Mechthild Gläser: Das Buch der Seelen (Buch)

Mechthild Gläser
Das Buch der Seelen
Loewe, 2022, Paperback, 448 Seiten, 16,95 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mechthild Gläser studierte zwar Medizin und tanzt Ballett, aber sie schreibt nun auch schon seit einigen Jahren erfolgreich Jugendbücher, die mit der Zeit gehen und gerne die moderne Welt mit einem guten Schuss Phantastik verbinden. Nun ist „Das Buch der Seelen“ erschienen, eine weitere Geschichte, in der es übersinnlich zugeht.


Elsies Familie folgt seit Generationen einer Tradition. Bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert führten sie erfolgreich ein Fotostudio und natürlich will das Mädchen in die Fußstapfen ihrer Vorfahren treten. Zudem liebt sie es, in einem bestimmten Album zu blättern. Ein Bild hat es ihr dabei besonders angetan - das eines jungen Lords mit wehenden Haaren. Doch das ist zusammen mit einigen anderen eines Tages verschwunden. Die verzweifelte Suche nach den Fotos und deren Dieb stürzt sie schon bald in ein gefährliches Abenteuer und bringt sie einem wohl gehüteten Geheimnis ihrer Familie nahe.

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Mithu Sanyal: Mithu Sanyal über Emily Brontё (Hörbuch)

Mithu Sanyal
Mithu Sanyal über Emily Brontё
Bücher meines Lebens 2
Herausgeber: Volker Weidermann
Vollständige Lesung von Mithu Sanyal
Mit einem Vorwort von Volker Weidermann, gelesen von Bernd Reheuser
Argon, 2022, Download, ca. 197 Minuten, 10,00 EUR

Rezension von Irene Salzmann

Über Mithu Melanie Sanyal erfährt man aus der Wikipedia, dass sie die Tochter eines indischen Vaters und einer polnischen Mutter ist, 1971 in Düsseldorf geboren wurde, verheiratet ist und zwei Kinder hat. Nach einem Studium der deutschen und englischen Literatur promovierte sie über „Die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals“. Die Doktorarbeit lieferte die Vorlage zu dem Buch „Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“. Ihr weiterer Lebensweg liest sich wie eine links-feministische-antirassistische Bilderbuchkarriere, die von diversen Publikationen (Bücher, Hörbücher, Artikel) zu den entsprechenden Themen begleitet wird [21.12.2022].

Recherchiert man den Namen Mithu, der wie „me too“ klingt, erfährt man, dass es sich um einen in Deutschland seltenen Namen indischen Ursprungs handelt, der vor allem in den Jahren 1971 bis 1973 und zwischen 2000 und 2010 einige Male registriert wurde [21.12.2022]. Falls jemand Bezüge zu knüpfen versucht: Der Hashtag „MeToo“ kam erst 2017 auf.

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Britta Habekost: Melodie des Bösen (Buch)

Britta Habekost

Melodie des Bösen

Kommissar Julien Vioric ermittelt 2

Penguin, 2022, Hardcover, 464 Seiten, 22,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mit „Stadt der Mörder“ startete Britta Habekost ihre Reihe mit historischen Kriminalromanen aus dem Paris der zwanziger Jahre, „Kommissar Julien Vioric ermittelt“. Nun setzt sie die Reihe mit einer weiteren Geschichte fort, die einige Monate später im Jahr 1925 spielt und andere Facetten der Pariser Kunstwelt aufgreift, nämlich die der Musik. Das geschieht mit der „Melodie des Bösen“, wobei der Roman zwar gelegentlich Bezug auf den Vorgänger nimmt, aber doch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

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Katja Brandis: Im Herz des Weißen Waldes - Daresh 1 (Buch)

Katja Brandis

Im Herz des Weißen Waldes

Daresh 1

Titelbild: Max Meinzold

Fischer KJB, 2022, Hardcover, 396 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Katja Brandis trat Anfang des Jahrtausends erstmals in Erscheinung und hat sich inzwischen einen Namen als bekannte und beliebte Fantasy-Jugendbuch-Autorin gemacht. Fischer legt nun noch einmal ihren „Daresh“-Zyklus in von ihr selbst überarbeiteter Fassung auf. „Der Verrat der Feuergilde“ erscheint nun unter dem Titel „Im Herz des Weißen Waldes“.


Vier Gilden der Elemente, deren Mitglieder besondere Gaben besitzen, leben in Daresh, das im Moment jedoch von Zwist und Bürgerkrieg zerrissen ist, denn die einzelnen Gruppen sind einander nicht hold und beschuldigen sich immer wieder verschiedener Übergriffe. Und die Regentin, die sie eigentlich führen soll, scheint von nichts zu wissen.

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Algernon Blackwood: Traumpfade & weitere unheimliche Geschichten (Buch)

Algernon Blackwood
Traumpfade & weitere unheimliche Geschichten
Übersetzung: Achim Hildebrand
Titelbild: Björn Ian Craig
2022, Paperback, 290 Seiten, 15,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

2018 veröffentlichten Michael Schmidt und Achim Hildebrand mit „Aileen“ bereits einen ersten Band mit gesammelten Geschichten des Briten Algernon Blackwood. Der Band beinhaltete alle vorher in den verschiedenen „Zwielicht“-Magazinen erschienen deutschen Erstveröffentlichungen der Erzählungen sowie eine Bonusgeschichte, die bis dato noch nicht erschienen war, und wurde von den Lesern begeistert aufgenommen.

In jeder Ausgabe des „Zwielicht“-Magazins würde auch fürderhin eine deutschsprachige Erstveröffentlichung von Blackwood enthalten sein, so dass wir, nach einer langen Wartepause, wohl mit einem zweiten, vom Publikum nachgefragten Sammelband würden rechnen können - so die nicht unberechtigte Hoffnung.

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Cho Nam-Joo: Miss Kim weiß Bescheid (Hörbuch)

Cho Nam-Joo
Miss Kim weiß Bescheid
(Miss Kim Knows And Other Stories, 2021)
Übersetzung: Inwon Park
Gekürzte Lesung von Christiane Marx, Sabine Arnhold
Argon, 2022, Download, ca. 702 Minuten, 20,95 EUR

Rezension von Irene Salzmann

Cho Nam-Joo wurde 1978 in Seoul/Süd-Korea geboren, wo sie gegenwärtig mit ihrer Familie lebt. Ihre Publikationen sind geprägt von persönlichen Erlebnissen und Beobachtungen. Vorzugsweise thematisiert sie aus weiblicher Sicht die Traditionen und Regularien, die das Leben der Menschen bestimmen, insbesondere das Einfügen in hierarchische, patriarchalische Strukturen, und die Bemühungen, sich diesen wenigstens teilweise zu entziehen. 

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John Langan: Der Angler (Buch)

John Langan
Der Angler
(The Fisherman, 2016)
Übersetzung: Michael Weh
Titelbild: Gustave Doré
Wandler, 2022, Paperback, 404 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

„Nennen Sie mich nicht Abraham, nennen Sie mich Abe.“ So stellt eben jener Abe sich uns vor. Abe hat es wahrlich nicht einfach im Leben: Kaum hat er seine wesentlich jüngere Liebe seines Lebens gefunden, erkrankt diese an Brustkrebs. Drei Monate gibt er sich der Flasche hin, bekommt aber von IBM (damals noch ein Arbeitgeber, der sich ums eine Angestellten kümmert) bezahlten Trauer-Urlaub.

Abe findet ein neues Hobby. Ob ihn, wie einige Verwandte meinen, seine tote Frau zum Angeln gebracht hat, mag dahinstehen, er findet an den Ufern der Flüsse und Seen in New Jersey die so dringend benötigte Ruhe und Erholung. Später findet er in einem Kollegen eine verwandte Seele. Dan Dresher verlor seine Familie bei einem Verkehrsunfall. Beide Witwer gehen, trotz des Altersunterschieds, gemeinsam Angeln, erzählen sich Geschichten und kommen zu sich selbst.

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C. E. Bernard: Das Flüstern des Zwielichts (Buch)

C. E. Bernard

Das Flüstern des Zwielichts

Wayfarer-Saga 2

Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer

Penhaligon, 2021, Paperback, 382 Seiten, 15,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

C. E. Bernard alias Christine Lehnen präsentiert nach zuvor erschienenen doch eher handfesten Dystopie, die auf einer Erde der Zukunft spielte, ein Abenteuer in einer reinen Fantasywelt, in der Licht und Schatten um die Vorherrschaft kämpfen. Nach „Das Lied der Nacht“ erscheint nun „Das Flüstern des Zwielichts“, der zweite Band der „Wayfarer“-Saga.

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Brandon Mull: Schattenplage - Fabelheim 3 (Buch)

Brandon Mull
Schattenplage
Fabelheim 3
(Grip of the Shadow Plague, 2009)
Übersetzung: Hans Link
Titelbild und Innenillustrationen: Marie Beschorner
Adrian, Paperback, 514 Seiten, 14,95 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Überall auf der Welt haben sich die magischen Kreaturen zurückgezogen. Verfolgt von Menschen, die ihnen Böses wollen, die sie jagen und töten, haben sie sich in sieben Reservate geflüchtet. Bewacht von den Rittern der Morgenröte leben sie dort beschützt und friedlich ihr Leben.

Das Geschwisterpaar Kendra und Seth ahnte nicht, was auf sie zukommen würde, als sie der Einladung ihrer ihnen bis dahin unbekannten Großeltern folgten, die sie in den Ferien auf ihre abgelegene Farm einluden. Dass sie Feen, Trolle und Golems erwarten würden, hätten sie nie für möglich gehalten. Statt iPod und Internet gilt es nun, sich mit Zentauren zu unterhalten, die Nixen und Satyre zu studieren und die Wichtel mit Arbeit zu versorgen.

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Silvia Moreno-Garcia: Der mexikanische Fluch (Hörbuch)

Silvia Moreno-Garcia
Der mexikanische Fluch
(Mexican Gothic, 2020)
Übersetzung: Frauke Meier
Ungekürzte Lesung von Julia Nachtmann
Der Audio Verlag, 2022, 2 CDs, ca. 750 Minuten, 22,00 EUR

Rezension von Elmar Huber

Mexiko-Stadt, 1950: Ein besorgniserregender Brief ihrer Cousine Catalina veranlasst die junge Noemí Taboada dem abgelegenen Sitz der Familie Doyle einen Besuch abzustatten, wo sie sich ein Bild vom Gesundheits- und Geisteszustand ihrer Cousine machen soll.

Noemí ist alles andere als willkommen auf dem Anwesen, das zweifellos schon bessere Tage gesehen hat und, ebenso wie die Bewohner, eine unfreundliche Kälte ausstrahlt. So wundert es nicht, dass die einst lebenslustige Catalina beinahe apathisch das Bett hütet. Ihr Zustand wird als Tuberkulose abgetan, was strikte Ruhe und wöchentliche Besuche des Hausarztes erfordert. Alle Versuche, eine zweite Meinung einzuholen, oder Catalina vielleicht sogar nach Mexiko-City mitzunehmen, um sie dort einer psychiatrischen Behandlung zuzuführen, werden abgeblockt.

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