Bastard 1 (Comic)
- Details
- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Freitag, 24. Juli 2026 08:03

Bastard 1
Text: Carnby Kim
Zeichnungen: Youngchan Hwang
Übersetzung: Alexandra Dickmann
Manga Cult, 2026, Paperback, 404 Seiten, 20,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Manche Manhwas schlagen in eine Kerbe, die man sonst nur aus dunklen und brutalen Psycho-Thrillern kennt und bieten Inhalte, die durchaus Horror-Vibes haben. Eine dieser Geschichten ist nun frisch erschienen und trägt einfach nur den Titel „Bastard“.
Jin hat eine ganze Menge verloren. Seine Mutter ist früh verstorben, er selbst wurde bei einem Unfall, an den er sich nicht mehr erinnern kann, schwer verletzt und hat nicht nur ein Auge verloren, sondern seither auch eine künstliche Herzklappe.
Weil er dadurch anders wirkt, ist er in der High School der Außenseiter, der immer gehänselt wird. Nur eine Schülerin steht immer wieder für ihn ein, weil sie nichts zu verlieren hat. Aber sie kennt auch nicht sein düsteres Geheimnis.
Denn Jin ist auch der Gehilfe eines Serienkillers in seiner unmittelbaren Nähe. Sein Vater, der in der Öffentlichkeit als rechtschaffener und gesetzestreuer CEO seiner Firma auftritt, ist in Wirklichkeit ein sadistischer Frauenmörder.
Und so spielen die Beiden den anderen Menschen in ihrem Umfeld genug vor, um diese zu täuschen. Das hat aber auch den Jungen verändert, der nach und nach immer weniger mit sich machen lässt und auch nichts fühlt.
Allerdings könnte sich das ändern, denn immerhin weckt Yoon Kyeon in ihm wieder Gefühle, weil sie freundlich und nett ist, ohne etwas von ihm zu erwarten und selbst genug mit allem zu kämpfen hat, da sie einen Geldeintreiber am Hals hat.
Die Geschichte baut so jedenfalls ein interessantes und facettenreiches Szenario auf, das noch viel Spielraum lässt und die Spannung durch entsprechende Andeutungen schürt, auch wenn die Handlung selbst überwiegend ruhig erzählt wird.
„Bastard“ mag sehr ruhig daherkommen, überzeugt aber durch eine tiefschwarze Geschichte aus dem Bereich des Psycho-Thrillers, der auch mit blutigen Horror-Elementen nicht spart, diese aber sehr gezielt einsetzt.