Roshani Chokshi: Die silbernen Schlangen (Buch)

Roshani Chokshi
Die silbernen Schlangen
(The Silvered Serpents, 2018)
Übersetzung: Hanna Christine Fliedner & Jennifer Thomas
Titelbild: Kerri Renick
Arctis, 2021, Hardcover, 446 Seiten, 19,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Wir befinden uns im Europa des Jahres 1889. Im Schatten der Weltausstellung hat der Lebemann, Mäzen und Bohémien Séverin Montagnet-Alarie schon einmal gegen eine höchst geheime Organisation gekämpft. Letztlich ging es darum, die Schergen des gefallenen Hauses daran zu hindern, dem Orden von Babel bestimmte Relikte zu entreißen und sich damit zu Weltherrschern aufzuschwingen.

Der tragische Kampf kostete Séverin seinen geliebten Bruder, brachten ihn und seine drei Verbündeten aber auch auf die Spur eines verschollenen Artefakts. Im schlafenden Palast soll es zu finden sein - die Rede ist vom sagenumwobenen Buch der göttlichen Lyrik, mit dessen Hilfe sich Menschen zu Göttern erheben können.

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Gespenster-Krimi 34: Die Brut aus der Gräberstadt, Camilla Brandner (Buch)

Gespenster-Krimi 34
Die Brut aus der Gräberstadt
Camilla Brandner
Titelbild: Rudolf Sieber-Lonati
Bastei, 2020, Romanheft, 68 Seiten, 1,90 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Elmar Huber

„Der UOB, sagten sie, sei so unermesslich groß, dass er mit dem grenzenlosen schwarzen Ozean eins wurde. Er sei blind und taub, sprachlos und reglos, aber in seiner formlosen Hülle hauste ein ungeheuer mächtiges Bewusstsein, das sich Risse und Sprünge um Gewebe der Wirklichkeit zunutze machte, um in die Gedanken und Träume der Menschen einzudringen.“

Um einen Bericht für die Kategorie ‚Ungelöste Rätsel‘ zu schreiben, nimmt sich Journalist Jens Heilbach einen fünf Jahre alten Fall vor. In Bruchtal sind damals zwei Kinder unter mysteriösen Umständen verschwunden. Augenscheinlich wurden sie durch ein Loch förmlich in den Boden gesaugt.

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Frank Gerigk (Hrsg.): Die Welten des Jörg Weigand (Buch)

Frank Gerigk (Hrsg.)
Die Welten des Jörg Weigand
Titelbild: Rainer Schorm
p.machinery, 2021, Paperback, 356 Seiten, 16,90 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Jörg Weigand ist dem Leser und Fernsehzuschauer aus einer Vielzahl von Veröffentlichung ein Begriff. Er hat sich mit seinem Pseudonym-Lexikon um die Hebung unglaublich vieler Aliasse verdient gemacht, hat dem Leihbuch seine Referenz erwiesen und nicht zuletzt eine stolze Anzahl von anspruchsvollen Anthologien herausgegeben.

Erst kürzlich erschien bei p.machinery ein Band mit Beiträgen von Kollegen und Bewunderern zu seinem 80. Geburtstag (Schorm/Weigand (Hrsg.): „In 80 Jahren um die Welt - Jörg Weigand zum Jubeltage“).

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Florian Clever: Mervaron - Schwert und Meister 1 (Buch)

Florian Clever
Mervaron
Schwert und Meister 1
2020, Paperback, 140 Seiten, 7,95 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Florian Clever hat in seinem Leben schon viel gemacht: Er studierte Ökonomie, fuhr als Maat auf Charterschiffen aus, war Postbote und Werbetexer eher er anfing, Spannungslektüre zu verfassen. Schon in den 80er Jahren war er von Fantasy fasziniert und lange Jahre in Pen-und-Paper-Rollenspielgruppen aktiv. „Schwert und Meister“ ist seine zweite Fantasy-Saga, deren erster Band „Mervaron“ heißt.


Glen lebt in einer kleinen Stadt zusammen mit seiner Familie und eifert seinem Vater nach, der Waffen aus dem kostbaren Erz der Berge schmiedet, dem „Niyn“, auch rotes Gold genannt. Der Junge ist selbst begabt, denn er kann das Metall spüren. Doch noch ist er sich der Macht, die daraus erwächst, nicht so bewusst. Auch nicht, als ein Krieg um das Erz entbrennt, das sein ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.

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M. R. Forbes: Totengott - Der Nekromant 4 (Buch)

M. R. Forbes
Totengott
Der Nekromant 4
(Dead End)
Übersetzung: Deborah Barnett
Titelbild: Jelena Begovic & Matthias Lück
Mantikore, 2020, Paperback, 324 Seiten, 14,95 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Conor Night gehörte zu denen, die auf der Sonnenseite lebten. Als geachteter und beliebter Arzt arbeitete er im örtlichen Krankenhaus, nannte ein kleines Haus, einen Tesla und eine liebe Familie sein Eigen. Dann schlug das Schicksal zu: Krebs, inoperabel. Lungenkrebs, obwohl er nie in seinem Leben auch nur einen Klimmstängel angesehen hatte!

Quasi zum Ausgleich, bekam er nach der Umkehrung die Gabe der Nekromantie verliehen. Er kann, zumeist ob der Beschwörung, angepisste Tote - Tiere wie Menschen - zum Leben erwecken und kontrollieren.

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Green Arrow Megaband 4: Wolfsblut (Comic)

Green Arrow Megaband 4
Wolfsblut
(Convergence Speed Force 2 (II), Green Arrow (Vol. 5) 41-52, Green Arrow Annual 1, 2015/2016)
Text: Benjamin Percy
Titelbild: Szymon Kudranski
Zeichnungen. Federico Dallocchio, Fabrizio Fiorentino u.a.
Übersetzung: Jörg Fassbender
Panini, 2016, Paperback, 324 Seiten, 28,00 EUR

Rezension von Elmar Huber

In diesem vierten Megaband der „Green Arrow“-Serie von 2011, die von Jeff Lemire begonnen wurde, übernimmt Benjamin Percy die Geschicke des grünen Bogenschützen. Einen Namen hat sich Percy mit den Horror-Romanen „Roter Mond“ und „Wölfe der Nacht“ gemacht, inzwischen dürfte er allerdings als Comi-Autor sogar noch bekannter sein („Nightwing“, „James Bond“, „Wolverine“). Die Vorliebe für Horror-Szenarien trägt er auch in die „Green Arrow“-Geschichten, was dem Helden gar nicht so schlecht zu Gesicht steht.

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Montagues Monster 1: Das Erwachen, Azrael Ap Cwanderey (Buch)

Montagues Monster 1
Das Erwachen
Azrael Ap Cwanderey
Titelbild: Azrael Ap Cwanderey
Hammer Boox, 2019, eBook, 2,99 EUR (auch als Taschenbuch erhältlich)

Rezension von Elmar Huber

„Er überprüfte seltsame Symbole und mystische Markierungen an den Fenstern und den zwei Türen: Zeichen, die er selbst angebracht hatte und die nur er wahrnehmen konnte. Sie waren Teil seiner Aufgabe hier und dienten zum Schutz gegen übersinnliche Mächte. Allerdings nicht zu Montagues eigenem Schutz, sie sollten das Böse nicht von dem Haus fernhalten, sondern zu dem der Dorfbewohner. Sie dienten dazu, es in ihm festzuhalten.“

Montague McGalagher lebt seit einigen Jahren unbescholten und von den Einheimischen wohlwollend aufgenommen in dem österreichischen Örtchen Glainach. Eines Tages geschehen gleich zwei ungewöhnliche Dinge: Eine Reporterin ist auf der Suche nach dem gebürtigen Schotten, und ein Araber hat sich im örtlichen Wirtshaus einquartiert.

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Infinity Wars Megaband: Infinity Warps (Comic)

Infinity Wars Megaband: Infinity Warps
(Arachknight 1-2, Ghost Panther 1-2, Infinity Warps 1-2, Infinity Wars: Weapon Hex 1-2, Iron Hammer 1-2, Sleepwalker 1-4, Soldier Supreme 1-2, 2018/2019)
Text: Ben Acker, Ben Blacker u.a.
Titelbild: Humberto Ramos
Zeichnungen: Garry Brown, Natacha Bustos u.a.
Übersetzung: Alexander Rösch
Panini, 2019, Paperback, 356 Seiten, 35,00 EUR

Rezension von Elmar Huber

Mit Hilfe der sechs Infinity-Steine hat Thanos‘ Ziehtochter Gamora das Marvel-Universum zusammengefaltet. Bekannte Charaktere sind zu neuen Helden, neuen Sidekicks und neuen Schurken verschmolzen.


Wer sich noch an das „DC vs. Marvel“-Event und das „Amalgam-Universum“ erinnern kann, der weiß etwa, was ihn hier erwartet, nur läuft „Infinity Warps“ Marvel-intern. Dazu etwas „Just Imagine“ (Stan Lee schreibt alternative Origin-Storys von DC-Helden), und fertig sind die Geschichten um „Arachknight“ (Spider-Man + Moon Knight), „Iron Hammer“ (Iron Man + Thor), „Soldier Supreme“ (Captain America + Doctor Strange), „Ghost Panther“ (Ghost Rider + Black Panther) und so weiter.

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Robert J. Crane: Dämonenjäger - Southern Watch 1 (Buch)

Robert J. Crane
Dämonenjäger
Southern Watch 1
(Called - Southern Watch 1, 2014)
Übersetzung: Wolfgang Schroeder
Titelbild: Michael Schubert
Luzifer, 2021, Taschenbuch, 314 Seiten, 13,95 EUR (auch als eBook

Rezension von Carsten Kuhr

Nach Midian, Tennessee, verirrt sich nun wirklich niemand absichtlich. Hinterwäldlerisch, uninteressant, da passiert nichts - so die weit verbreitete Meinung über die Ortschaft. Und wirklich, sagen sich in einem kleinen Kaff zwischen Knoxville und Chattanooga Fuchs und Hase Gute Nacht.

Selbst die örtlichen Ordnungskräfte aus dem Sheriff-Büro können kaum einmal Überstunden auf ihrem Zeitkonto buchen. Ein paar Verkehrsrowdies, mal eine kleine Schlägerei im örtlichen Honkytonk - das war’s aber dann auch für den frisch vermählten Archibald Stan - ein dunkelhäutiger Quarterback-Verschnitt in Uniform - und seine Kollegen.

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Thilo Corzilius: Diebe der Nacht (Buch)

Thilo Corzilius
Diebe der Nacht
Hobbit Presse, 2020, Hardcover, 476 Seiten, 22,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Karl E. Aulbach

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Der Roman „Diebe der Nacht“ von Thilo Corzilius hat einige gewaltige Aufbaufehler, die den Lese-Genuss doch enorm stören. Wenn der Band nicht gerade das Lektorat der renommierten Hobbit-Presse durchlaufen hätte, könnte man meinen, dass es sich um Anfängerfehler handeln würde, was insoweit aber auch nicht ganz richtig wäre, da Thilo Corzilius mit „Ravinia“, „Dorn“ und einigen weiteren Publikationen aufwarten kann.

Also ist wohl eher davon auszugehen, dass der Aufbau bewusst so gewählt wurde, um sich von anderen Fantasy-Romanen abzusetzen. So ein ungewöhnliches Experiment kann funktionieren - „Der Herr der Ringe“ ist wohl das beste Beispiel dafür -, dann muss aber die Qualität an anderer Stelle massiv überzeugen, was hier leider nicht der Fall ist.

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