Emily McIntire: Burning Daylight (Buch)

Emily McIntire
Burning Daylight
Defying The Stars 1
(Burning Daylight (Defying the Stars Book 1), 2025)
Übersetzung: Cherokee Moon Agnew
Everlove, 2026, Paperback, 528 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Emily McIntire ist den deutschen Lesern durch ihre Dark-Romance-Werke wie „Hook“ bekannt, denen bekannte Disney-Filme zugrundelagen. Mit ihrer neuen Reihe scheint sie mehr oder weniger die Dramen Shakespeares aufzugreifen, denn „Burning Daylight“ soll nichts weiter als ein „Romeo und Julia“-Retelling sein.


Juliette Calloway ist die Tochter eines der reichsten und mächtigsten Männer von Verona Falls, der seinen Teil der Stadt wie ein Mafiaboss beherrscht. Sie lebt im Luxus, merkt aber auch, dass ihr eines fehlt: Die Freiheit, das zu tun, was sie eigentlich will.

Deshalb bewundert sie auch den Straßenkünstler Roman, der genau das vorzuleben scheint, auch wenn er arm zu sein scheint. Doch sie täuscht sich gewaltig, denn schon bald kommt ans Licht, dass er der bisher im Schatten lebende Erbe des Montgomery-Imperiums ist.


Die Elemente sind schon zu erkennen, besteht zwischen den beiden Familien doch eine Fehde, die schon seit einigen Generationen andauert und natürlich noch immer von den Vätern ausgelebt wird, wie sich an mehreren Anschlägen zeigt.

Vermutlich ist Roman auch deshalb bei seiner Mutter aufgewachsen, hat aber auch einige Dinge gelernt, die ihm jetzt zugutekommen und zu einem Kämpfer für seine Familie machen.

Es sind tatsächlich immer wieder einzelne Elemente aus dem Drama zu erkennen, ansonsten bleibt die Geschichte aber in den Bahnen, die man in vielen Liebesgeschichten dieser Art findet, beginnend mit dem Pärchen, das sich erst anzickt, bei dem dann aber die Funken fliegen, bis hin zu den Schwierigkeiten, die ihnen die Familien in den Weg werfen.

Und das Ganze wird dann auch noch in der funkelnden Welt der Schönen und Reichen angesiedelt, in der natürlich so Einiges mit Geld gelöst werden kann, aber auch nicht unbedingt alles.

Die Hauptfiguren entsprechen den gängigen Archetypen und entwickeln zumindest so viel Profil, dass man Sympathie oder Ablehnung für sie entwickeln kann. Alle anderen bleiben Stichwortgeber. Auch der Hintergrund bleibt blass, bedient im Grunde die Klischees, die man schon oft genug lesen durfte und wandelt auch noch gewisse Namen nur plump ab. Die Story ist gefällig geschrieben, hinterlässt allerdings keinen Eindruck. Immerhin ist die Geschichte komplett in sich geschlossen.

„Burning Daylight“ ist solide Dark Romance, die nicht ganz so düster ist, wie man erwartet, aber ansonsten alle Wünsche erfüllt. Das Buch ist in sich geschlossen, so dass man annehmen kann, dass weitere Romane der „Defying The Stars“-Reihe andere Figuren in den Mittelpunkt stellen werden.