K. A. Tucker: A Fate of Wrath & Flame (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 03. November 2026 12:31

K. A. Tucker
A Fate of Wrath & Flame
The Fate and Flame 1
(A Fate of Wrath & Flame, 2021)
Übersetzung: Birte Mirbach
Piper, 2026, Paperback, 592 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Eine Diebin, die sich auf der Erde zu viel Ärger eingehandelt hat, eine Magierin, die einen verzweifelten Pakt mit einem Dämon eingeht, um das zurückzuerhalten, was sie verloren hat, das sind die Aufhänger der Geschichte, die mehr oder weniger in einer reinen Fantasywelt spielt. „A Fate of Wrath & Flame“ ist der Auftakt zur „The Fate and the Flame“-Reihe.
Nachdem sie einen Coup so vergeigt hat, dass sie sich zurückziehen muss und ihre Diebstähle nicht mehr in der besseren Gesellschaft ausführen kann, weil die Mafia hinter ihr her ist, bleibt Romeria keine Wahl mehr, als auf das Angebot einer Fremden einzugehen. Nach einem brutalen Ritual erwacht sie in einer Fantasy-Welt. Hier schlüpft sie in den Körper einer Elfenprinzessin, die selbst jede Menge Ärger hat, weil sie ganz offensichtlich einen brutalen Mord begangen hat, auch wenn der eigentliche Putschversuch daneben ging. Ihr Verlobter Zander, der neue König, verabscheut sie zutiefst - und doch sind die beiden enger miteinander verbunden als ihnen lieb ist.
Das Ganze hat schon einiges von den typischen Romantasy-Geschichten, in denen die beiden Hauptfiguren, die sich am Anfang noch völlig ablehnen und dann doch letztendlich zusammenfinden werden, reitet aber im Gegensatz zu anderen Reihen nicht darauf herum, da es jede Menge Probleme gibt. Denn nicht nur Romeria, sondern auch Zander sind Schachfiguren in einem intriganten Spiel um die Macht, gerade auch in den Reichen selbst und nicht zuletzt unter den Elfenreichen, die sich spinnefeind sind.
Dazu kommen auch noch Dinge, die der Heldin als ehemaligen Menschen nicht wirklich behagen.
Sie mag jetzt leistungsfähiger sein und mehr oder weniger unsterblich, aber sie denkt auch immer noch wie ein Mensch, so dass ihr die Missstände auffallen und unangenehm sind, Zugleich muss sie verbergen, dass sie eigentlich nicht die „echte“ Romeria ist und herausfinden, was sie eigentlich hier tun soll. Daher ist die Geschichte trotz einer gewissen Anziehung zwischen den Helden eher ein Überlebenskampf der Heldin in einem Netz höfischer Intrigen und Attentatsversuche, gleichzeitig muss sie sich so gut wie möglich anpassen, um nicht alles zu verlieren, zudem aber auch herausfinden, was man eigentlich von ihr will.
Das wird sehr detailreich, wenn auch ein wenig zu langatmig in Szene gesetzt. Gerade im Mittelteil kommt die Handlung nicht so wirklich voran. Zudem bleiben auch die meisten Figuren sehr blass, die Hauptcharaktere auf Distanz, so dass man nicht wirklich mit ihnen fühlt und leidet.
„A Fate of Wrath & Flame“ bietet zwar mehr als die übliche Romantasy und setzt mehr auf ein intrigenreiches Abenteuer, hat aber leider auch seine Längen, so dass man schon ein Faible für Detailverliebtheit in der Handlung mitbringen sollte, um seinen Spaß an dem Geschehen zu haben.