Doctor Who: Die verlorene Dimension (Comic)

Doctor Who: Die verlorene Dimension
(Doctor Who - The Lost Dimension Vol 1, 2018)
Autoren: George Mann, Cavan Scott, Nick Abadzis
Zeichnungen: Rachael Stott, Adriana Melo, Cris Bolson u.a.
Übersetzung: Claudia Kern
Panini, 2019, Paperback, 128 Seiten, 17,00 EUR, ISBN 978-3-7416-1436-1

Rezension von Christel Scheja

Mittlerweile erfreuen sich im englischen Sprachraum die Multi-Doctor-Events bei den „Doctor Who“-Comicserien einer größeren Beliebtheit, da sie mindestens einmal im Jahr erscheinen und bei „Verlorene Dimensionen“ nun auch noch im doppelten Umfang.


Wieder einmal merken die Doktoren und ihre Begleiter schmerzhaft dass etwas im Universum vor sich geht, das nicht sein sollte. Denn es ist wieder möglich, dass sich die verschiedenen Inkarnationen des Timelords begegnen und das ist schon eine Katastrophe für sich, denn das bedeutet auch, dass die Realität zusammen zu brechen scheint.

Aber wie immer gibt er mit seinen Freunden die Hoffnung nicht auf und tut das, was er nicht lassen kann - herausfinden, was passiert ist, um zu retten, was zu retten ist. Und wenn er dafür in die Geschichte seines eigenen Planeten eingreifen muss, weil es etwa den elften Doktor in die Frühzeit Gallifreys verschlägt.


Dieser Event erscheint in zwei Sammelbänden, denn die Geschichte hat es in sich, kann wohl nicht nur in die übliche Anzahl von vier bis fünf Heften gestopft werden, wenn man das Event entsprechend vorbereiten und dann auch noch vernünftig zelebrieren will.

Wie immer haben weder die Doktoren noch ihre Begleiter einen besonderen Plan, als das Chaos losbricht und die TARDIS sie in unmögliche Situationen bringt - sei es mit den Silurianern oder eben zurück in die ferne Vergangenheit Gallifreys, in der das Zeitreisen gerade erst erfunden wurde. Dabei fallen viele Anspielungen und Hinweise, die die Fans zum Mitdenken einladen, denn einige davon könnten durchaus auf spätere Entwicklungen hinweisen.

Die Weichen werden wie immer in diesem ersten Band gestellt und viele Fragen aufgeworfen, auf die nur wenige Antwort gegeben werden, damit der Leser auch neugierig auf den zweiten Band bleibt. Dabei erhalten Fans wieder einmal die Gelegenheit, auch die klassischen Doktoren kennen zu lernen, die ebenfalls zeitweise in der Handlung präsent sind und den aktiven Helden wichtige Hinweise geben können.

Fazit: „Doctor Who: Die verlorene Dimension“ ist ein Multi-Doctor-Event, das sich nicht nur durch den schieren Umfang sehen lassen kann, nimmt sich die Handlung doch Zeit, das Szenario aufzubauen und gleich an mehreren Stellen Brandherde zu entfachen, die die Helden beschäftigt halten werden. Vor allem dem elften Doktor scheint eine größere Rolle zuzukommen, und es gibt einen spannenden Einblick in die Vergangenheit.