Lauren Palphreyman: The Wolf King (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Sonntag, 12. Juli 2026 17:38

Lauren Palphreyman
The Wolf King
Wolf King 1
(The Wolf King, 2025)
Übersetzung: Kerstin Fricke
Cove, 2026, Hardcover, 480 Seiten, 25,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Leidenschaftlich und romantisch, eine Geschichte um wilde und überaus männliche Wolfswandler und eine Prinzessin, die aus der ihr zugedachten Rolle ausbrechen will - das sind die Zutaten des Auftakts der Reihe, die wieder alle Erwartungen ihrer Zielleserschaft erfüllen möchte.
Prinzessin Aurora ist von ihrem Vater mehr oder weniger an einen verbündeten Fürsten verschachert worden. Sie bekommt schon einen Vorgeschmack dessen, was sie erwartet, als sie bei einem brutalen Wolfskampf einem Jungen das Leben rettet und so einem Wolfswandler-Alpha besonders auffällt.
Deshalb geschieht am Vorabend ihrer Hochzeit auch das Unerwartete, denn ausgerechnet dieser Mann, Callum mit Namen, entführt sie und nimmt sie mit zu seinem Clan. Aurora ist hin und her gerissen, weil sie nicht weiß, ob sie jetzt freier als früher sein kann. Aber auch jetzt bleibt sie ein Spielball zwischen den verschiedenen Machtgruppen.
Die Geschichte bietet all das, was die jungen Leserinnen sich heute wünschen. Eine selbstbewusste Heldin bekommt es schon bald mit faszinierenden und körperlich anziehenden Männern zu tun, beide Seiten müssen aber aufpassen, dass sie inmitten der höfischen Intrigen nicht zerrieben werden.
Die Autorin versammelt hier alle Klischees der letzten zwanzig Jahre. Natürlich sind die Werwölfe wieder einmal richtige Naturburschen, die eine sehr männliche und bodenständige Aura ausstrahlen und körperlich attraktiv sind. Aber auch die Heldin ist kein Mauerblümchen, sondern natürlich ebenso anziehend.
Die Handlung konzentriert sich dabei wieder einmal auf die sich entwickelnde Beziehung der beiden Figuren, die am Ende natürlich da landet, wo man sie erwarten. Die entsprechenden leidenschaftlichen Szenen werden auch geboten. Dazu kommen natürlich die obligatorischen höfischen Intrigen.
Alles andere bleibt dagegen eher auf der Strecke. Fantasy-Elemente werden hier nur als exotische Würze benutzt, die Welt und die Kulturen werden nicht einmal im Ansatz angerissen und das Abenteuer bleibt auch recht schnell auf der Strecke. Selbst die Intrigen werden nach dem üblichen Muster abgespult. Was bleibt ist eine solide, aber auch vorhersehbare Romanze.
„The Wolf King“ ist typische Romantasy. So unterhaltsam und flott der Roman geschrieben ist, so bleibt er doch auch nicht in Erinnerung, weil die Autorin viel zu sehr auf bekannte Handlungsmuster und die üblichen Klischees setzt, die in diesem Genre schon seit Langem üblich sind.