Struan Murray: Das Erbe des Feuers - Dragonborn 1 (Buch)

Struan Murray
Das Erbe des Feuers
Dragonborn 1
(Dragonborn, 2025)
Übersetzung: Ulrike Köbele
Titelbild und Illustrationen: Devin Elle Kurtz
Loewe, 2026, Hardcover, 400 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der schottische Autor Struan Murray liebt es offensichtlich, seine Abenteuer-Geschichten für Kinder und Jugendliche mit einem gewissen magischen Touch und einem Hauch Mythologie zu versetzen. Das ist auch in „Das Erbe des Feuers“ der Fall, dem ersten Band von „Dragonborn“.


Alex hat kaum Zeit zum Atmen, denn seit dem Tod ihres Vaters kontrolliert sie ihre Mutter, wo sie nur kann und wird regelrecht wütend, wenn sie versucht dem zu entgehen. Und dann spürt sie auch noch eine Veränderung in sich, die sie nicht versteht.

Ein charismatischer Fremder enthüllt ihr, dass sie mehr als ein Mensch ist und nimmt sie mit auf die magische Insel Skralla. Dort soll sie nicht nur verstehen, was sie in Wirklichkeit ist, sondern auch lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren, was leicht gesagt ist.


Wie sich jeder Leser denken kann, geht es nicht nur allein darum. Aber der Autor lässt sich erst einmal Zeit, Alex und ihre Mutter vorzustellen und sie dann auch noch in die neue Welt einzuführen, in der sie nicht mehr allein ist.

Alex findet Freunde und Rivalen, aber sie kann auch nicht wirklich loslassen. Dennoch zeigen sich immer wieder neue Facetten ihres Wesens und ihrer Talente, die ihr nicht nur Freunde einbringen. Und letztendlich weckt das auch das Interesse einer uralten Macht - einem legendären Drachen namens Drag Midna, der nur eines im Sinn hat: Die Menschen auszulöschen. Außerdem ist er dem Mädchen näher als gedacht.

Doch bis die Erkenntnis kommt, füllt der Autor die Geschichte mit all den Themen, die junge Leserinnen und Leser ab Zwölf bewegen dürften. Auf der einen Seite geht es darum, sich selbst zu entdecken, auf der anderen, sich von den Eltern in einem ersten Schritt zu lösen. Das sorgt allein schon für Spannung, dazu kommen aber auch die zahlreichen Andeutungen und Geheimnisse, die das junge Mädchen umgeben.

Heraus kommt eine kurzweilige und jugendgerechte Geschichte, die vielleicht für erfahrene Leser durchschaubar ist, nicht aber für die angepeilte Zielgruppe.

„Das Erbe des Feuers“ ist der solide Auftakt zur „Dragonborn“-Reihe. Der Roman richtet sich an alle jungen Leserinnen und Leser, die von Drachen und spannenden Abenteuern mit Magie nicht genug bekommen können.