Christan Handel: Beneath the Ivy - The Witches of Silvercrest Coven (Buch)

Christan Handel
Beneath the Ivy - The Witches of Silvercrest Coven
Ueberreuter, 2025, Paperback, 384 Seiten, 20,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Christian Handel hat sich vor allem durch seine eigenwilligen Märchen-Adaptionen einen Namen gemacht. Nun bietet er mit „Beneath the Ivy“ die unterhaltsame Interpretation eines altbekannten Hexen-Themas. Und vielleicht wird das nicht der einzige Band um „The Witches of Silvercrest Coven“ bleiben.


Als Angehörige einer Hexenfamilie hat Marissa Winslow besondere Fähigkeiten. Sie ist eine Seherin, auch wenn ihr das im Alltag und in der Schule nicht besonders weiter hilft und sie zu einer Außenseiterin macht. Doch als ihre Cousine Norah schwer erkrankt, spürt sie, dass das kein Zufall ist und forscht nach.

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Gespenster-Krimi 36: Melusine, Tobias Bachmann (Buch)

Gespenster-Krimi 36
Melusine
Tobias Bachmann
Titelbild: Rudolf Sieber-Lonati
Bastei, 2020, eBook, 1,99 EUR

Rezension von Elmar Huber

Der Journalist und Ghostwriter Peter Langhans erhält den Auftrag, eine Biographie über den Schriftsteller Stephan Angler zu schreiben, die zum zehnjährigen „Jubiläum“ von dessen mysteriösem Verschwinden erscheinen soll. Obwohl Anglers bekannte Bücher Bestseller waren, gilt der Autor als exzentrisch und sein Werk als schwer zugänglich, „ein legitimer Nachfolger Kafkas“.

Sehr bald führt die Spur nach Beuringen, wo Langhans erfährt, dass Angler in einem dort ansässigen Kleinstverlag ein neues Buch drucken lassen wollte. „Die doppelschwänzige Nixe“, laut dem Verleger ein rohes und abstruses Werk voller autobiografischer Enthüllungen, sollte jedoch auf Anglers nachdrückliche Intervention doch nicht erscheinen. Es blieb bei vier Probe-Drucken, von denen eines bereits aus dem Haus des Verlegers gestohlen wurde. Die Verfolgung der anderen Exemplare zeichnet ein immer bedrohlicher werdendes Bild. Zwei weitere Drucke der „Nixe“ wurden Opfer von Bränden; ein Zufall scheint kaum möglich zu sein.

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Lisanne Surborg: Nachtlügen (Buch)

Lisanne Surborg
Nachtlügen
Hobbit Presse, 2025, Paperback, 464 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Bereits seit 2010 veröffentlicht Lisanne Surborg Kurzgeschichten und Romane, die vor allem im Bereich dunkler Fantasy angesiedelt sind. Am bekanntesten ist sie wohl durch die „Imperator“-Trilogie, die sie zusammen mit Kai Meyer verfasste. Nun stellt sie mit „Nachtlügen“ eine düstere Urban-Fantasy-Welt vor.


Als Nachtalb ist Isla nicht in der Lage zu träumen. Um aber ihre Gesundheit aufrechtzuerhalten, muss sie den Menschen ihre Lichtträume stehlen und ersetzt diese durch Albträume, die mit den tiefsten Ängsten der Schlafenden verbunden sind. Sie erwies sich dabei als ziemliches Naturtalent.

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Leo am Bruhl: Der Baumeister (Buch)

Leo am Bruhl
Der Baumeister
Edition Dornbrunnen, 2025, Taschenbuch, 152 Seiten, 9,95 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Im Rahmen seiner Sammel- und Herausgeber-Tätigkeit stieß Phantastik-Kenner Lars Dangel auf den Namen Leo am Bruhl. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Dangel war von den Kurzgeschichten des Verfassers fasziniert. Hier begegnete ihm ein Autor, über den kaum etwas bekannt ist und über den auch Dangel trotz intensivster Suche nicht wirklich viel in Erfahrung bringen konnte.

Die Forschung erschwert, dass am Bruhl, soweit man dies weiß, nie Romane veröffentlicht hat. Auch in Verlagsarchiven oder Autorenverzeichnissen lässt sich nichts über den Verfasser vergangener Tage auffinden.

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Diabolik (BD)

Diabolik
I 2021, Regie: Antonio Manetti und Marco Manetti, mit Luca Marinelli, Miriam Leone, Claudia Gerini u.a.

Rezension von Elmar Huber

Der Superschurke Diabolik (Luca Marinelli) hält mit seinen spektakulären Raubzügen die Polizei von Clereville in Atem. Immer wieder gelingt es dem Verbrecher, die Beamten an der Nase herumzuführen, und der ehrgeizige Inspektor Ginko hat es sich zum persönlichen Ziel gemacht, den Verbrecher endlich zu schnappen.

Der Zufall kommt ihm zu Hilfe, als die reiche Witwe Eva Kant (Miriam Leone) sich im örtlichen Hotel Excelsior ankündigt. Ihr wertvoller Rosa Diamant soll als Köder für den Verbrecher dienen. Der Dieb hat den Coup bereits geplant und ist der Polizei wie immer einen Schritt voraus. Doch Diabolik hat Eva Kant selbst unterschätzt, die bereits einen Verdacht hat und den Dieb auf frischer Tat ertappt.

Statt ihn der Justiz zu übergeben, findet sie Gefallen an dem Gentleman-Verbrecher und dem Nervenkitzel der Gefahr, sodass beide von nun an als Team agieren.

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Professor Zamorra 1211: Was einen nicht umbringt, Ian Rolf Hill (Buch)

Professor Zamorra 1211
Was einen nicht umbringt (2/2)
Ian Rolf Hill
Bastei, 2020, eBook, 1,99 EUR

Rezension von Elmar Huber

Nach allem, was Lucia Nowak bereits durchgemacht hat, wurde sie nun erneut zum Spielball übernatürlicher Ereignisse (siehe „Professor Zamorra“ Band 1210, „An der Grenze zum Wahnsinn“). Gleich zwei Arten von Vampiren tummeln sich plötzlich in und um die psychiatrische Klinik, in der sich das Mädchen als Patientin aufhält, und fordern erste Opfer.

Professor Zamorra und Nicole Duval haben inzwischen den Weg nach Berlin (in die Klinik) beziehungsweise nach Pechern gefunden, wo Lucias Mutter das Opfer einer Soucouyant (eine Vampirart aus der karibischen Folklore) wurde, geraten jedoch angesichts der unübersichtlichen Lage ins Hintertreffen. Die Fäden der Ereignisse laufen schließlich bei dem Krankenpfleger Simon Kovac zusammen.

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Adi Denner: Kiss of the Nightingale (Buch)

Adi Denner
Kiss of the Nightingale
(The Kiss of the Nightingale, 2024)
Übersetzung: Ulrike Köbele
Fischer Sauerländer, 2025, Hardcover, 496 Seiten, 19,90 EUR

Rezension von Christel Scheja

Adi Denner entdeckte schon früh die Kunst für sich und ist ausgebildete Opernsängerin. Daher lag es auch nahe, dass sie „Kiss of the Nightingale“ in einer Welt ansiedelt, die sie nur allzu gut kennt und dazu noch eine schillernde Epoche dafür auswählt, die besonders passend erscheint.


Cleodora und ihre Schwester haben durch den Tod des Vaters bereits viel verloren, und nun droht ihnen auch noch der vollkommene Absturz. Deshalb greift die junge Frau zu einer verzweifelten Tat. Doch sie wird erwischt. Die Frau, die sie eigentlich bestehlen wollte, macht ihr dennoch ein verlockendes Angebot.

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Benedict Jacka: Magie verpflichtet - Haus Ashford 1 (Buch)

Benedict Jacka
Magie verpflichtet
Haus Ashford 1
(An Inheritance of Magic, 2024)
Übersetzung: Michelle Gyo
Blanvalet, 2025, Paperback, 432 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mit seinen Romanen um Alex Verus hat der britische Autor Benedict Jacka eine Fan-Gemeinde um sich versammelt, die seine Urban-Fantasy-Romane zu schätzen weiß. Nun startet er mit „Magie verpflichtet“, dem ersten Band von „Haus Ashford“, eine weitere Serie, die allerdings nichts mit der ersten zu tun hat, sondern in einer ganz eigenen Welt spielt.


Stephen Oakwood ist eigentlich ein ganz normaler Typ mit einem langweiligen Job, weil er aus einfachen Verhältnissen stammt und nicht mehr erreichen konnte. Aber das ist ihm auch nicht wichtig, hütet er doch ein Geheimnis. Er hat ein Talent für Magie. Allerdings sind die dazu nötigen Materialien und auch die Ausbildung unerschwinglich.

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7 Detektive 1: Miss Crumble - Das gestiefelte Monster (Comic)

7 Detektive 1
Miss Crumble - Das gestiefelte Monster
(Détectives 1: Miss Crumble - Le Monstre botté, 2014)
Text: Herik Hanna
Titelbild und Zeichnungen: Sylvain Guinebaud
Übersetzung: Harald Sachse
Splitter, 2020, Hardcover, 64 Seiten, 16,00 EUR

Rezension von Elmar Huber

August 1918, Sweet Cove, England: Die Nachricht, dass der gefallen geglaubte Graf John Crackersmith zurück ist, verbreitet sich in dem kleinen Dorf wie ein Lauffeuer; die Nachricht seines Todes beruhte auf einer Verwechslung auf dem Schlachtfeld. Sofort vermutet Adelaide Crumble, die ehemalige Lehrerin des Ortes und passionieret Detektivin, dass die Rückkehr des Grafen nicht jedem im Dorf schmecken wird.

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Carol Stroke: Die Prinzessin und der verruchte Assassine - Verbotene Lust (Buch)

Carol Stroke
Die Prinzessin und der verruchte Assassine - Verbotene Lust
Blue Panther Books, 2024, Taschenbuch, 170 Seiten, 12,90 EUR

Rezension von Irene Salzmann

Derzeit liegen acht Bücher von der Autorin mit dem Pseudonym Carol Stroke bei Blue Panther Books vor. Nicht alle sind ausschließlich zeitgenössischen erotischen Momenten gewidmet. Tatsächlich hat die Verfasserin viel Spaß daran, andere Genres hineinzumixen, wie im Fall von „Die Prinzessin und der verruchte Assassine“. Dieser Roman führt die Leserschaft in Fantasy-Reiche und Situationen, die „Verbotene Lust“ aufkommen lassen.

Das Setting “Mythenwelt“ zu nennen, mag wenig phantasievoll erscheinen, definiert jedoch schon auf den ersten Blick die Reiche und Spezies, welche die beiden Hauptfiguren auf ihrer Queste besuchen. Carol Stroke greift auf die typischen Wesen zurück, die man aus klassischen Sagen, Fantasy, Mystery und Horror kennt: Hexen, Werwölfe, Sukkuben, Gestaltwandler, Vampire, Dunkelelfen, Furien, Wendigos… Eigene Kreationen sind leider Fehlanzeige, sodass man ihre Völker automatisch mit allem vergleicht, was man unter dem jeweiligen Stichwort bereits gelesen hat, und das ist nicht wenig. Etwas Eigenes hätte Akzente gesetzt - Chance vertan.

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