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Erschienen: "Zombies"

Die Erleuchtung des Zimmers geschah durch eine kleine Petroleumlampe, die auf dem Fenster gestanden hatte. Ihr Lichtschein war so trübe, dass Dudley gleich an einen auf der Hand liegenden Grund für dieses Zwielicht dachte. Auch sonst waren die Kulissen richtig entworfen. Eine Empire-Einrichtung im letzten Zustand der Auflösung, Staub, Schmutz, zerrissene, herabhängende Tapeten, feuchte Flecke, die wie Landkarten aussahen, an der Decke, und ein Geruch von Moder und Tod. Und aufrecht in einem vergoldeten Stuhl saß ein alter Mann. Es war ein Schwarzer, das erkannte man an den Lippen, der Schädelform und an dem wolligen Haar, trotzdem dieses weiß war. An der Hautfarbe hätte man es nicht erkannt, denn diese war grau-blau. Dudley trat näher an den Stuhl heran. Das junge Mädchen nahm die Lampe und stellte sich mit ihr neben dem Amerikaner auf. "Zombie", sagte das junge Mädchen.

Mit "Zombies" präsentiert Lars Dangel eine weitere, von ihm zusammengestellte Anthologie mit zwanzig phantastischen Geschichten, von heute oft vergessenen, aber immer noch lesenswerten Autoren. (Taschenbuch, 244 Seiten, 14,00 EUR)

Enthalten sind folgende Geschichten:
Maurice Renard: Die Verdammung des S. M. Kreuzers ESSEN
Victor Witte: Zombies
Hans Bethge: Tante Betty
Wolfgang Federau: Die Maske
W. W. Jacobs: Die Affenpfote
Karl Hans Strobl: Die Eiweiß-Soldaten
A. Baumgart: Die Geisterhand
E. F. Benson: Das Gesicht
Paul Asper: Tempe
Carl Lindow: Die Kammerzofe des Tut-Ench-Amun
C. E. Borel: Gotische Vision
H. G. Wells: Das rote Zimmer
Rudolf Lindau: Wahngebilde
Alexander Keller: Der verliebte Anachronismus
Maurice Montégut: Seelenwanderung
L. von Huene: Der Jugendtrank
Erich von Mauern: Ich
Ernst Wiechert: Das Kind und die Wölfe
Konstantin Bauer: Das Meisterwerk
Otto Moser: Die Krötenhexe von Oldisleben

Quelle: Edition Dornbrunnen