Shadows House 14 (Comic)

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Shadows House 14
Übersetzung: Florian Weitschies
Cross Cult, 2025, Paperback, 160 Seiten, 8,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Was geht da im Kinderflügel vor sich? So langsam werden die Erwachsenen im Shadows House misstrauisch, nachdem sie es lange Zeit, den schwächeren Mitgliedern, die unter ihnen stehen, überlassen haben, Ordnung zu schaffen, wie etwa Gilbert und Edward. Aber reicht das aus?

Immerhin hat John gezeigt, dass er sich gegen Gilbert stellen konnte, der die Kräftelosen jagte und umbrachte, aber er ist schwer verletzt und muss sich erst einmal wieder erholen. Das hindert aber Kate nicht daran, ihre Revolution weiter fortzuführen.

Sie wendet sich nun bewusst an die Sternenträger und versucht diese für sich zu gewinnen, auch wenn sie dafür selbst eine werden muss. Und sie braucht Hilfe, um den Spitzel im Kinderflügel zu finden und zu enttarnen.


Vordergründig geht es immer noch recht ruhig in der Geschichte zu, aber die Spannung entsteht weniger durch irgendwelche Kämpfe als weitere Enthüllungen und nicht zuletzt durch die sich entwickelnden Netzwerke unter den im Haus Lebenden.

Kate ist tatsächlich Herz und Seele der Rebellion und will sich nicht einfach unterkriegen lassen. Dabei zeigt sie mehr als einmal, dass sie mehr als nur ein „Kind“ ist, was sich am Ende auch ein wenig verändert.

Die Intrigen werden jedenfalls weitergesponnen, man erfährt noch ein paar Geheimnisse und nicht zuletzt werden auch die Erwachsenen immer mehr in die ganze Geschichte mit hineingezogen. Zudem ist da immer noch Edward, der im Hintergrund auf einen günstigen Moment zu warten scheint.

Die Suche nach einem Spion, die weiteren Entwicklungen halten die Spannung hoch, auch wenn ein Einstieg so nicht mehr möglich ist, um alles zu verstehen. Allerdings machen sich auch leichte Ermüdungserscheinungen breit, weil es sich vielleicht etwas zu sehr zieht. Andererseits erhalten so auch bisher weniger beachtete Figuren ein Profil.

„Shadows House“ spinnt das Intrigengeflecht weiter und bleibt interessant, zumal auch noch ein paar weitere Kleinigkeiten ans Licht kommen. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass sich bald auch mehr bewegt und nicht alles auf diesem ruhigen Niveau bleibt, sonst könnte erste deutliche Langeweile aufkommen. Aber da muss sich der Leser wohl überraschen lassen.