Jutta Nymphius: Schafe schubsen (Buch)

Jutta Nymphius
Schafe schubsen
Tulipan, 2026, Hardcover, 224 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Petra Weddehage

Tilda ist ein Teenager an der Schwelle des Erwachsenwerdens. Nur weil sie in der Schule nicht so gute Noten geschrieben hat, muss sie nun mit ihrer Oma nach Schottland fahren. Okay, die 5 in Französisch war vielleicht der Tropfen auf dem heißen Stein, der das Fass, also die Geduld ihrer Eltern, zum Überlaufen brachte.

Aber Himmel, ausgerechnet Schottland? Warum konnte Omas Traum nicht eine Insel in der Karibik sein? Tilda findet Oma sehr nervig, da diese ihrer Meinung nach nicht richtig zuhört. Beispielsweise, dass man in Schottland auf der linken Seite fährt.

Die beiden unterschiedlichen Frauen aus verschiedenen Generationen kommen sich während ihrer Reise näher. Dabei werden lange verborgene Geheimnisse offenbart. Dabei stellt Tilda fest, dass Oma gar nicht so anders ist als sie. Allerdings geht es in Tildas Generation schon lockerer zu. Als ein Ereignis alte Wunden öffnet, verstehen sich Tilda und Oma auf einmal viel besser.

Gemeinsam Schafe schubsen in Schottland macht gemeinsam viel mehr Spaß. In Schottland gibt es sehr viele Schafe und die treten immer in Herden auf.


Die Autorin versteht es sehr gut, ihre Leserschaft mit kleinen Geheimnissen zu ködern. Rückblenden in Omas Vergangenheit als Kind und Jugendliche bilden dabei einen guten Kontrast zu Tildas Leben. Beide Protagonistinnen wirken authentisch.

Weitere Figuren werden sinnvoll in die Story eingebunden. Das Setting wird ebenfalls sehr gut beschrieben. Vor allem, warum Schafe schubsen eine Notwendigkeit ist. Jedenfalls in Schottland.

Jutta Nyphius versteht es, ihre Leser bei der Stange zu halten bis zum großen Finale. Zudem setzt sich die Autorin für die Leseförderung ein.