Peter Freund: Sinkkâlion – Das Schwert des Schicksals – Mysteria 3 (Buch)

Peter Freund
Sinkkâlion – Das Schwert des Schicksals
Mysteria 3
Titelgestaltung von Hauptmann & Kompany/Franziska Witz, unter Verwendung von einer Vignette von Elizaveta Reich
cbj,2012, Taschenbuch, 570 Seiten, 9,99 EUR, ISBN 978-3-570-40108-8

Von Petra Weddehage

Niko, Ayani und Jessie befinden sich in Mysteria. Endlich erfährt Niko, wer sein Vater ist. Gemeinsam mit ihren Freunden und Vertrauten setzen sie alles daran, die Menschen im Königreich vor dem brutalen Herrscher Rhogarr von Khelm zu befreien. Dabei kommt ihnen so mancher Alwe zur Hilfe.

Die dunkle Seite schmiedet ihre eigenen Ränke, Die Schwarzmagierin Sâga versucht immer wieder, die einzelnen Parteien gegeneinander auszuspielen. Dabei wird sie vom geheimnisvollen Odhur gewarnt, nicht zu weit zu gehen.

Mit Entsetzten und Trauer müssen die Freunde erkennen, das Sâga ihren treuesten Verbündeten Kieran getötet hat. Dazu gerät der zurückgekehrte König Nelwyn in eine furchtbare Falle. Alles scheint verloren zu sein, doch eine alte Prophezeiung macht Nico und Ayani Mut. Das Schwert Sinkkalion, das sich in ihren Händen befindet, soll über das Schicksal Mysterias entscheiden.

Die Figuren wurden in den Vorgängerbänden hinreichend vorgestellt. Sowohl in Mysteria als auch in der richtigen Welt versuchen die Protagonisten alles, um den Sieg zu erringen. Niko und Ayani entpuppen sich als Kinder des Königs Nelwyn. Rike, die Mutter Nicos, war jahrelang verschwunden und brachte einen Säugling nach Hause. Was ihr widerfuhr, schien sie vergessen zu haben.

Endlich liegt der Abschlussband der genialen Trilogie vor. Peter Freund ist es auch diesmal gelungen, die Faszination von Mysteria in passende Worte zu kleiden. Dabei spart er nicht mit überraschenden Wendungen in der Geschichte. Die Protagonisten wie Jessie, Nicos Freundin, und das Alwenmädchen Ayani sind die großen Sympathieträger. Als fulminante Gegnerin erweist sich dabei die ränkeschmiedende Schwarzmagierin Sâga.

Peter Freund wurde auch durch die „Laura“-Bände bekannt. Mit seinem Sohn schreibt er die Buchserie „Die Drachenbande“, die ebenfalls reißenden Absatz finden.

Dass viele deutsche Autoren durchaus in der Lage sind, gute Fantasy-Geschichten zu schreiben, die sich für die Kinoleinwand eignen würden, beweist Peter Freund mit seiner „Mysteria“-Trilogie. Er schafft es bravourös, die Erzählung zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Vielleicht kehrt der Autor ja eines Tages in die Welt von Mysteria zurück, und es gibt ein Wiedersehen mit Ayani, Niko und ihren Freunden.

Die Trilogie ist nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet. Auch Erwachsene erliegen schnell dem Charme dieser Erzählung. Jeder der fantastische Geschichten liebt, wird diese Buchreihe verschlingen.