Barry Jonsberg: Nur einen Sternenhimmel entfernt (Buch)

Barry Jonsberg
Nur einen Sternenhimmel entfernt
(A Little Spark, 2022)
Übersetzung: Alexandra Ernst
cbt, 2026, Taschenbuch, 300 Seiten, 13,00 EUR

Rezension von Petra Weddehage

Cate ist ein Scheidungskind, daher verbringt sie jedes zweite Wochenende mit ihrem Vater. Dieser verwandelt ihre gemeinsame Zeit in wundersame, märchenhafte Abenteuer. Er geht mit ihr auf Einhorn-Jagd oder zeigt ihr die Sterne. Dabei sehen Vater und Tochter rotierende Lichter und Cate ist daher nicht ganz sicher, ob ihr Vater hier wieder seine magischen Ideen spielen lässt. Eventuell sind ja doch Aliens unterwegs.

Cate hütet die gemeinsame Zeit mit ihrem Vater wie einen Schatz. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht Sam wäre. Nicht, dass Cate Sam nicht mögen würde. Immerhin ist er nett und der neue Freund ihrer Mutter. Allerdings bekommt dieser ein lukratives Angebot in London. Für Cates Mutter ist klar, dass beide mit ihm nach London ziehen. Cate allerdings ist da ganz anderer Meinung. Sie will die gemeinsamen Wochenenden mit ihrem Vater auch weiterhin genießen, da er ihre kreative Seite zum Vorschein bringt. Cate steht zwischen den Stühlen.

Doch dann geschieht ein lebensveränderter Unfall. Cate muss sich zurück ins Leben kämpfen und alles ist nun anders.


Die Story wird durch die wundervolle Vater-Tochter-Beziehung sehr schnell emotional. Eigentlich ist alles super. Die Mutter ist mit ihrer neuen Liebe glücklich und Sam mischt sich nicht zu sehr in Cates Leben ein. Die Leser werden dann mit einer großen Entscheidung konfrontiert. Dabei kann man sich nicht mit gutem Gewissen auf eine Seite stellen. Man vermag sowohl Cates als auch die Argumente ihrer Mutter Lois sehr gut nachvollziehen. Zudem sind die Protagonisten wie Sam und Cates Vater sehr sympathisch generiert worden. Es gibt hier keine wirklich bösen Figuren.

Leser werden sich bestimmt schnell mit der dramatischen, sehr emotionalen Story anfreunden. Zudem sind die magischen Momente, die Cates Vater erschafft, einfach wundervoll und schön. Leseratten dürften sich gerne auf die Story einlassen.