Heavenly Delusion - Das verlorene Paradies 8 (Comic)

Masakazu Ishiguro
Heavenly Delusion - Das verlorene Paradies 8
Übersetzung: Burkhard Höfler
Cross Cult, 2024, Paperback, 192 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Ein Jahr ist seit dem letzten Band von „Heavenly Delusion - Das verlorene Paradies“ vergangen, aber die Serie scheint sich noch immer nicht so ganz dem Ende zu nähern, auch wenn die einen Helden ihrem Ziel langsam näherkommen.


Maru und Kiriko haben einen Ort gefunden, an dem sie neue Kraft schöpfen und sich wieder sammeln können, allerdings hütet die Großfamilie, bei der sie untergekommen sind, ein Geheimnis. Der Menschenfresser, den sie bewachen, erschüttert das Weltbild der beiden jungen Wanderer.

Und auch die Schule ist nicht mehr der sichere Ort, der er einmal war, denn ein Bombenangriff hat die Zuflucht fast vollständig zerstört. Einige Kinder versuchen, unter der Führung von Sawatari irgendwie zu überleben.


Noch immer sind die Zusammenhänge zwischen den beiden Handlungsebenen nicht so ganz klar, auch wenn sie sich langsam, aber sicher annähern. Immerhin erfahren die beiden Wanderer auf ihrer Reise wieder neue Wahrheiten, so dass auch die Welt für die Leser etwas plastischer wird.

Und in der Schule haben die Überlebenden nun die Aufgabe, sich mit der ihnen unbekannten Welt anzufreunden und das Beste aus der Situation zu machen, wenn sie überleben wollen, weil sie sonst wie die anderen sterben.

Erneut bekommt man neue Facetten der Welt nach der Zerstörung zu sehen, es gibt auch noch weitere Andeutungen und Hinweise, aber nichts davon wird konkret. Immerhin setzt die Geschichte nicht auf Action, sondern auf Figurenzeichnung, so dass die Handlung eine gewisse Tiefe bewahrt.

Auch wenn die Welt apokalyptisch wirkt, so ist das Bild doch im Allgemeinen friedlich und die Charaktere sind diejenigen, die das Geschehen vorantragen, nicht irgendwelche weit hergeholten Konflikte.

„Heavenly Delusion - Das verlorene Paradies“ schreibt die Handlung auf beiden Ebenen weiter und bleibt interessant, auch wenn man sich wünschen würde, wenn endlich ein wenig mehr Sinn hinter allem stecken würde.