Lynette Noni: Die Schattenrebellin - Prison Healer 2 (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 15. September 2026 07:06

Lynette Noni
Die Schattenrebellin
Prison Healer 2
(The Golded Cage, 2022)
Übersetzung: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Loewe, 2026, Paperback, 528 Seiten, 16,95 EUR
Rezension von Christel Scheja
Die „Prison Healer“-Trilogie gilt als Geheimtipp unter den Youn-Adult-Fantasy-Reihen. Deshalb legt der Loewe Verlag die Romane noch einmal als Paperback mit Klappenbroschur und Farbschnitt neu auf. Frisch erschienen ist der zweite Band, „Die Schattenrebellin“.
Endlich ist Kiva Zalindov dem brutalsten Gefängnis von Wenderall entkommen. Aber um welchen Preis? Sie hat ihre Mutter verloren und steht nun zwischen den Fronten, denn ausgerechnet der, der ihr geholfen hat durch die Elementprüfungen und anderes zu kommen, entpuppt sich als Feind.
Denn Jaren ist ausgerechnet der Kronprinz des Landes, gegen das Kivas Familie schon so lange kämpft. Und da sie ausgerechnet jetzt so viel Vertrauen von der Königsfamilie erhält, steht sie schon bald zwischen den Fronten und steckt in einem unüberwindbaren Netz aus Intrigen fest.
War das Gefängnis schon ein brutaler Ort, so muss Kiva nun feststellen, dass es draußen auch nicht viel besser aussieht, denn die Rebellen erweisen sich als ähnlich skrupellos wie die Gefängniswärter - und werden dann auch noch von ihren Geschwistern angeführt, die übelst verroht sind.
Kiva muss sich in dieser Welt erst einmal wieder zurechtfinden und erhält ausgerechnet von denen, die sie als Feinde ansehen sollte, Rückenwind und Halt zugleich, vor allem von Jaren. Gemeinsam mit den Lesern erfährt sie auch von vielen Geheimnissen, sie sie schon bald an ihrer eigenen Blutsverwandtschaft zweifeln lassen.
Und das ist nur der Anfang eines rasanten Abenteuers voller Enthüllungen, neuen Wahrheiten und düsteren Geheimnissen, die ihr Weltbild erschüttern.
Vielleicht spielen ein paar Gefühle mit, aber Liebe ist kein Thema in der Geschichte, eher die Suche nach der eigenen Identität und Wahrheit.
Die Leser bekommen wie die Heldin kaum Zeit zum Durchatmen und dürfen sich immer wieder von neuen Wendungen überraschen lassen. Dabei gefallen vor allem die vielschichtigen Charaktere, die immer wieder neue Facetten ihres Wesens enthüllen und die dramatischen Entwicklungen, die diesmal mit einem fiesen Cliffhanger aufwarten.
„Die Schattenrebellin“ macht da weiter, wo der erste Band der „Prison Healer“-Trilogie aufhörte. Kiva mag zwar frei sein, merkt aber schnell, dass die Welt da draußen eine ähnlich brutale Schlangengrube wie das Gefängnis ist. Und schon bald steht sie zwischen den Fronten, während spannende Weichen für das Finale gestellt werden. Denn nichts ist so, wie es bisher schien und das Abenteuer mit all seinen Intrigen-Spielen regiert über allem anderen.