Helen Scheuerer: Iron & Embers - Die Aschen von Thezmarr 1 (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Sonntag, 08. November 2026 09:18

Helen Scheuerer
Iron & Embers
Die Aschen von Thezmarr 1
(Iron & Embers. 2025)
Übersetzung: Marion Herbert & Antonia Steven
Bramble, 2026, Paperback, 512 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Bereits in der vierbändigen „Thezmarr“-Saga entführte Helen Scheuerer die Leser in die dunkle Welt der Mittelreiche. Damals stand Thea im Mittelpunkt, eine junge Frau, die gemeinsam mit ihren Freunden das Böse bekämpfte und ihr Glück fand. Nun rückt mit „Iron & Embers“ ihre Schwester Wren in den Mittelpunkt. Der Roman ist der Auftakt der Trilogie „Die Aschen von Thezmarr“.
Fünf Jahre sind seit dem Krieg vergangen, aber Wren kann immer noch nicht diejenigen vergessen, die Verrat begingen und dafür sorgten, dass Freunde und Familie starben. Deshalb befindet sich die Giftmischerin auf einem Rachefeldzug, bei dem sie ausgerechnet ihrem früheren Kampfgefährten Torj Elderbrook in die Quere kommt. So ist das Verhältnis zwischen den Beiden angespannt, als er zu ihrem Leibwächter bestimmt wird. Denn Wren erhält das Angebot, an der renommierten Akademie von Drevenor ihre alchimistischen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vervollkommnen, ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann.
Wie man sich denken kann, ist das Angebot natürlich nicht nur nett, sondern hat es auch in sich, da die Lehrmeister schon von Anfang an klar machen, dass Fehltritte und auch Fehler streng geahndet werden. Der Tod ist von nun an ein steter Begleiter, denn natürlich wird auch eine gewisse Rivalität zwischen den Novizen geschürt, was für ordentlich Spannung sorgt.
Wren und Torj haben aber auch noch ein anderes Problem. Denn auch wenn sie einander misstrauen und sich nicht leiden können, so fühlen sie sich doch massiv zueinander angezogen und das nicht nur im körperlichen Sinne. Das beschäftigt sie ebenfalls - ist aber nicht das bestimmende Thema der Geschichte.
Denn die beschäftigt sich auch mit anderen Entwicklungen im Hintergrund. Die Folgen des Krieges sind immer noch deutlich spürbar und es scheint fast so zu sein, als würden neue Feinde im Hintergrund die Fäden ziehen. Zudem müssen die Hauptfiguren sich weiterentwickeln, können nicht auf dem verbitterten Stand bleiben, den sie am Anfang haben, wenn sie überleben wollen.
Zu Anfang hat man durchaus den Eindruck, dass die Geschichte besser verständlich wäre, wenn man auch die vorhergehende Saga kennt, die Autorin macht sich aber die Mühe, den Einstieg so einfach wie möglich zu gestalten und so auch Leser auf ihre früheren Werke aufmerksam zu machen. Dafür haben auch entsprechende Figuren ihren Auftritt.
Alles in allem dominiert die Action, die Geheimnisse der Akademie und der Alchemie werden ausführlich beschrieben, der Hintergrund bleibt allerdings etwas blass, was am Fortsetzungscharakter liegen mag.
Wer bereits die „Thezmarr“-Saga kennt, der wird vermutlich viel Spaß an „Die Aschen von Thezmarr“ haben können. In „Iron & Embers“ rücken Nebenfiguren in den Mittelpunkt, die nun ihre eigene Entwicklung durchmachen dürfen. Wie immer wird ordentlich Action und Abenteuer geboten, romantische Gefühle kommen aber nicht zu kurz. Immerhin hält sich beides die Waage, so dass auch Genre-Fans Spaß ihren haben können.