The Holy Grail of Eris 2 (Comic)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Montag, 31. Januar 2022 07:52

The Holy Grail of Eris 2
Text: Kujira Tokiwa
Zeichnungen: Hinase Momoyama & Yu-nagi
Übersetzung: Martin Gericke
Cross Cult, 2021, Paperback, 210 Seiten, 7,99 EUR
Rezension von Christel Scheja
Wie beliebt Fantasy mit Liebe, Intrigen und in Adelskreisen in Japan offensichtlich ist, beweisen immer mehr Manga-Reihen, die meistens nach Light Novels entstanden sind. So gehört auch „The Holy Grail of Eris“ zu diesem Kreis und legt nach der Einführung nun so richtig los.
Nachdem sie auf dem Ball von ihrem Verlobten hintergangen und dann auch noch eines falschen Verbrechens bezichtigt wurde, ging die rechtschaffene und liebenswerte Constance Grail einen Pakt mit dem Geist der Schwerverbrecherin Scarlett Castiel ein, deren Hinrichtung sie vor zehn Jahren miterlebte.
Die verspricht ihr, ihr zu helfen, sich aus den Intrigen zu winden, wenn Constance andererseits ihr dabei hilft, herauszufinden, wer sie damals aufs Schafott brachte. Und tatsächlich wagt sich die junge Edeldame schon bald an Orte vor, die sie nicht für möglich gehalten hätte und gerät so in den Fokus einiger junger Männer.
Der erste Band diente dazu, das Szenario einzuführen, aber zugleich auch die wichtigen Figuren und diese zu positionieren. Das Ganze spielt vor einem märchenhaften Hintergrund, der sich dem 19. Jahrhundert zuordnen lässt und bringt auch eine mystische Seite mit ein. Denn die Heldin bekommt es schon bald mit einem bösen Geist zu tun. Doch ist Scarlett Castiel wirklich das Monster, für das sie gehalten wird, nur weil sie zur falschen Zeit an der falschen Stelle war? Immerhin kann sie durch ihr Wissen und ihre Erfahrung der jungen und anfangs noch ziemlich naiven Constance zur Seite stehen und ihr die Dinge beibringen, die diese braucht, um in Adelskreisen zu bestehen.
Dass die Bälle und Gesellschaften eine Schlangengrube mit vielen Fallstricken sind, hat das junge Mädchen ja schon schmerzhaft zu spüren bekommen. Aber sie versucht dennoch, sich nicht ganz mitreißen zu lassen und ihre Rechtschaffenheit zu wahren.Das muss sie tatsächlich auch zum Ende hin unter Beweis stellen.
Es zeigt sich, dass hinter Allem wohl mehr steckt als gedacht, denn vor allem Scarlett lässt viele Andeutungen und Hinweise fallen, in den Unterhaltungen zwischen ihr und Constance kommen viele Hintergrundinformationen vor. Dadurch ist auch der phantastische Hintergrund wieder etwas wichtiger geworden und sorgt zugleich für die nötige Spannung, die die Serie auch für Genre-Fans reizvoller und interessanter machen könnte, obwohl auch romantische Aspekte nicht ausgelassen werden.
„The Holy Grail of Eris“ nimmt langsam an Fahrt auf und sorgt dafür, dass die Geschichte durch die ganzen Intrigen und den langsam plastischer werdenden Hintergrund einen gewissen Kick bekommt, der Lust auf Mehr macht.