Asuka Lionera: Schicksalskuss - Moonlight Sword 2 (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 05. Oktober 2023 18:16

Asuka Lionera
Schicksalskuss
Moonlight Sword 2
Titelbild: Alexander Kopainski
Planet!, 2023, Hardcover, 460 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Carsten Kuhr
Als Tochter kleiner Adeliger wuchs Delmira behütet und umsorgt in der elterlichen Burg am Rande des Reiches auf. Ihr Vater schaukelte sie Abends auf den Knien, erzählte ihr von Varyan, dem vergessenen Prinzen, dem es einst mit seinen Heeren und der von den Hexen ergaunerten Magie gelang, die vier Reiche zu einen und für Frieden zu sorgen. Dumm dabei, dass der Gute, ganz versehentlich natürlich, vergaß, den Handel mit der Hexe zu erfüllen. Magie dafür, dass er die unsterbliche Erbin der Götter heiratete. Merke, die Rache einer verschmähten Frau, mehr noch die einer magiekundigen Hexe, ist etwas, das man tunlichst vermeiden sollte!
Unser Prinz findet sich, seines Leibes beraubt, im magischen Schwert wieder, das seitdem, Generationen dauert es schon, in einem Stein feststeckt. Unzählige haben versucht, das Schwert aus dem Stein zu ziehen, Niemandem ist es bislang gelungen - wirklich?
Nun auch nur, bis unsere Delmira des Weges kam und für Garreth, ihren Boss, dem sie als Leibwächterin dient, das Schwert kurzerhand ohne Mühe aus dem Stein zieht. Nun noch das Schwert der Prinzessin übergeben, und schon kann Garreth eben jene Monarchin heiraten.
Doch da wird es dann schwierig. Schwierig insoweit, als im Schwert die Seele eben jenes Varyans gefangen ist, schwierig, als es zwischen Delmira und Varjan knistert, schwierig auch, als ein alter Bekannter Delmiras auch meint, Prinz werden zu müssen. Geben Sie dazu noch eine Prise Magie und eine wirklich fiese Zauberin hinzu, und schon ist es vorbei mit Friede, Freude und Hochzeit…
Asuka Lionera hat bei Planet! bereits zwei Zweiteiler („Midnight Princess“ und „Frozen Crowns“) vorgelegt. Nun reicht sie ihren Fans und Lesern den Abschlussband eines weiteren nach.
Natürlich kommen uns diverse Versatzstücke des Plots bekannt vor - Excalibur lässt grüßen. Erwähnenswert dabei aber, dass sich die Verfasserin erfolgreich darum bemüht, eigenständige Ideen miteinfließen zu lassen. Dass sie dabei eine Frau als den im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftigen Arm präsentiert, peppt die Handlung weiter auf.
Stand der erste Teil noch ganz im Zeichen der Einführung in die Welt, der Vorstellung der Figuren, verschiebt sich im zweiten Bad der Fokus ein wenig. Es geht viel um große Gefühle, aber auch nach wie vor um jede Menge Widrigkeiten. Sprich, ja es geht um Liebe - aber eben auch um die Auseinandersetzung mit fiesen Gegnern, dem Schicksal und einer mehr als unangenehmen Hexe.
Dabei unterhält uns die Autorin weiterhin flüssig und spannend, zeichnet sich das Finale aber schon recht bald ab. Die Vorhersehbarkeit ist denn auch das größte Manko des Romans. Ansonsten wird der Leser hier packend und temporeich unterhalten.