Literatur-News

Erschienen: "In dunklen Gegenden"

In der Edition Atelier ist der Erzählband "In dunklen Gegenden" von Thomas Ballhausen erschienen. Der Verlag über das Buch: Ein altes leerstehendes Haus wird zum Grab einer vergangenen Jugend, ein Chefkartograf erzählt von seinem letzten großen Auftrag, und ein Geschichtsschreiber findet sich in einer scheinbar ausweglosen Situation unter der Erde wieder... Vieles in Thomas Ballhausens Erzählungen passiert im Kopf der Figuren und in einer anderen Wirklichkeit. Gedanken und Beobachtungen werden exakt aufgezeichnet, nicht ohne dabei auch rätselhaft und magisch zu sein. Ballhausen reflektiert unseren Umgang mit Geschichte, Erinnern und Vergessen – und söhnt auf betörende Weise das Poetische mit dem Politischen aus. In seinem neuen Erzählband stellt er erneut seine Vorliebe fürs Fantastische unter Beweis, er entführt uns in "dunkle Gegenden", ohne dabei kryptisch oder unwirklich zu sein. Zu Komplizen werden die Erzählungen auch bei ihrer Sprache und beim fast ehrfürchtigen Spiel mit der Literatur und der Musik. (Hardcover, 104 Seiten, 14,95 EUR, ISBN 978-3-902498-94-6 (auch als eBook erhältlich, 9,99 EUR)

Erschienen: "Das Gespensterhaus in Hildesheim"

Klassische Spukgeschichten aus dem 19. Jahrhundert verspricht der neueste Band der "Edition CL": "Das Gespensterhaus in Hildesheim" präsentiert unheimliche Erzählungen um geisterhaften Applaus, der eine Schauspielerin in die Melancholie treibt, einen Jüngling der des Nachts von einem Gespenst heimgesucht wird und sich am anderen Morgen selbst nicht wiedererkennt, oder einem Haus in Hildesheim, in dem ein Teufelsspukt treppauf und treppab geht. Insgesamt neun Geschichten des 1821 in Schlesien geborenen Autors Feodor Wehl (eigentlich Feodor von Wehl zu Wehlen) warten darauf, wiederentdeckt zu werden. Wehl war Doktor der Philosophie und als Journalist und Autor ein kritischer Beobachter seiner Zeit. Er fungierte außerdem als Dramaturg am Magdeburger Stadttheater und war Intendant am Stuttgarter Hoftheater. 1890 starb Wehl in Hamburg, wo er ab 1886 als freier Schriftsteller gewirkt hatte. (Titelbild und Illustrationen: Axel Weiß, Hardcover, 292 Seiten, 18,00 EUR)

Gestorben: Stefan Lübbe (1957–2014)

Stefan Lübbe ist tot. Der Sohn von Ursula und Gustav Lübbe, die Anfang der 50er Jahre mit dem Bastei Verlag den Grundstein für das heute als Aktiengesellschaft firmierende Verlagshaus legten, wurde 57 Jahre alt. Er erlag gestern in Südfrankreich einem Herzinfarkt. Seine Ehefrau Birgit Lübbe übernimmt das verlegerische Erbe und wird die unternehmerischen Interessen der Familie wahren. 2001 hatte Stefan Lübbe die Verlagsleitung übernommen. In der Folgezeit wurde unter ihm der Verlag neu aufgestellt, und man zog von Bergisch Gladbach nach Köln. Stefan Lübbe war Vorstandsmitglied und Hauptaktionär der AG. Auch war er Vorstandsvorsitzender der Ursula Lübbe Stiftung und trug hier Verantwortung.

Erschienen: "Des Teufels Magie"

Bei EMMERICH Books & Media ist "Des Teufels Magie" von Hugh Walker erschienen. Mit diesem Buch wird der Nachdruck von Hugh Walkers Horror-Veröffentlichungen im Erich Pabel Verlag abgeschlossen. Das Buch beinhaltet umfangreiches Zusatzmaterial: Neben zwei Kurzgeschichten ("Der Gott aus der Vergangenheit" und "Umleitung in einen Albtraum") und den Exposés zu den beiden Romanen finden sich die Begleitartikel "Hugh Walkers "Lebendig begraben"" und "Hugh Walker und der Abgott" von Horst Hermann von Allwörden. Weiterhin gibt es einen Abriss über die Covergestalter der Erstausgaben: C.A.M. Thole und Nikolai Lutohin (inklusive dem Abdruck der Originaltitelbilder) von Peter Emmerich. Der Verlag über die beiden enthaltenen Romane: "Lebendig begraben": Wenn jemand lebendig begraben wird, liegt der Fehler nicht immer beim Leichenbeschauer. Womöglich kann der Betreffende gar nicht sterben. Genauso ergeht es Gerrie Bermann, der diese Besonderheit auf seine Weise missbraucht. Unter dem Deckmantel des Normalen hinterlässt er auf seinem Weg eine Spur menschlicher Verwüstung. "Die Robot-Mörder": Fritz Kühlberg zweifelt an seinem Verstand, als ihm genau die Frau begegnet, die er vor Kurzem überfahren und für tot gehalten hat. Auf den ersten Blick wirkt sie unverletzt, doch ist sie wirklich lebendig? Ihre beunruhigende Wesensveränderung scheint sich auf Fritz zu übertragen. Er gerät unter den Einfluss eines bizarren Rituals, das seine Persönlichkeit auszulöschen droht. (Taschenbuch, 296 Seiten, 13,95 EUR, ISBN 9781500949068 (auch als eBook erhältlich, 4,95 EUR))

Erschienen: "Nick"-Sonderband & "Die Legende von Liver-Eating Johnston"

Im Verlag Peter Hopf sind zwei neue Bücher erschienen. Zum einen ein "Nick"-Sonderband vom Markus Kastenholz. Zum anderen ein Historischer Roman von Alfred Wallon.

"Nick"-Sonderband, Markus Kastenholz
(Titelbild: Hansrudi Wäscher, Hardcover, 236 Seiten, 39,90 EUR, ISBN 978-3-86305-072-6)

Bei Comiclesern der ersten "goldenen" Generation sind sie bis heute unvergessen: Die Piccolo-Sonderbände, herrliche vierfarbige Großbände, in denen der Walter Lehning Verlag ab 1954 abgeschlossene Abenteuer fast all seiner Piccolo-Helden veröffentlichte. In der Endphase der Reihe kamen 1958 auch noch drei Hefte zu den Abenteuern des Weltraumhelden Nick heraus, mit deren Veröffentlichung kurz zuvor begonnen worden war – natürlich alle ersonnen und gezeichnet von nimmermüden Hansrudi Wäscher. Der vorliegende Sonderband bringt nun die Roman-Adaptionen jener drei Geschichten und stellt damit die unverzichtbare Ergänzung der regulären "Nick"-Buchreihe dar. "Jagd auf R3", "Schiffbruch im Weltraum", "Angriff aus dem All" – drei weitere Trips in eine Zeit, in der dem menschlichen Forschergeist in den unendlichen Weiten des Alls keine Grenzen gesetzt zu sein schienen…

Alfred Wallon: "Die Legende von Liver-Eating Johnston"
(Titelbild: Axel Blotevogel, Taschenbuch, 364 Seiten, 14,90 EUR, ISBN 978-3-86305-089-4 (eBook in Vorbereitung))

Zahlreiche Legenden ranken sich um John Johnston, der ursprünglich unter dem Namen Garrison geboren wurde und während des Mexikanischen Krieges zur See fuhr. Nachdem er Ärger mit einem Offizier bekam, desertierte er, nannte sich von diesem Zeitpunkt an John Johnston und zog weiter nach Westen. Er war beim Goldrausch in der Alder Gulch in der Nähe von Bannack/Montana dabei und betätigte sich anschließend mit seinem Partner John Xavier Beidler im Holzhandel. In seinem rastlosen Leben zwischen 1846 und 1880 kämpfte er gegen Sioux und war in zahlreiche Auseinandersetzungen mit verschiedenen Stämmen verwickelt. In dieser Zeit erhielt er auch seinen „Kriegsnamen“ Liver Eating Johnston, der aber nur aufgrund eines Missverständnisses zustande kam und trotzdem für weitere Legenden sorgte.

Erschienen: "Animals' World"

Bei p.machinery ist die von Alisha Bionda herausgegebene Anthologie "Animals' World" erschienen, unter anderem mit Storys von Florian Hilleberg, Annika Dick, Margret Schwekendiek, Guido Krain und Sören Prescher. Der Verlag über das Buch: Was ist Fur Fiction? Die Antwort ist einfach: Es ist tierische Fantastik. Aber: Wo fängt Fur Fiction an, wo hört sie auf? Die Antwort darauf geben die Autoren dieser Kurzgeschichtensammlung – und das in überraschender Vielfalt. Spielt die eine Story auf dieser Erde im Hier und Jetzt, handelt die nächste Episode in fiktiven Welten und anderen Zeiten. Sind die einen Akteure reine Tiere, kommen die anderen als Mutanten daher. Alles ist möglich. In "Animals' World". (Covergrafik & Innengrafiken: Crossvalley Smith, Taschenbuch, 220 Seiten, 10,90 EUR)

Erschienen: "Die Knochenkirche"

Bei Fabylon ist als Band 10 der von Alisha Bionda herausgegebenen Reihe "ARS LITTERAE" die Anthologie "Die Knochenkirche" erschienen. Der Titel enthält ein Essay und Fotos von Florian Hilleberg, die grafisch von Crossvalley Smith aufbereitet wurden. Der Verlag über das Buch: Wohin mit vierzigtausend Skeletten des Klosterfriedhofs Sedlec in Kutná Hora, die von Pestopfern oder Gefallenen in den Hussitenkriegen stammten? Die Fürstenfamilie Schwarzenberg von Orlik wusste, als sie 1866 das Klostervermögen samt Kapelle und die Gebeine kaufte, darauf eine Antwort. Sie beauftragte den angesehenen Holzschnitzer und Schreiner František Rint aus Skalice damit, ein einzigartiges und morbides Kunstwerk aus Schädeln und Gebeinen zu schaffen – die Knochenkirche. Inspiriert durch dieses Bauwerk schrieben die Autoren Tobias Bachmann, Martin Barkawitz, Ladina Bordoli, Florian Hilleberg, Désirée Hoese, Gabriele Ketterl, Guido Krain, Lothar Nietsch, Sören Prescher und Vincent Voss düster-phantastische Geschichten rund um die Knochenkirche. (Cover- und Innengrafiken: Crossvalley Smith, Paperback, 248 Seiten, 14,90 EUR, ISBN 978-392707186-5 (auch als eBook erhältlich, 3,99 EUR))

Erschienen: "Distelmond"

Im Arunya-Verlag ist der Dark-Romance-Roman "Distelmond" von Annika Dick erschienen. Der Verlag über das Buch: Das Massaker von Glencoe bescherte der Familie MacDonald traurige Berühmtheit. Das Überleben derjenigen, die den Soldaten entkamen, gleicht einem Wunder. Oder einem Fluch. In den Männern der MacDonalds of Glencoe brach in der Zeit der Entbehrung etwas aus, dessen Geheimnis ihre Nachkommen auch Jahrhunderte später noch hüten: Sie verwandelten sich bei Vollmond in Wölfe. 1853 zieht die junge Deutsche Charlotte mit ihrer Mutter nach deren Wiederverheiratung nach Edinburgh. Dort verliebt sie sich in Andrew, den besten Freund ihres Stiefbruders, der ihre Gefühle auch erwidert. Doch seine Mutter ist der Ansicht, dass eine Außenstehende nie den Wolf in ihm akzeptieren wird. Andrew denkt anders darüber und ist davon überzeugt, dass Charlotte seine Besonderheit verstehen wird. Aber sein mordlustiger und rachsüchtiger Vetter sowie der feindselige Robert Campbell zeigen ihm deutlich, wie gefährlich das Leben für seine Familie und Freunde ist. Als er sich aber von Charlotte fernhalten will, wird es für sie nur noch gefährlicher. (Cover- und Innengrafiken: Shikomo, Hardcover, 426 Seiten, 16,99 EUR, ISBN 978-3-95810-001 (auch als eBook erhältlich, 5,99 EUR))

Literatur-News in Kürze: Diana Gabaldon & Markus Heitz

Diana Gabaldon hat die Rechte an ihrer "Highland"-Saga an Knaur übertragen und einen Mehrbuchvertrag mit dem Münchner Verlag geschlossen. Gabaldons Zeitreise-Roman um die Krankenschwester Claire, die aus dem 20. Jahrhundert ins 18. Jahrhundert versetzt wird und in den Wirren des Bürgerkrieges auf den Highlander Jamie trifft, hat Millionenauflagen erreicht. Bisher sind acht Bände der Saga erschienen, Band 9 und 10 werden bei Knaur erscheinen. Gabaldons Saga bildet die Grundlage für die TV-Serie "Outlander", die im Frühjahr 2015 bei VOX als Free-TV-Premiere ausgestrahlt wird. Zeitgleich mit dem Serienstart erscheint bei Knaur der erste Band der Saga, "Feuer und Stein", in einer komplett überarbeiteten Neuausgabe – und zum ersten Mal in ungekürzter Fassung. Nach und nach wird man alle bisher erschienenen Bände der Saga komplett neu ausstatten. +++ Markus Heitz wird ab Herbst 2016 exklusiv bei Knaur unter Vertrag sein. Der "Großmeister der deutschen Phantastik" (Knaur), dessen Bücher bisher in verschiedenen Verlagen erschienen, hat gerade einen Mehrbuchvertrag unterschrieben. Zuletzt war er mit seinem Urban-Fantasy-Thriller "Exkarnation" (Knaur) auf der "Spiegel"-Liste vertreten. Heitz publizierte bislang auch bei Piper, Heyne und anderen Verlagen.