E. B. Asher: This will be fun (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Montag, 10. August 2026 07:15

E. B. Asher
This will be fun
(This will be Fun, 2024)
Übersetzung: Jara Dressler-Rohilla
Heyne, 2026, Paperback, 512 Seiten, 18.00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Hinter dem Pseudonym E. B. Asher verstecken sich die erfolgreichen Romance-Autorinnen Bridget Morrissey, Emily Wibberley und der Autor Austin Sigmund-Broka. Ganz offensichtlich wollten sie sich auch einmal an waschechter Romantasy ausprobieren und verfassten deshalb den nicht ganz ernstgemeinten Roman „This will be fun“.
Vor zehn Jahren waren Clare, Beatrice Elowen und Galwell als die Helden, die Prinzessin Thessia aus den Klauen eines bösen Magiers retteten, in aller Munde. Doch weil einer von ihnen sein Leben opferte; trennten sie sich voneinander und sprachen seither kein Wort mehr miteinander, versuchten allein zurechtzukommen.
Aber nun ereilt sie ein Ruf der Prinzessin, die inzwischen zur Königin geworden ist. Thessia braucht erneut ihre Hilfe und bittet deshalb die überlebenden Drei, ihr zu helfen. Das bedeutet, dass sich die einstigen Helden wieder zusammenraufen müssen, um erneut jemanden aus höchster Not zu retten.
Die Handlung ist simpel und wird auch heute noch gerne in vielen Geschichten benutzt, weil sie immer funktioniert. Denn wie so oft holt die Helden nach dem großen Sieg irgendwann auch wieder die Vergangenheit ein und das gleich im doppelten Sinne. Denn immerhin haben sie auch noch etwas untereinander aufzuarbeiten.
Zwar hängen ihnen die Taten immer noch nach, vor allem Clare, der sich als Ritter gut zu vermarkten weiß und eine ordentliche Fan-Gemeinde hinter sich hat, aber gerade Elowen und Beatrice machen sich nicht mehr viel draus, letztere hat sogar all das verloren, mit dem sie glaubte, ihren Verlust ausgleichen zu können.
Der Roman beschäftigt sich erst einmal sehr ausführlich mit den Befindlichkeiten der drei Hauptfiguren, die in ihrem Leben gescheitert zu sein scheinen, führt sie dann zusammen und schubst sie im letzten Drittel in das Abenteuer, das noch einmal ihre Lebensgeister wachrütteln und sie wachsen lassen darf.
Bedient werden dabei sehr viele Klischees der märchenhaften Fantasy mit einigen Modernismen, die nicht so ganz in das Setting zu passen scheinen.
Man merkt schon, dass die Autorinnen und der Autor zwar eine solide Geschichte abspulen können, aber nicht wirklich Ahnung von Fantasy an sich haben.
Das Ganze liest sich wie eine moderne Beziehungsgeschichte zwischen Freunden, die wieder zusammenfinden müssen, garniert mit ein wenig Magie und einem nur scheinbar exotischen Hintergrund. Die Figuren bleiben eher blass, bedienen die Archetypen des Liebesromans und wirken auch irgendwie viel jünger als sie sein dürften.
Alles in allem bleibt der flüchtige Eindruck einer leichten und unterhaltsamen Lektüre, die allerdings Fantasy-Fans deutlich enttäuschen dürfte, weil letztendlich alles der Romantik und dem Beziehungsgeflüster untergeordnet wird.
„This will be fun“ eignet sich durchaus als Urlaubslektüre, wenn man nach einem leichten und unkomplizierten Buch mit ein wenig Abenteuer, aber keinem allzu komplizierten Hintergrund oder Figuren sucht, das einen am Ende mit einem wohligen Gefühl zurücklässt, das aber auch keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.