die zweite, durchgesehene und ergänzte Auflage des Buchs "Kurd Laßwitz - Eine illustrierte Bibliografie seiner Werke 1868–2019" von Rudi Schweikert (ab 2010 fortgeführt von Dieter von Reeken) erschienen: (Paperback mit Klappenbroschur, 278 Seiten, durchgehend Bilderdruckpapier, 362 Abbildungen davon 156 farbig, systematisch-alphabetisches Register, 22,50 EUR, ISBN 978-3-945807-52-1)

Kurd Laßwitz (1848–1910), langjähriger Gymnasialprofessor in Gotha, war seit Ende der 1860er Jahre bis zu seinem Tode schriftstellerisch tätig. Neben bedeutenden naturwissenschaftlichen und philosophischen Schriften (insbesondere über die Geschichte der Atomistik, die Arbeiten Immanuel Kants und Gustav Theodor Fechners) und zahlreichen Essays verfasste er vor allem "moderne Märchen", Romane, Novellen und Kurzgeschichten, die man heute rückblickend als Science Fiction, als überwiegend anspruchsvolle spekulative Erzählliteratur bezeichnen kann. Vor allem wegen seines eindrucksvollen umfangreichen Romans "Auf zwei Planeten" (1897) wird Laßwitz heute vielfach als  der Vater der deutschen Science Fiction bezeichnet.

Gestorben: Gudrun Pausewang (1928-2020)

Die 1928 in der Tschechoslowakei geborene deutsche Schriftstellerin Gudrun Pausewang ist gestern im Alter von 91 Jahren gestorben. Pausewang schrieb mehr als hundert Bücher, rund fünf Millionen Exemplare wurden verkauft. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Kinder- und Jugendbücher. "Die letzten Kinder von Schewenborn" (1983), "Die Wolke" (1987) und "Der Schlund" (1993) zählten zu ihren bekanntesten Romanen. Pausewangs Romane wurde unter anderem mit dem Buxtehuder Bullen, dem Deutschem Jugendliteraturpreis, dem Kurd Laßwitz Preis und dem Deutscher Science Fiction Preis ausgezeichnet, 2017 erhielt sie den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk.