Gesa Schwartz: Feuerherz - In Fire and Rain 2 (Buch)

Gesa Schwartz
Feuerherz
In Fire and Rain 2
Piper, 2026, Paperback, 512 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mit „In Fire and Rain“ bekam Gesa Schwarz die Chance, ihre Mischung aus Fantasy und Dystopie noch einmal in dem Rahmen zu erzählen, den sie eigentlich geplant hatte, nachdem die Erstveröffentlichung stark gekürzt werden musste. „Feuerherz“ ist nun der zweite Teil und bringt die Geschichte zu einem dramatischen Ende.


Drachen haben die menschliche Zivilisation in Schutt und Asche gelegt und zusammen mit ihren Reitern verbreiten sie auch heute noch Angst und Schrecken. Die wenigen Überlebenden wie Sina versuchen irgendwie, im Untergrund weiterzumachen. Doch nun hat die junge Frau herausgefunden, dass es noch einen weiteren Weg gibt.

Nicht alle Drachen und ihre Reiter sind böse, ganz im Gegenteil, eine kleine Gruppe hat auch den Kampf gegen sie aufgenommen. Sina schließt sich ihnen an. Als sie selbst zur Drachenreiterin wird, erkennt sie, dass die mächtigen Wesen noch größere Geheimnisse haben und einige davon sogar in ihr schlummern.


Es mag zwar sein, dass immer wieder romantische Momente in der Geschichte zu finden sind, aber nicht im Vordergrund stehen, wie in modernen Romanen. Tatsächlich konzentriert sich Gesa Schwarz auch diesmal mehr auf die Entwicklung der Heldin, die so Einiges über sich, ihre Kräfte und die Drachen lernt. Denn sie kann nur dann über sich hinauswachsen, wenn sie Hass und Wut loslässt und sich dem Kern des Feuers in sich öffnet - eine klassische Aussage, die sich wieder einmal bewahrheitet, aber für den roten Faden in der Geschichte sorgt.

Das Abenteuer geht weiter, denn die Feinde ruhen nicht und konzentrieren ihre Angriffe nun mehr auf die Schattenreiter, die Rebellen gegen ihr Regime, so dass es ordentlich rund geht und die Action nicht zu kurz kommt.

Das Schlachtenglück wogt hin und her, die Handlung bietet immer wieder neue überraschende Wendungen und hält die Leser in Atem. Das Ende ist tatsächlich wohlverdient und rund.

Immerhin setzt die Geschichte auch diesmal auf eine gute Mischung, denn der Hintergrund wird weiter ausgebaut, die Figuren rund um Sira erhalten weitere Facetten und die Liebesgeschichte ist angenehm zurückhaltend in das Geschehen eingebaut.

„Feuerherz“ schließt den „In Fire and Rain“-Zweiteiler gelungen ab. Auch hier stehen die abenteuerlichen Aspekte der Fantasy-Dystopie im Mittelpunkt und sorgen für Lesevergnügen. Die Liebesgeschichte ist zwar vorhanden, drängt sich aber in Bezug auf die Figuren und ihre Entwicklung nicht in den Vordergrund.