Ren Dhark Weg ins Weltall 108: Angriff der Supersoldaten, Anton Wollnik (Hrsg.) (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 23. Juni 2022 10:13

Ren Dhark Weg ins Weltall 108
Angriff der Supersoldaten
Anton Wollnik (Hrsg.)
Titelbild: Ralph Voltz
HJB, 2022, Hardcover, 272 Seiten, 17,90 EUR
Rezension von Robert Monners
Jan Gardemann, Jessica Keppler und Gary G. Aldrin durften diesmal im Fahrersitz der „Ren Dhark“-Fortschreibung Platz nehmen. Wie wir dies kennen, hat Expokrat Anton Wollnik drei Handlungsstränge vorgegeben.
Ren Dhark ist dem Ruf des Verräters Arjun Chatterjees gefolgt. Tief unter der vereisten Oberfläche eines abgelegenen Planeten versuchen sie einen Schebekaisen in Besitz zu nehmen - allein, das Machwerk aus baldurischer Fertigung zerrinnt ihnen, im wahrsten Sinne des Wortes, unter ihren Händen zu Staub. Besser geht es damit, einen seit Jahrtausenden in einem temporaten Zeitstrahl konservierten Heiwahr zum Leben zu erwecken.
Weiter nach Babylon und in Diestadt. Während Jos Aachten van Haag und Liv Sanders auf dem Planeten ohne Gesetz versuchen, den Umtrieben von Madame Friedel Einhalt zu gebieten, geschieht zu Hause etwas Erschreckendes. Die Forschungen der skrupellosen Verbrecherin, aus Menschen Superkrieger ohne eigenes Denken zu schaffen, ist weiter fortgeschritten, als befürchtet. Der Angriff auf die GSO beweist, dass es fünf nach 12 ist.
Zuletzt geht es wieder nach Orn. Hier haben die zehn Besatzungsmitglieder, die sich freiwillig als Geiseln opferten, den Ringraumer, der sie in die Freiheit bringen soll, gefunden. Dumm nur, dass auch an Bord des alten Raumschiffes mannigfaltige, tödliche Gegner lauern.
Drei ganz unterschiedliche Handlungsstränge warten auf die Leser. Fangen wir hinten an: die Handlung um die CHARR in Orn, die Sklaven, die auf einem Planeten deportiert wurden, erweist sich als längst erzählt. Sprich, obwohl es immer wieder zu Scharmützeln und Gefechten kommt, tödliche Bedrohungen hinter fast jedem Eck warten, ist das Wesentliche gegessen, lässt die Handlung ein wenig die große Faszination vermissen.
Weit besser der Plot um Diestadt; nachdem die ständigen Wiederholungen um unseren manischen Bodybuilder endlich beendet wurden, scheint sich hier eine wirklich existenzielle Bedrohung für die Menschen aufzubauen.
Noch nicht klar ist, wie es mit Chatterjee und der Suche nach den Balduren weitergehen wird. Hier hängt inhaltlich - noch - Vieles in der Luft.
Stilistisch bieten sich die Texte unauffällig an; deutlich wird, dass auch bei „Ren Dhark“ die Frauen eine glücklicherweise immer aktivere, gleichberechtigte Rolle übernehmen.
So bleibt mir als Fazit, dass sich der Plot der drei Handlungsstränge durchaus jeweils unterhaltsam und spannend präsentiert, so Manches noch offen bleibt, aber für Spannung gesorgt ist.