Literatur-News

News in Kürze: Stephen King, Jess A. Loup & mehr

Billy ist Kriegsveteran und verdingt sich als Auftragskiller. Sein neuester Job ist so lukrativ, dass es sein letzter sein soll. Danach will er ein neues Leben beginnen. Aber er hat sich mit mächtigen Hintermännern eingelassen und steht schließlich selbst im Fadenkreuz. Auf der Flucht rettet er die junge Alice, die Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde. Billy muss sich entscheiden. Geht er den Weg der Rache oder der Gerechtigkeit? Gibt es da einen Unterschied? So oder so, die Antwort liegt am Ende des Wegs.
"Billy Summers", der neue Roman von Stephen King, erscheint im August bei Heyne als Hardcover (26,00 EUR) und eBook (19,99 EUR). Hier ist das Titelbild zu finden.

"Sanguis Corvi - Das Blut des Raben" von Jess A. Loup ist laut Piper eine Neuinterpretation von "Krabat", die sich fragt: Was würde der erwachsene Krabat tun, erführe er, dass der teuflische Müller noch immer sein Unwesen treibt? Der Roman erscheint im Mai (Paperback, 328 Seiten, 15,00 EUR (eBook: 4,99 EUR)), das Titelbild und eine Leseprobe finden sich hier.

"Der Totengräbersohn und das verschollene Artefakt" von Sam Feurbach ist eine neue interaktive Kurzgeschichte, in der der Leser entscheidet. Er schlüpft in die Rolle des Totengräbersohns samt seinem kongenialen dämonischen Kumpel Ekel. Das eBokk kostet 99 Cent und findet sich bei Amazon hier.

Als die Tochter der Baronin von Forthyn verschwindet, bittet diese den legendären Orkhelden Durik, sie wiederzufinden. Durik rekrutiert seine alten Kampfgefährten und gemeinsam reisen sie ins furchtgeplagte Falbhain. Doch statt Hinweise auf den Verbleib der jungen Adligen finden sie Anzeichen von Nekromantie: Auf den Friedhöfen sind die Toten verschwunden und Fußspuren führen in den verderbten Trübwasserwald... Und dann stoßen Durik und seine Gefährten auch noch auf eine grausige Plage aus riesigen, mordlüsternen Ungeheuern.
"Die Verdammung von Falbheim" lautet der Titel des ersten Bandes der neuen Serie "Descent - Die Reise ins Dunkel" von Robbie MacNiven, der jetztbei Cross Cult erschienen ist (Taschenbuch, 352 Seiten, 15,00 EUR (eBook: ). Die Serie basiert auf dem gleichnamigen beliebten Fantasy-Brettspiel.


Zusammenstellung: ojm

Philip K. Dick Award: Gewinner bekanntgegeben

Am vorigen Freitag wurde der Gewinner des Philip K. Dick Awards bekanntgegeben. Gewonnen hat "Road Out of Winter"von Alison Stine. Besonders erwähnt von der Jury wurde "The Book of Koli" von M .R. Carey . Der Philip K. Award wurde von Thomas M. Disch in Dicks Todesjahr, 1982, ins Leben gerufen und seither jedes Jahr auf dem Norwescon verliehen, gesponsert wird er von der Philadelphia Science Fiction Society. Gewürdigt wird der beste SF-Roman im Paperback.

BSFA Awards: Die Gewinner

Die Gewinner der BSFA Awards wurden heute bekanntgegeben. In der Sparte Bester Roman gewann "The City We Became" von N. K. Jemisin, in der Kategorie Best Short Fiction wurde "Infinite Tea in the Demara Cafe" von Ida Keogh ausgezeichnet. Alle Gewinner sind hier zu finden.

News in Kürze: LovelyBooks & TWENTYSIX

Hugendubel, eines der größten Buchhandelsunternehmen Deutschlands, hat zum Anfang des Jahres die Buch-Community LovelyBooks von der Holtzbrinck Publishing Group übernommen. LovelyBooks ist laut eigenen Angaben die größte Buch-Community im deutschsprachigen Raum und der Treffpunkt für Leser, Autoren und Verlage. 1,9 Millionen Buchliebhaber tauschen monatlich dort Lesetipps aus, entdecken Neuerscheinungen und sprechen in Lese-Runden über ihre Lieblingsbücher.

Die Selfpublishing-Plattform TWENTYSIX hat einen umfassenden Relaunch gestartet. Unter den Imprints TWENTYSIX LOVE, CRIME und EPIC richtet sich das Portal jetzt an Autoren und Leser der Genres Liebesroman, Krimi und Thriller sowie Fantasy und Science Fiction. Im Zuge der Neuausrichtung hat BoD die Plattform komplett übernommen und führt diese als eigenständige Marke fort. TWENTYSIX wurde 2015 von der Penguin Random House Verlagsgruppe und BoD gegründet.

Seraph: Die Nominierungen

Die Phantastische Akademie hat bekanntgegeben, welche Werke für den Seraph 2021 nominiert sind. Anders als in den vergangenen Jahren gibt es keine Longlist und Shortlist mehr, man fasst die Preis-Verdächtigen ab sofort in einer Nominiertenliste zusammen. Der Verein vergibt den Preis 2021 zum zehnten Mal. Deshalb sind alle Kategorien höher dotiert. Das Beste Debüt wird mit 2500,00 EUR prämiert, die Gewinner in den Kategorien Bester Roman und Bester Indie-Titel können sich über je 2000,00 EUR freuen. Die Preisträger sollen in Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und im Rahmen der diesjährigen Sonderausgabe des Lesefestes "Leipzig liest extra" bekanntgegeben werden. Die Akademie plant derzeit einen Livestream und Lesungen mit den Siegern und weiteren Autorinnen und Autoren.

Folgende Titel haben es in diesem Jahr auf die Nominiertenliste geschafft:

Bestes Debüt:
Marit Warncke: "A Hundred Chances" (Carlsen Impress)
Laura Lehmann: "Der Legende dunkles Herz" (Eisermann)
Berit Sellmann: "Erfrorene Seele" (SadWolf)
Roxane Bicker: "Inepu" (Hybrid Verlag)
Simon Denninger: "Schwingenfall" (Drachenmond)
Theresa Jeßberger: "Töchter der Freiheit" (FJB)
Isa Theobald: "Tochter der Sterne" (Edition Roter Drache)

Bester Roman:
Ursula Poznanski: "Cryptos" (Loewe)
Tobias Bachmann: "Despina Jones und die Fälle der okkulten Bibliothek" (Acabus)
Katharina Hartwell: "Die Silbermeer-Saga - Der König der Krähen" (Loewe)
Mechthild Gläser: "Die Worte des Windes" (Loewe)
Thilo Corzilius: "Diebe der Nacht" (Hobbit Presse)
Boris Koch: "Dornenthron" (Knaur)
Andreas Eschbach: "Eines Menschen Flügel" (Lübbe)
Christoph Dittert: "Fallender Stern" (Piper)
Tom Hillenbrand: "QUBE" (KiWi)
Christian Handel: "Rowan & Ash" (Ueberreuter)
Gabriele Behrend: "Salzgras & Lavendel" (p.machinery)
Eva Siegmund: "Sodom" (Knaur)
Kathrin Lange: "Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz" (Arena)

Bester Independent-Titel:
Siegfried Langer: "Das Buch, das dich findet"
Olaf Raack: "Das Dunkel von Mirandor"
April Wynter: "Das Gift der Mondlilie"
Daniel Habern: "Das Spiel der Lenker"
Timo Leibig: "Das verwunschene Turnier"
Greg Walters: "Der Lehrling des Feldschers"
Elvira Zeißler: "Edingaard"
Martin Riesen: Engineered Minds"
Daniel Sand: "Irren ist göttlich"

News in Kürze: Kai Meyer, "Perry Rhodan" & mehr

Wie Kai Meyer mitteilt, erscheint im Herbst der Roman "Fürimmerhaus" bei Sauerländer. Das Buch erzählt eine abgeschlossene Geschichte, das Cover stammt von Alexander Kopainski und ist hier zu finden.

Im Rahmen der Reihe "Aus erster Hand - Lernen von Kunst- und Medienschaffenden" laden Dr. Lisa König und Prof. Dr. Jan M. Boelmann vom Institut für deutsche Sprache und Literatur unter anderem renommierte Kinderbuchautorinnen und -autoren zu Lesungen und Expertengesprächen an die Pädagogische Hochschule Freiburg ein. Sie folgen der Einladung ins Digitale und treffen sich in Zoom. In eineinhalbstündigen digitalen Lesungen, Vorträgen und Diskussionsrunden werden Fragen der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Medien erörtert und die fachdidaktischen Lernpotenziale unterschiedlicher Medienproduktionen besprochen. Das Video mit Kai Meyer findet sich bei YouTube hier.

Hier berichtet eine Fallstudie über ein Projekt in "Perry Rhodan" Band 3100 über eine Kombination aus Analog und Digital, ob digitale Werkzeuge einen gedruckten Roman zum Beispiel sinnvoll bereichern und welchen messbaren Erfolg die Aktion zu verzeichnen hatte.

In einem neuen Beitrag für diezukunft.de berichtet Cory Doctorow hier in dem Beitrag "Die Geschichte vom gierigen Fährmann" darüber, wie Amazon, Apple und Co. zu schier allmächtigen Monopolisten werden konnten.

Stephen King hat der BBC ein Interview gegeben, das man hier abrufen kann.

Eine Mutter, ein Junge und ihr verzweifelter Kampf gegen das Böse.
Woody Bookman ist elf Jahre alt. Er hat noch nie ein Wort gesprochen, obwohl seine Mutter Megan alles tut, damit ihr Junge glücklich ist. Aber Woody wird von dunklen Ängsten geplagt. Er glaubt, dass ein monströses Übel hinter dem tödlichen Unfall seines Vaters steckt und nun ihn und seine Mutter bedroht. Es ist ein Mann, mit dem Willen, die Welt zu zerstören. Seine Kräfte werden immer stärker und er ist nicht allein. Doch auch Woody ist nicht allein. Er hat einen ihm unbekannten Verbündeten...
"Devoted - Der Beschützer" von Dean Koontz ist neu bei Festa erschienen (Paperback, 544 Seiten, 14,99 EUR (eBook: 4,99 EUR)). Das Titelbild und eine Leseprobe finden sich hier.


Zusammenstellung: ojm

Kurd Laßwitz Preis: Die Nominierungen

Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu acht Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction. Seit 41 Jahren stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert. Hier sind die Nominierungen zum Kurd Laßwitz Preis für die besten Science-Fiction-Werke des Jahres 2020. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 12. PentaCons, eines literarischen Symposiums zur Science Fiction, das dieses Jahr (hoffentlich) am ersten November-Wochenende im Palitzschhof in Dresden stattfindet.


Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe 2020:

Zoë Beck: "Paradise City" (Suhrkamp)
Gabriele Behrend: "Salzgras & Lavendel" (p.machinery)
Christoph Dittert: "Fallender Stern" (Piper)
Andreas Eschbach: "Eines Menschen Flügel" (Lübbe)
Tom Hillenbrand: "Qube" (Aus der Welt der Hologrammatica 2) (Tor)
Sameena Jehanzeb: "Was Preema nicht weiß"
Marc-Uwe Kling: "QualityLand 2.0" (Ullstein)
Heribert Kurth: "Unter den Sternen von Tha" (p.machinery)
Michael Marrak: "Anima ex Machina (2. Novellenroman des Kanon-Zyklus) (Edition Mono/Monochrom)
Uwe Post: "E-Tot" (Polarize)


Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe 2020:

Galax Acheronian: "Verloren auf Firr'Dars" in "Hyper Orbis" (Verlag für Moderne Phantastik)
Gabriele Behrend: "Meerwasser" in "Unsere Freunde von ε Eridani" (Begedia)
Christian Endres: "Der Klang sich lichtenden Nebels" in "Der grüne Planet - Zukunft im Klimawandel" (Hirnkost)
Kai Focke: "Gastropoda galactica" in "Das Alien tanzt Walzer" (p.machinery)
Heidrun Jänchen: "Mietnomaden" in "Der grüne Planet - Zukunft im Klimawandel" (Hirnkost)
Axel Kruse: "Grassoden in "2101 - Was aus uns wurde (Verlag für Moderne Phantastik)
Hans Jürgen Kugler: "Die Insulaner" in "Der grüne Planet - Zukunft im Klimawandel" (Hirnkost)
Christian Künne: "Friedensfahrt" in "Rebellion in Sirius City" (Verlag für Moderne Phantastik)
Thorsten Küper: "Unsere Freunde von ε Eridani"" in "Unsere Freunde von ε Eridani" (Begedia)
Frank Lauenroth: "Delter" in "Unsere Freunde von ε Eridani" (Begedia)
Michael Marrak: "Insomnia" in "Das Haus Lazarus" (Memoranda)
Uwe Post: "Terra Halbpension" in "Unsere Freunde von ε Eridani" (Begedia)
Carsten Schmitt: "Wagners Stimme in: "Wie künstlich ist Intelligenz?" (Plan9)
Angela und Karlheinz Steinmüller: "Marslandschaften" in "Exodus" 41 und in "Marslandschaften" (Memoranda)


Bestes ausländisches Werk zur SF mit deutschsprachiger Erstausgabe 2020:

Basma Abdel Aziz: "Das Tor" (Heyne)
Baoshu: "Großes steht bevor "in "Zerbrochene Sterne" (Heyne)
Stephen Baxter: "Artefakt" (Sternenpforte 1) (Heyne)
Agustina Bazterrica: "Wie die Schweine" (Suhrkamp)
James S. A. Corey: "Tiamats Zorn" (The Expanse 8) (Heyne)
William Gibson: "Agency" (Jackpot 2) (Tropen)
Zack Jordan: "Last Human - Allein gegen die Galaxis" (Heyne)
John Marrs: "The Passengers - Du entscheidest über Leben und Tod" (Heyne)
Christopher Paolin: "Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne" (Knaur)
Samanta Schweblin: "Hundert Augen" (Suhrkamp)
Simon Stålenhag: "Tales from the Loop" (Tor)
Dennis E. Taylor: "Die Singularitätsfalle" (Heyne)
Jodi Taylor: "Miss Maxwells chaotischer Zeitkompass" (Die Chroniken von St. Mary's 2) (Blanvalet)
Tade Thompson: "Rosewater (Wormwood 1) (Golkonda)
David Wellington: "Die letzte Astronautin" (Piper)


Beste Übersetzung zur SF ins Deutsche, erstmals erschienen 2020:

Henning Ahrens für die Übersetzung von Kira Jane Buxtons "Hollow Kingdom - Das Jahr der Krähe" (Tor)
Larissa Bender für die Übersetzung von Basma Abdel Aziz' "Das Tor" (Heyne)
Pia Biundo für die Übersetzung von Vlad Hernández' "Nemesis"in "Pandemie - Geschichten zur Zeitenwende (Hirnkost)
Biundo für die Übersetzung von Vlad Hernández' "Lebensstationen eines Idealisten" in "c't" 25/2020 (heise)
Susanne Gerold für die Übersetzung von N.K. Jemisins "Die große Stille" (3 Bände) (Knaur)
Oliver Hoffmann für die Übersetzung von Tanya Huffs "Im Dienst der Föderation" ((Confederation of Valor 1) (Plan9)
Eva Kemper für die Übersetzung von Katie Hales "Mein Name ist Monster" (Fischer)
Jürgen Langowski für die Übersetzung von Zack Jordans "Last Human - Allein gegen die Galaxis (Heyne)
Stefan Pluschkat für die Übersetzung von Simon Stålenhag, Tales from the Loop (Ur Varselklotet) (Tor)
Jakob Schmidt für die Neuübersetzung von Frank Herberts "Die Kinder des Wüstenplaneten" (Der Wüstenplanet 3) (Heyne)
Jakob Schmidt für die Übersetzung von Tade Thompsons "Rosewater" (Wormwood 1) (Golkonda)


Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2020:

Lothar Bauer für das Titelbild zu "Nova" 29 (p.machinery)
Lothar Bauer für das Titelbild zu "Das Alien tanzt Walzer" (p.machinery)
Uli Bendick für das Titelbild und die Innenillustrationen zu "Der grüne Planet - Zukunft im Klimawandel" (Hirnkost)
Dirk Berger für das Titelbild zu "Exodus" 40
Arndt Drechsler für das Titelbild zu "Hyper Orbis" (Verlag für Moderne Phantastik)
Jan Hoffmann für das Titelbild zu "phantastisch!" 79 (Atlantis)
Meike Schultchen für das Titelbild zu "Cozmic" 2 (Atlantis)
Michael Vogt für das Titelbild zu "Pandemie - Geschichten zur Zeitenwende" (Hirnkost)


Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung von 2020:

"Cassandra Rising" von Martin Heindel (Regie: Martin Heindel, Komposition: Ralf Haarmann, Produktion: WDR)
"Heaven Line - Traumstadt wird zur Todesfalle" von Bodo Traber (Regie: Bodo Traber, Dramaturgie: Natalie Szallies, Produktion: WDR)
"Der zweite Schlaf" von Heinz Sommer nach dem Roman von Robert Harris (Regie: Leonhard Koppelmann, Produktion: HR)


Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2020:

Hans Frey für seine Sachbücher zur Geschichte der deutschsprachigen Science Fiction, "Fortschritt und Fiasko" und "Aufbruch in den Abgrund"
Torben Kuhlmann für seinen Bildband "Einstein - Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit"
René Moreau und Hans Jürgen Kugler für die Herausgabe der SF-Anthologien "Der grüne Planet - Zukunft im Klimawandel" und "Pandemie - Geschichten zur Zeitenwende"


Sonderpreis für langjährige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2020:

Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. für die kontinuierliche Organisation des ElsterCons, auch in Pandemie-Zeiten
Rico Gehrke und Peggy Weber-Gehrke für die Unterstützung der SF-Kurzgeschichte durch die Anthologien in ihrem Verlag für Moderne Phantastik
Christina Hacker und das Team der PRFZ-Mitgliederzeitschrift "SOL" für ihre unentgeltliche Arbeit voller Energie und Begeisterung anlässlich der 100. Ausgabe
Hardy Kettlitt für seinen Memoranda Verlag
Ralf Peter Krämer für 50 Jahre Engagement im Fandom vom Stanislaw-Lem-Klub bis zum Penta-Con
Dieter von Reeken für seine Verdienste um die klassische deutsche SF und die Geschichte der deutschsprachigen SF
Science Fiction Club Deutschland e.V. für die Förderung der SF-Literatur seit 65 Jahren
Jörg Weigand für seine unermüdliche Förderung auch junger Autorinnen und Autoren

Neu im April: "Das jüngste Gericht"

Im Verlag Dieter von Reeken erscheint nach Ostern als reprografischer Nachdruck das Buch "Das jüngste Gericht" von Hermann Ganswindt. (Paperback, 138 Seiten, 44 Abbildungen, 17,50 EUR)

Hermann Ganswindt (1856–1934) hatte in früheren Jahren zahlreiche Geräte und Verfahren erfunden oder bearbeitet und zeitweise mit der fabrikmäßigen Produktion von Fahrrädern einen ausreichenden wirtschaftlichen Erfolg gehabt. Seit etwa 1883 hatte er öffentlich den Bau eines großen lenkbaren Luftschiffes vorgeschlagen und dazu mehrere gut besuchte Vorträge gehalten und die Schrift "Die Lenkbarkeit des aërostatischen Luftschiffes: gemeinfasslich mit ausführlichen Berechnungen und Zeichnungen dargestellt" (Gsellius, Berlin (1884)) veröffentlicht. Und am 27. Mai 1893 stellte der Erfinder in einem öffentlichen Vortrag in Berlin seine Pläne für den Bau eines "Weltenfahrzeuges" vor, eines für den Flug durch den Weltraum geeignetes Fahrzeug, angetrieben von kontinuierlich explodierenden Dynamitpatronen.
Ganswindts 1899 im Selbstverlag erschienene Broschüre "Das jüngste Gericht" ist antiquarisch und in öffentlichen Bibliotheken kaum zu erhalten. Mit dem vorliegenden reprografischen Nachdruck soll diese sein Lebenswerk zusammenfassende Schrift des engagierten Erfinders Hermann Ganswindt wieder im Druck zugänglich gemacht werden.

100. Geburtstag von Johnny Bruck: Doku online

Niemand prägte das Gesicht der "Perry Rhodan"-Serie in ihren ersten dreißig Jahren mehr als ihr Zeichner. Er schuf bis heute die meisten Titelbilder der Serie. Unter Lesern gilt er als Legende. Am 22. März wäre er 100 Jahre alt geworden. Die "Perry Rhodan"-Macher erinnern in einer Doku an den Künstler, der 1995 starb.

Neues Projekt bei Wikisource gestartet: "Science-Fiction"

Im Wikipedia-Schwesterprojekt Wikisource werden historische Texte (auch Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane), die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen und somit gemeinfrei sind, in die digitale Welt überführt und allen Interessierten zugänglich gemacht. Nun findet sich dort eine Übersichtsseite "Science-Fiction", auf der bereits erste Autoren und Werke verzeichnet sind - weitere führt die dazu gehörende Diskussionsseite auf. Leider gibt es nach wie vor kaum fertige Transkriptionen von Frühwerken der Science Fiction. Die Herausforderung: Transkriptionen können bei Wikisource nicht allein bewältigt werden, denn im Prinzip gilt ein Sechs-Augen-Prinzip (OCR-Erstellung/Erstkorrektur/Zweikorrektur).

Mit nur wenigen aktiven Mitstreitern allerdings könnte man einiges erreichen, so der Initiator Heinz E. Bräunle, der hofft Mitstreiter zu finden; einen kleinen Stamm an SF-Interessierten, der sich daran macht, nach und nach solche Frühwerke der Science Fiction für die Öffentlichkeit zu erschließen. Um diesbezüglichen Aktivitäten zumindest mal zu starten und sodann mit Gleichgesinnten zusammen koordiniert anzugehen, hat er bei Wikisource hier die SF-Werkstatt eingerichtet. Das erste Projekt läuft bereits: die Transkription der Kurzgeschichten-Sammlung "Seifenblasen" des deutschen Science-Fiction-Urvaters Kurd Laßwitz. Eine erste, bereits fertiggestellte Kurzgeschichte daraus kann bereits genossen werden: "Stäubchen".