The Devil in the Smiling Woods (Comic)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 27. Oktober 2026 07:06

Iacopo Starace
The Devil in the Smiling Woods
(Il Diavolo di Smiling Woods, 2025)
Übersetzung: Silvano Loureiro Pinto
Cross Cult, 2026, Paperback, 144 Seiten, 22,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Dunkle Wälder und die erbarmungslose Natur, die sich dazu entschlossen hat, sich an den Menschen zu rächen. Das sind Zutaten, die im Horror-Genre immer wieder gerne aufgegriffen werden, sei es nun in Romanen, Filmen oder wie in diesem Fall bei „The Devil in the Smiling Woods“ auch im Comic.
Das Trauma sitzt noch tief in den Menschen, die in der Kleinstadt inmitten eines dichten Waldes leben und arbeiten. Denn erst vor zwei Jahren verschwanden Dutzende spurlos und tauchten nicht mehr auf, darunter unzählige Bergleute.
Die Ermittlungen verliefen damals im Sand. Und so gibt es auch jetzt keine große Suchaktion mehr, als erneut Leute verschwinden, unter ihnen auch der Bruder einer jungen Studentin. Aber sie und einige wenige andere Studenten sind fest entschlossen, das Rätsel zu lösen.
Und so tun sie sich zusammen, um in den Smiling Woods nach Spuren zu suchen, die sie zu Ernie und den anderen führen könnten, auch wenn sie wenig Hoffnung haben, dass diese noch leben, aber man weiß ja nie.
Schon bald werden sie mit dem Grauen konfrontiert, das in den Wäldern haust, aber sich nicht so einfach auf die Spur kommen lässt. Und schließlich - abgeschnitten von der Zivilisation und eingeschlossen in einem Trailer - müssen auch sie irgendwann um ihr Leben kämpfen, das schneller zu Ende gehen könnte, als sie denken.
Dabei kommen natürlich auch sowohl ihre Schwächen wie auch ihre besonderen Stärken zum Vorschein. Die Handlung bleibt zudem spannend, weil man nie wirklich weiß, wie das Ganze sich entwickelt und was wirklich dahintersteckt.
Jacopo Starace bedient sich bewusst bekannter Elemente aus anderen Horrorfilmen, erfüllt aber nicht immer die Erwartungen, die Leser haben könnten. Sein Zeichenstil ist dem Thema angemessen, ebenso die düstere und erdige Farbgebung. Die Erzählung ist so gehalten, dass sie auch schon Jugendliche ansprechen könnte.
Der Vergleich des Verlags mit „Stranger Things“ passt durchaus, auch wenn die Charaktere älter sein mögen. Aber sie entsprechen den gängigen Archetypen, entwickeln sich aber aufgrund der Kürze der Handlung nicht wirklich weiter.
Das macht „The Devil in the Smiling Woods“ zu einem Comic, der sich angenehm zwischen Mystery und Horror bewegt und mit vielen bekannten Elementen des Genres spielt, dennoch eigene Wege geht und das Unheimliche sehr lebendig, aber nicht allzu blutig in Szene setzt, so dass auch schon Teenager ihren Spaß haben können.