Das Lied von Eis und Feuer: Königsfehde 3 (Comic)

Das Lied von Eis und Feuer: Königsfehde 3

(A Clash of Kings - The Graphic Novel Vol. 3)

Autor: George R. R. Martin

Adaption: Landry Q. Walker

Zeichnungen: Mel Rubi

Übersetzung: Kerstin Fricke

Panini, 2021, Paperback, 192 Seiten, 20,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Nach einer längeren, vermutlich auch pandemiebedingten Pause wird die Adaption der „Das Lied von Eis und Feuer“-Romane von George R. R. Martin fortgesetzt. Noch immer halten sich die Macher eng an die Romanvorlage und arbeiten daran, die Geschehnisse des zweiten Buches weiter fort zu führen. Dies ist nun der dritte von vier Sammelbänden dazu.

 

Der Kampf geht auf gleich mehreren Ebenen weiter. Der junge König Joffrey zeigt immer mehr wes Geistes Kind er ist, auch wenn die wirklichen Regierungsgeschäfte seine Mutter Cersei führt. Sansa ist in höchster Gefahr, denn ihr Bruder Robb hat Jamie Lennister gefangengenommen.

Der Krieg geht jedenfalls unvermindert weiter und große Adelshäuser beginnen sich auch untereinander zu zerfleischen, nicht nur der Norden und der Süden. Jeder versucht einen möglichst sicheren Platz zu finden, um das Kommende zu überleben, während Danaerys Tagarien immer mehr in ihre Rolle als „Mutter der Drachen“ hineinwächst.


Es ist wohl müßig, die einzelnen Handlungsstränge zu benennen, denn richtige Fans wissen schon genau, was das Thema dieses zweiten Romans ist. Die Weichen sind zumindest gestellt, ein Krieg zwischen dem Norden und dem Süden im Gange. Einige Personen verlieren ihr Leben, werden der Machtgier und dem kalten Kalkül geopfert, selbst die Außenseiter tun alles, um nicht als Sündenbock her zu halten. Gleichzeitig fangen diejenigen, die am Anfang noch Kinder waren, langsam aber sicher an, erwachsen zu werden und in ihre späteren Rollen hineinzuwachsen, selbst die verwöhnte Sansa.

In detailreichen Bildern und mit den passenden Farben werden die Ereignisse dargestellt, inhaltlich folgt man genau den Geschehnissen im Buch, so dass die Handlung nur langsam und bedächtig voranschreitet.

Im Vordergrund stehen nicht die Schlachten sondern die Intrigen, die überall geführt werden, damit jeder seine Fäden in der Hand behält. Zudem wird erstmals eine interessante Prophezeiung in den Raum geworfen.

Ein Neueinstieg ist natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, zudem scheint es nach der langen Pause auch nötig, die ersten Bände noch einmal zu lesen. Die Adaption wird damit jedenfalls den Büchern gerecht, vereint sie doch Originaltreue mit vielen detailreichen Zeichnungen, die das Geschehen zum Leben erwecken.

Alles in allem ist so „Das Lied von Eis und Feuer: Königsfehde“ auch im dritten Band eine werkgetreue und stimmungsvolle Umsetzung der Saga, die vermutlich in erster Linie Fans eben dieser in ihren Bann schlagen wird. Oder diejenigen, die Comics dem Bleiwüsten eines Buches vorziehen. Neueinsteiger werden allerdings große Schwierigkeiten haben, der Geschichte zu folgen.