Liza Anderson: We Who Have No Gods - Krieg der Hexen (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 24. September 2026 19:46

Liza Anderson
We Who Have No Gods - Krieg der Hexen
The Acheron Order 1
(We Who Have No Gods - The Acheron Order 1, 2026)
Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Heyne, 2026, Hardcover, 496 Seiten, 22,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Die texanische Autorin Liza Anderson arbeitete zunächst bei der Presse und studierte später Jura, entschied sich aber dann dazu, Romane zu schreiben „We Who Have No Gods - Krieg der Hexen“ ist nicht nur ihr Debüt, sondern gleichzeitig auch der Start ihrer Reihe „The Acheron Order“.
Bisher gab es nur drei Dinge, die für Vic Woods im Leben wichtig waren: sich und ihren jüngeren Bruder Henry über Wasser zu halten, unter dem Radar von wem auch immer zu bleiben und nicht zuletzt auch, ihre Mutter vollständig zu vergessen.
Das aber wird alles über den Haufen geworfen, als Henry ihr offenbart, dass er ganz offensichtlich an der legendären Avalon Academy angenommen wurde, um dort wie ihre gemeinsame Mutter zu studieren. Auch wenn Vic selbst keine Kräfte hat, so beschließt sie ihn doch zu begleiten und gerät schon bald in einen Strudel aus dunkler Magie und Intrigen.
Das ist allerdings nicht das Einzige, was sie schon bald auf die Probe stellen wird. Denn sie wird vor allem von dem obersten Wächter Xan misstrauisch beäugt, den sie irgendwie nicht durchschauen kann, der aber doch irgendwie anziehend wirkt.
Und da haben wir schon all die Zutaten, die die Geschichte schnell einordnen - Dark Academia, garniert mit einem Schuss Romantik, ein Gemisch, das im Moment wohl auch noch Erfolg garantiert.
Und so liest sich die Geschichte dann auch.
Natürlich ist Vic erst einmal die Außenseiterin, die sich irgendwie durchbeißen muss, weil ihr natürlich Einige auch misstrauen, unter anderem der spätere Love Interest. Und natürlich schafft sie es auch immer wieder mit ihrer ruppigen Art, in ein Wespennest zu stechen.
Aber immerhin baut die Autorin die Geschichte solide auf und sorgt für Spannung, denn kleine, aber feine Hinweise sorgen immer wieder für spannende Wendungen, auch wenn sie natürlich viele Klischees in der Handlung verarbeitet. Aber gerade die Gewichtung auf die Intrigen und die Action, garniert mit einem ordentlichen Schuss Horror und Mystery, heben das Buch aus der Masse heraus.
Natürlich kommen auch Diejenigen zu ihrem Recht, die auf die Liebesgeschichte hoffen. Allerdings wirkt die einzige intime Szene etwas deplatziert. Das ist jedoch das einzige Manko. Ansonsten wird ein recht spannendes Szenario aufgebaut, das alle Erwartungen erfüllen dürfte, die Fans an das Genre haben.
„We Who Have No Gods - Krieg der Hexen“ sei daher vor allem den Leserinnen und Lesern empfohlen, die vom Dark-Academia-Genre noch nicht genug haben und es zu schätzen wissen, dass hier doch eher das Abenteuer und die Intrigen, als eine Liebesgeschichte im Vordergrund stehen.