Castle 7: Driving Heat - Treibende Hitze, Richard Castle (Buch)

Richard Castle
Driving Heat - Treibende Hitze
Castle 7
(k.A.)
Übersetzung: Anika Klüver
Titelbild: Shubani Sarkar
Cross Cult, 2015, Taschenbuch, 464 Seiten, 12,99 EUR, ISBN 978-3-86425-898-8 (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Es hat zwar etwas gedauert und wurde durch Derrick-Storm-Novellen und Romane überbrückt, aber nun geht die Geschichte um Nikki Heat und Jameson Rook weiter, passend gestaltet zu den Ereignissen, die in der Fernsehserie ablaufen und durch den Autor der Reihe erlebt werden. „Driving Heat - Treibende Hitze“ ist nun sogar schon der siebte Band der Serie.

 

Mittlerweile haben sie zueinander gefunden und verbergen nicht mehr länger, dass sie ein Paar sind, Nikki und Jameson sind offiziell miteinander verlobt, haben sich nur noch nicht entschieden, wann sie heiraten wollen.

Zunächst einmal gibt es aber etwas anderes zu feiern, die beste Ermittlerin des NYPD ist nämlich zum Captain ernannt worden und hat nun nicht mehr nur ihre Einheit, sondern gleich das ganze Revier zu führen. Dennoch lässt sie es sich nicht nehmen, bei besonders brisanten Fällen auch vor Ort zu sein und dort nach dem rechten zu sehen. Bitter nur, dass ihre Beziehung dadurch in eine Krise gerät, denn an einem Tatort treibt sich ausgerechnet Jameson Rook herum und will ihr nicht erzählen, was er hier macht, da er mitten in den streng geheimen Recherchen zu einem neuen Artikel steckt.

Und so hängt der Haussegen zwischen den Beiden schief, während es doch viel angebrachter wäre, gemeinsam zu arbeiten, da die scheinbar zusammenhanglose Kette von tragischen Unfällen und Morden nur die Spitze eines Eisberges und übelster Intrigen ist, die einen bösen, schon Jahre alten Skandal zu vertuschen versuchen…


Gegenüber normalen Kriminalromanen haben diese Geschichten den Vorteil, dass Fans der Fernsehserie „Castle“ viele Andeutungen und Hinweise auf die Folgen und die siebte Staffel wiedererkennen und sich dabei vermutlich sehr amüsieren; immerhin spiegelt der Roman ja auch in erster Linie die überspitzten Ideen, Träume und Wünsche des fiktiven Autors wider. Dementsprechend liest sich der Roman wie eine zweiteilige Episode von „Castle“, bietet neben einer spannenden und verzwickten Kriminalgeschichte natürlich auch noch jede Menge Humor und vor allem zwischenmenschlichen Beziehungskram. Natürlich darf es zwischen dem Pärchen noch einmal kriseln, aber wie in der „Wirklichkeit“ finden sie am Ende doch wieder irgendwie zusammen, sind fester miteinander verschweißt als je zuvor.

Das Geplänkel zieht die Geschichte zwar etwas in die Länge, aber die Spannung bleibt durch Action und unerwartete Wendungen so gut erhalten, dass der Roman interessanter ist als sein direkter Vorgänger und so die Schlappe wieder ausgleicht.

„Driving Heat - Treibende Hitze“ spricht zwar wie immer in erster Linie die Fans der „Castle“-Fernsehserie an, bietet aber diesmal auch endlich wieder einen so komplexen und an bösen Wendungen reichen Kriminalfall, dass die Handlung auch für die Leser spannend und abwechslungsreich bleibt, die die Serie nicht kennen und damit ihr Lesevergnügen allein aus den Geschehnissen rund um das Beziehungsgeplänkel ziehen.