Rebecca Robinson: The Wicked and the Damned (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 30. Juli 2026 07:10

Rebecca Robinson
The Wicked and the Damned
Dark Inheritance 1
(The Wicked and the Damned, Dark Inheritance Trilogy 2, 2026)
Übersetzung: Nele Boysen, Katja Hald & Violeta Topaleva
dtv, 2026, Hardcover, 544 Seiten, 25,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Gut ein Jahr nach dem ersten Band, „The Serpent and the Wolf“, erscheint nun auch die Fortsetzung „The Wicked and the Damned, der Mittelteil der „Dark Inheritance“-Trilogie, der dort weiter macht, wo der erste Band aufhörte.
Auch wenn es zunächst nicht danach aussah, so haben die eigenwillige Prinzessin und Hexe Vaasa und der kriegerische Reid zusammengefunden. Allerdings blieb ihr nichts anderes übrig, als einen Pakt mit dem finsteren Magier Ozik einzugehen, um das Leben ihres Geliebten zu retten.
Während sie nun, von ihrer Magie und ihrem Hexenzirkel getrennt, in ihr Heimatland zurückkehrt, um als Marionette des Zauberers zu dienen und ihm wie auch seinen Verbündeten die Macht über das Reich zu verschaffen, kocht Reid vor Zorn und versucht alles, um Vaasa zu retten.
Eines muss man der Autorin lassen: Sie mag zwar auch die Erwartungen und Wünsche der Romantasy-Fans erfüllen, gibt aber auch dem Abenteuer und den höfischen Intrigen mehr Raum. Denn immerhin ist Vaasa nicht nur die schwache Prinzessin, die auf ihren Retter harrt, sie versucht auch eigene Wege zu gehen, um sich aus ihren Fesseln zu befreien, während sie aber auch genau beobachtet, was um sie herum passiert.
Der aktivere Teil kommt natürlich Reid zu, der alles daransetzt, seine Geliebte zu retten, auch wenn er dabei nicht mit einer Armee kommt, sondern allein aktiv ist. Aber das gibt die Gelegenheit, neue Figuren einzuführen und die Entwicklungen aus einer anderen Sicht aufzurollen.
So bleiben die Figuren erst einmal eine Weile voneinander getrennt und entwickeln sich entsprechend weiter, müssen das Beste aus ihrer Situation machen und herausfinden, wie sie das Netz aus Intrigen und dunklen Zaubern brechen können.
Dadurch bleibt es spannend. Zudem werden auch schon einige wichtige Weichen für den abschließenden Band der Trilogie gestellt.
Wie auch schon im ersten Band bleibt das Worldbuilding eher blass, dennoch erfährt man genug, um sich die Szenarien vorstellen zu können. Die Spannung ist angenehm hoch, so dass die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen. Und auch die leidenschaftlichen Momente fügen sich passend in das Geschehen ein, wirken nicht aufgesetzt.
Alles in allem bietet „The Wicked and the Damned“ eine solide und unterhaltsame Fortsetzung der „Dark Inheritance“ -Trilogie. Die Handlung wird spannend weitergeschrieben und alle Weichen gestellt, damit es im dritten Band noch einmal auf allen Ebenen dramatisch werden kann.