Graham Masterton: Fleisch & Blut (Buch)

Graham Masterton
Fleisch & Blut
(Flesh & Blood, 1994)
Übersetzung: Heiner Eden
Festa, 2021, Hardcover, 650 Seiten, 34,99 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Willkommen in Iowa, mitten im Bible Belts der USA. In diesem Staatengürtel, das von so Manchem verächtlich nur Flyover Country tituliert wird, herrscht noch Recht und Gesetz, leben die Menschen gottesfürchtig von der Scholle. Viehzucht und Landwirtschaft prägen die ländlichen Gemeinden, die Menschen gehören, so sagt man zumindest, eher zu dem umgänglicheren Typus. Ausgerechnet in dieser scheinbaren Idylle bringt Farmer Pearson seine kleinen Kinder brutal ums Leben. Den beiden Jüngsten schlägt er den Kopf vom Hals; seine Älteste verfolgt er durch das Maisfeld, bis er glücklicherweise aufgehalten wird.

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Sonja Rüther: Feuertaufe - Geistkrieger 1 (Buch)

Sonja Rüther
Feuertaufe 
Geistkrieger 1
Knaur, 2021, Paperback, 396 Seiten, 10,99 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der ein wesentlicher Teil der Menschheit im Einklang mit der Natur lebt. Das soll aber beileibe nicht heißen, dass man dort auf die Technik verzichten würde. Doch man hat darauf geachtet, die Technik umweltverträglich zu entwickeln, immer wieder erfolgreich technische Innovationen mit der Natur zu verbinden. Eine solche Zivilisation hat naturgemäß einen ganz anderen Zugang zur astralen Ebene des Daseins. Willkommen in Nordamerika - einem Kontinent aber, der mit dem, was wir von den USA, Kanada und Mexiko kennen nichts gemein hat.

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Gruselkabinett 175: Der Student von Prag, H. H. Ewers & L. Langheinrich-Anthos (Hörspiel)

Gruselkabinett 175
Der Student von Prag
H. H. Ewers & L. Langheinrich-Anthos & Marc Gruppe (Script)
Sprecher: Peter Weis, Tim Schwarzmaier, Jonas Minthe u.a.
Titelbild: Ertugrul Edirne
Titania Medien, 2021, 1 CD, ca. 89 Minuten, ca. 8,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Gleich mehrere Vorlagen dienen dem aktuellen 175. „Gruselkabinett“-Hörspiel als Vorlage; zum einen die Novelle von Leonard Langheinrich-Anthos (1890-1944) aus dem Jahr 1930 und zum anderen die Filme von Hanns Heinz Ewers (1871-1943) aus den Jahren 1913 beziehungsweise 1926, auf denen Langheinrich-Anthos’ Geschichte fußt. Der Stoff taucht in die düstere Welt der klassischen Schauer-Romantik ein.

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Sassan Niasseri: A Lifetime full of Fantasy: Das phantastische Kino: Aufstieg, Fall und Comeback (Buch)

Sassan Niasseri
A Lifetime full of Fantasy: Das phantastische Kino: Aufstieg, Fall und Comeback
Schüren, 2021, Paperback, 258 Seiten, 28,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Sassan Niasseri studierte zunächst Diplom-Psychologie an der Freien Universität Berlin, volontierte dann aber beim Stadtmagazin „Tip“ und arbeitete dann als Literatur-Redakteur. Heute ist er Gesamt-Redaktionsleiter der Webseiten von „Rolling Stone“ und „Musikexpress“. Für den Schüren-Verlag, der sich auf Sekundärliteratur zu cineastischen Medien konzentriert, hat er das hier vorliegende Buch „A Lifetime full of Fantasy: Das phantastische Kino: Aufstieg, Fall und Comeback“ verfasst.


Wer heute über fünfzig ist hat noch die erste Fantasy-Welle im Kino mitbekommen, die durch „Krieg der Sterne“ begann und mit Filmen wie „Conan der Barbar“ oder auch „Excalibur“ so richtig in Fahrt kam. Aber bereits Mitte der 80er Jahre war die Luft aus diesem Genre heraus, so dass gerade im nachfolgenden Jahrzehnt kein Fantasy-Film mehr zum Blockbuster wurde.

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Nils Arbol: Naerima und die gestohlene Vergangenheit (Buch)

Nils Arbol
Naerima und die gestohlene Vergangenheit
2019, Paperback, 332 Seiten, 11,99 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Der 1970 geborene Nils Arbol lebt heute im Taunus und liebt es, seinen Kindern Fantasy-Geschichten über mutige Kinder zu erzählen. In seinem Alltag arbeitet er inzwischen als Jurist in einem Unternehmen, was ihm die Zeit gegeben hat, eines der Abenteuer auf Anraten seiner Kinder auch niederzuschreiben. So ist sein Debüt „Naerima und die gestohlene Vergangenheit“ entstanden.


Zwei Jäger finden ein Kind am Waldrand und nehmen es mit in ihr Dorf, auch wenn die Einheimischen selbst kaum wissen, wie sie ihren Nachwuchs durchbringen sollen. Aber es gibt einige, die sich ihm annehmen und es aufziehen. Naerima selbst kann sich nur an ihren Namen erinnern und trägt eine Kette mit einem grünen Stein um ihren Hals. Sie ist aber selbstbewusst genug um zu einer mutigen und stolzen jungen Frau heranzuwachsen, die zusammen mit einem anderen Außenseiter schließlich zu einer wichtigen Mission aufbricht, in der es um nicht weniger als ihre eigene Vergangenheit mit all deren Geheimnissen geht.

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Lars Dangel (Hrsg.): Montezuma (Buch)

Lars Dangel (Hrsg.)
Montezuma
Seltsame und phantastische Erzählungen aus der Zeit von 1836 bis 1948
Titelbild und Innenillustrationen: Heiko Schulze
Dunkelgestirn, 2021, Hardcover, 412 Seiten, 48,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Erneut lassen Eric Hantsch als Verleger und Lars Dangel als kundiger Herausgeber von sich hören. Der eine garantiert dafür, dass das Herz eines jeden Bibliophilen höherschlägt, der andere sorgt mit seiner kundigen Expertise dafür, dass die Freunde klassischer Phantastik einmal mehr vergessene Perlen derselben genießen dürfen.

Inzwischen kennen wir die handwerklich vorzügliche Arbeit bereits: marmorierte Deckel, geprägter Rücken, Lesebändchen, hochwertiges Papier und zu (fast) jeder Geschichte eine extra dafür gefertigte Farbillustration nebst dem Schuber - da lacht das Herz des Bücherfreundes - und daraus erklärt sich auch der Preis des umfangreichen Titeld, mit dem ganz gewusst kein Gewinn erzielt werden soll.

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Sara Erb: Lichtmagie - Chelsea Stern 1 (Buch)

Sara Erb
Lichtmagie
Chelsea Stern 1
adakia, 2021, Taschenbuch, 272 Seiten. 14,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Die 1993 geborene Sara Erb ist nicht nur Autorin, sondern auch spiritueller Coach für Selbstbewusstsein & YIN-Energie. In ihren Geschichten stellt sie selbstbewusste Heldinnen in den Vordergrund, die erst einmal erkennen müssen, dass alles, was sie brauchen, in ihnen steckt und nur erwachen muss. Das zeigt sie auch in ihrer Trilogie um „Chelsea Stern“, deren erster Band „Lichtmagie“ nun erschienen ist.


Überraschend stellt Chelsea fest, dass sie eine ganz besondere Gabe ihr Eigen nennt, denn mehr oder weniger überraschend landet sie per Teleportation in Italien, obwohl sie eigentlich in die Uni wollte. Schnell ahnt sie, dass mehr hinter allem steckt und ihre Mutter Clarissa ihr Einiges verheimlicht hat. Nur gut, dass sie in Rick, den sie im Hörsaal das erste Mal begegnet, jemanden findet, der sich in dieser fremden neuen Welt auskennt. Chelsea muss nämlich schnell lernen, mit ihrer Gabe umzugehen, denn schon ist Gefahr in Verzug und sie muss sich schon bald einer dunklen Organisation und den Schatten der eigenen Vergangenheit stellen.

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Bent Ohle: Die Kommissarin und der Metzger - Auf Messers Schneide (Buch)

Bent Ohle
Die Kommissarin und der Metzger - Auf Messers Schneide
Landwirtschaftsverlag Münster, 2021, Paperback, 240 Seiten, 14,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der 1973 in Wolfenbüttel geborene und in Braunschweig aufgewachsene Bent Ohle studierte Film- und Fernsehdramaturgie, ist aber heute eher als Autor verschiedenster Jugend- und Kriminalromane aktiv und veröffentlicht nun mit „Die Kommissarin und der Metzger - Auf Messers Schneide“ seinen ersten Münsterland-Krimi.


Tanja Terholte arbeitet als Kriminalhauptkommissarin und nebenberuflich kümmert sie sich auch mit um den Hof der Familie. Da ihr Bruder Rudi Schlachter ist, hat sie schon Einiges gesehen, aber nicht so etwas wie die bis zur Unkenntlichkeit zerteilte Leiche, deren Stücke nach und nach bei einigen Nachbarn auftauchen. In ihrem Heimatort macht sie sich deshalb auf die Suche nach weiteren Teilen des Toten und den Gründen für den Mord. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Bruder, der als Schlachter und Hobby-Forensiker mehr Ahnung zu haben scheint als der dilettantische Gerichtsmediziner in Münster. Und tatsächlich ist so Manches komplexer als gedacht - auch dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit kommen dabei ans Licht.

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Nika S. Daveron: Allein durch die Sterne (Buch)

Nika S. Daveron
Allein durch die Sterne
Piper, 2021, Taschenbuch, 272 Seiten, 10,00 EUR (auch als eBook erhältlich))

Rezension von Gunther Barnewald

Dieses kleine Taschenbuch einer jungen deutschen Autorin ist ein absoluter Widerspruch in sich und extrem ambivalent zu bewerten. Denn einerseits erzählt es eine schöne, gar nicht schwülstige oder seifige Liebesgeschichte auf eine für eine junge Autorin überraschend reife und stilistisch brillante Art, andererseits ist der Inhalt der Erzählung dermaßen unglaubwürdig, an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch, dass man aus dem Kopfschütteln als Leser kaum heraus kommt.


Doch zunächst einmal zum Inhalt: Die junge Ariadne Martell lebt in Lille in Frankreich und ist gerade dabei, ihr langweiliges Studium hinzuschmeißen, ohne einen Plan B zu haben. Als sie mit Freundinnen Badminton spielen gehen will, verschwindet plötzlich die Menschheit von diesem Planeten, abrupt und ohne Vorwarnung, und ohne dass die junge Frau eine Erklärung dafür finden würde.

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Menna van Praag: Die Schwestern Grimm (Buch)

Menna van Praag
Die Schwestern Grimm
(The Sisters Grimm, 2020)
Übersetzung: Anu Katariina Lindemann
Heyne, 2021, Paperback, 608 Seiten, 17,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Sie leben unter uns, die Kinder Wilhelm Grimms. Nun kennen wir den Namen Grimm von den Brüdern Grimm - doch dieser vielfache Vater ist weit mehr, als ein Märchen-Chronist. Er ist ein Dämon dessen Plan es ist, sich die Welt untertan zu machen. Dabei geht der Dämon mit Akribie und zynischer Brutalität vor. Nicht etwa, dass er seine Kinder schützt und hegt, nein, er jagt diese einander auf den Hals.

Die männlichen Abkömmlinge, Erleuchtete wie sie genannt werden, sind dazu angehalten ihre Halbschwestern zu jagen und zur Stecke zu bringen - dauerhaft versteht sich. Wenn der Mond im ersten Viertel ist, um genau 3.33 Uhr, öffnen sich für die Jäger die Tore nach Everwhere, dem Ort, an dem sich die Grimm-Schwestern sammeln.

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