Die Verdammung von Falbhain - Descent: Die Reise ins Dunkel, Robin MacNiven (Buch)

Die Verdammung von Falbhain
Descent: Die Reise ins Dunkel
Robin MacNiven
(Descent: The Doom Fallowhearth, 2020)
Übersetzung: Katrin Aust
Titelbild: Jeff Chen
Cross Cult, 2021, Taschenbuch, 396 Seiten, 15,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Bei „Descent: Die Reise ins Dunkel“ handelt es sich um ein phantastisches Brettspiel, das inzwischen wohl auch einen so interessanten Hintergrund entwickelt hat, dass sich dazu auch Romane verfassen lassen, wie Robin MacNiven mit seinem Roman „Die Verdammung von Falbhain“ beweist. Der schottische Autor hat bereits einige Kurzgeschichten zu „Warhammer“ verfasst.

 

Der legendäre Orkheld Durik wird von der Baronin von Forthyn darum gebeten, ihre Tochter wiederzufinden, die vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Der nimmt den Auftrag an, versammelt aber erst einmal alte Freunde um sich wie den Dieb Logan und die Zwergenalchimistin Ulma. Gemeinsam stoßen sie von der Burg aus in einen Wald vor, der es in sich hat, denn wandelnde Tote machen ihn unsicher. Doch ist die Nekromantin, die diese unter Kontrolle hat, wirklich der Entführer und Feind, den sie suchen? Oder steckt weit mehr dahinter?


Wie man sich denken kann, erfindet der Autor bei dieser Geschichte das Rad nicht neu. Es erzählt ein klassisches Rollenspiel-Abenteuer, wie man es schon dutzendfach gelesen hat, denn wieder einmal nimmt eine Heldengruppe einen zunächst einfach scheinenden Auftrag an, der sich dann als mörderisches Unterfangen erweist.

Immerhin ist die Handlung routiniert geschrieben, die Figuren sind so nett ausgearbeitet, dass man mit ihnen fühlt und die Klischees werden auch immer wieder ein bisschen variiert, so dass nicht wirklich Langeweile aufkommt. Auch gibt es ab und an etwas zum Schmunzeln, so dass die Geschichte nicht allzu ernst daherkommt.

Die Handlung setzt in Szene, was man an Ereignissen und Begegnungen erwartet, inklusive des obligatorischen Dungeons und der Monster, mit denen sich die Hauptfiguren herumschlagen müssen. Und auch das Ende dürfte für die Hintergrundwelt sehr passend sein. Immerhin machen sich die Spielmechanismen nicht unangenehm bemerkbar, denn sie sind vom Autor sehr schön umschrieben worden. Auch braucht man keine Vorkenntnisse, um die Geschichte zu verstehen, das was wichtig ist, wird in die Handlung eingebaut.

Alles in allem ist „Die Verdammung von Falbhain“ nicht nur für die Spieler von „Descent“ interessant sondern auch für alle, die nach leicht verdaulicher Action-Fantasy suchen, die sich leicht und flüssig, gerade richtig zur kurzweiligen Entspannung, lesen lässt. Nur besonderen Tiefgang oder allzu große Überraschungen sollte man nicht erwarten.