A. T. Qureshi: The Baby Dragon Bakery (Buch)

A. T. Qureshi
The Baby Dragon Bakery
Baby Dragons 2
(The Baby Dragon Bakery, 2026)
Übersetzung: Michaela Link
Titelbild: Alex Cabal/Illustration X
Piper, 2026, Paperback, 384 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Schon in „The Baby Dragon Café“ zeichnete A. T. Qureshi eine Fantasywelt, die unserer mehr oder weniger gleicht, sieht man davon ab, dass neben den Menschen in diesem Tal auch noch Fabelwesen wohnen, die vor allem als Schlüpflinge die Hilfe der Menschen zu brauchen scheinen. Die Reihe um die „Baby Dragons“ geht nun in „The Baby Dragon Bakery“ munter weiter.


Lavinia ist vom Glück gesegnet. Sie hat eine liebenswerte Familie und ein Drachenbaby als Haustier, den Studienplatz an der Universität, den sie sich wünscht und Jobs, die sie mit viel Leidenschaft ausübt. Nur eines fehlt ihr: die wahre Liebe.

Eigentlich glaubt sie, diese in ihrem Jugendfreund Theo gefunden zu haben, doch als sie ihm ihre Gefühle gesteht, schreckt er so heftig zurück, dass dies einen Keil zwischen sie treibt. Werden die beiden trotz aller Missverständnisse doch zusammenfinden?


Man merkt schon recht schnell, dass die Geschichte mehr oder weniger auf die leise, aber dennoch sehr emotionale Kleinstadt-Romanze fokussiert ist und weniger auf dem Wohlfühl-Hintergrund mit ein paar phantastischen Elementen, die so oberflächlich sind, dass sie letztendlich Setting bleiben und für die Handlung nicht wichtig sind.

Wie in vielen dieser Reihen üblich wechselt die Geschichte diesmal die Hauptfiguren, auch wenn die des ersten Bandes durchaus präsent bleiben und deren Geschichte ebenfalls ein wenig weitergeschrieben werden.

Spricht man von Tropes, so wird diesmal einer bedient, der nicht so häufig verwendet wird: „Friends to Lovers“. Hier kann man schon recht früh davon ausgehen, dass die beiden nach vielen Missverständnissen und unausgesprochenen Gefühlen dann doch zueinander finden.

Immerhin ist diesmal die junge Frau der aktivere Part, Theo bleibt eher derjenige, der seine Gefühle nicht so gut ausdrücken kann. Aber wirklich in die Tiefe gehen die Charaktere dann nicht.

Alles in allem liest sich die Geschichte recht flüssig, wirkt aber im Mittelteil etwas in die Länge gezogen, weil die beiden Figuren zu sehr umeinander herumeiern und nicht wirklich Klartext miteinander reden.

Die Fantasy-Elemente des Starshine Valley bleiben dann doch eher auf die Fabelwesen beschränkt, die mehr oder weniger wie Haustiere behandelt und durchaus auch durch Hunde, Katzen und Pferde ersetzt werden könnten

Wie schon sein Vorgänger, so ist auch „The Baby Dragon Bakery“ nicht mehr als eine niedliche und warmherzige Kleinstadt-Romanze, die nicht unbedingt den Fantasy-Fan in den Bann schlägt, sondern eher die Leserinnen, die eine kuschlige Liebegeschichte mit einer Prise oberflächlicher Magie mögen.