Tee Harlowe: Potions & Prejudice - Moonflower Witches 1 (Buch)

Tee Harlowe
Potions & Prejudice
Moonflower Witches 1
(Moonflower Witches 1: Potions & Prejudice, 2025)
Übersetzung: Henriette Zeltner-Shane
Goldmann, 2026, Taschenbuch, 384 Seiten, 14,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Was passt besonders gut in diese Jahreszeit? Natürlich eine Geschichte um Hexen, die ein wenig gruselig, aber in erster Linie wie eine warme Tasse Tee daherkommt und neben einem guten Schuss Romantik auch noch Humor mitbringt. Tee Harlowe bedient diese Dinge in „Potions & Prejudice“, dem ersten Band der Moonflower Witches.


Es hat einen Grund, warum die fünf Frauen der Moonflower-Familie in einem Wagen durch die Gegend ziehen und nie lange an einem Ort verweilen. Sie leiden unter einen Fluch, vor allem die Töchter. Denn diese erhalten ihre Magie erst wenn sie heiraten…

Das Geheimnis hat sie mehrfach in Schwierigkeiten gebracht, deshalb ist es jetzt umso schlimmer, dass sie im beschaulichen Thistelgrove festsitzen. Besonders der eigenwilligen Elsbeth macht das zu schaffen, bekommt sie doch den arroganten Draven Darkstone nicht mehr aus dem Kopf.


Die Autorin präsentiert einen bunten Mix aus liebenswerter Hexen-Geschichte, leidenschaftlicher Romantik zwischen zwei Figuren - die sich zunächst erst einmal nicht ausstehen können - und natürlich auch einer Prise Jane Austen. Denn immerhin müssen die Moonflower-Frauen Einiges befürchten, da sie sich als Magielose eigentlich nicht im Hexengebiet aufhalten dürfen. Und da ist es nicht förderlich, wenn sie es mit jemandem zu tun bekommen, der mit der Oberhexe mehr oder weniger per du ist.

Aber wie das Schicksal so spielt, landen die jungen Frauen schließlich da, wo sie nicht sein wollen und richten sich mehr oder weniger notgedrungen ein.

Das Ganze wird mit einem Augenzwinkern erzählt, lebt von den frechen Dialogen zwischen den Schwestern und dem Geplänkel, das letztendlich Elsbeth und Draven näher zusammenbringt. Damit man beide besser versteht, wird die Geschichte aus beide Blickwinkeln erzählt, garniert mit deren Gefühlen.

Letztendlich fügt sich alles zusammen und dürfte die Leserinnen zufriedenstellen, die sich nach einer entspannenden und kurzweiligen Lektüre sehnen, in der es immer wieder etwas zu Schmunzeln gibt, aber auch die Welt in Ordnung kommt. Dementsprechende Klischees werden zur Genüge bedient. Auch die Struktur der Reihe wird in diesem Auftaktband schon erkennbar.

„Potions & Prejudice“ ist vielleicht weniger abenteuerliche als romantische Fantasy, die in Vielem sehr oberflächlich und vorhersehbar bleibt, aber durchaus nette Unterhaltung bieten kann, wenn man einen entspannenden Buch-Snack für Zwischendurch braucht und sich ein wenig ablenken möchte. Mehr allerdings nicht, da sich die Geschichte auf zu ausgetretenen Pfaden bewegt.