Tonikawa - Fly me to the Moon 3 (Comic)

Kenjiro Hata
Tonikawa - Fly me to the Moon 3
Übersetzung: Etsuko Tabuchi & Florian Weitschies
Cross Cult, 2021, Paperback, 192 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Eigentlich mag man denken, dass aus einer Serie wie „Tonikawa - Fly me to the Moon“ schnell die Luft raus ist, aber immerhin scheint dem Künstler doch noch so Einiges einzufallen, auch wenn er weiterhin mehr auf die lustige Seite der Geschichte setzt und weniger auf romantische Entwicklungen.


Obwohl bisher noch nicht viel passiert ist, schwebt Nasa Yuzaki weiterhin im siebten Himmel und versucht ein guter Ehemann zu sein, der seine Geliebte auch weiterhin auf Händen trägt. Er möchte ihr teure Geschenke machen, denkt sogar an eine größere Wohnung. Aber um so eine zu bekommen; bedarf es Hilfe.

Tsukasa scheint dagegen zu genügen, was sie gerade hat und genießt es, dem jungen Mann langsam näher zu kommen. Immerhin hat sie jetzt auch die Gelegenheit, ein wenig mehr von Japan zu sehen und Nasas Eltern kennenzulernen.


Nachdem die nähere Umgebung mitbekommen hat, dass Nasa nicht mehr solo ist und die Badehausbesitzerinnen auch ihren Spaß hatte, weitet sich die Geschichte jetzt ein wenig aus. Denn immerhin will Nasa auch weiterhin ein guter Ehemann sein und all die Klischees erfüllen, die er aus dem Fernsehen und Büchern kennt.

Tsukasa lässt ihn zumindest erst einmal machen, denn sie scheint schon die kleinen Dinge zu genießen, auch die Tatsache, dass sie sich körperlich näherkommen; auch wenn außer Kuscheln noch nicht wirklich viel passiert.

Alles in allem bleibt die Geschichte auf einem eher niedlichen Niveau. Auch wenn es um die Liebe geht, so hat die Comedy ein größeres Gewicht. Während sich Nasa wie immer von einem Fettnäpfchen zum anderen bewegt, verrät das Mädchen auch weiterhin nichts über sich. Vermuten kann man nur, dass sie nicht wirklich von dieser Welt ist, denn sie sieht sich die menschlichen Verhaltensweisen neugierig an, so als würde sie diese zum ersten Mal erleben.

Die Geschichte ist heiter und augenzwinkernd, verliert aber auch langsam ein wenig an Luft, denn der Alltag mag amüsant geschildert werden, aber es passiert nicht wirklich viel Spannendes. Vor allem bleibt Tsukasa blass und verrät auch weiterhin nichts über sich.

„Tonikawa - Fly me to the Moon“ bietet in erster Linie Comedy mit einem Hauch Mystery, die Romantik wirkt eher aufgesetzt. Leider verliert die Handlung immer mehr an Fahrt, da es zwar viel vom amüsanten Alltag und zwischenmenschlichen Momenten gibt, aber keine wirklich spannenden Entwicklungen bezüglich des geheimnisvollen Mädchens.