The Ghost’s Nocturne 1 (Comic)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 28. Juli 2026 10:51

The Ghost’s Nocturne 1
Text: ANANAS
Zeichnungen: C. R Jade
Übersetzung: Alexandra Dickmann
Cross Cult, 2026, Paperback, 288 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
In den letzten Jahren gewinnt durch die zahlreichen Manhwas und Webtoons auch die koreanische Mythologie immer mehr an Bedeutung, Und so sind Geschichten wie „The Ghost’s Nocturne“ keine Seltenheit mehr, vor allem wenn sie die phantastischen Elemente mit Boys Love verbinden.
Jae-shin ist der Sohn des Königs der Unterwelt und denkt, dass er sich alles erlauben kann. Doch irgendwann hat sein Vater genug davon, dass der Sprössling sich hemmungslosen Ausschweifungen hingibt und grausam mit den Sterblichen spielt.
Als der junge Dämon eine Grenze überschreitet, wird er hart bestraft und mit einem Fluch in die Menschenwelt verbannt. Nur wenn er einen Sterblichen findet, der ihn aufrichtig liebt, wird er wieder er selbst sein und nicht über Tag nur ein hilfloser Welpe.
Dadurch ist der weitere Weg eigentlich klar, denn nach seinem Fall wird Jae-shin von einem freundlichen Prinzen eingesammelt, der die Rechtschaffenheit und Güte in Person ist, aber auch seine Prinzipien hat.
Er gibt dem verwahrlosten Welpen ein Heim in seinem Palast, ist aber nicht gerade von dem Fremden überzeugt, der in der Nacht auftaucht und ihn zugleich hemmungslos verführt. Dennoch kann er sich auch der dämonischen Ausstrahlung nicht entziehen.
Und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt, denn die Geschichte dreht sich vor allem darum, die intimen Szenen von Jae-shin und dem Kronprinzen Lee Nok in Szene zu setzten und alles andere drumherum zu vergessen.
Das Ganze ist immerhin sehr ansprechend in Szene gesetzt und sauber gezeichnet. Die Handlung nimmt sich auch die Zeit, den Dämonenprinzen und seinen Charakter ausführlich vorzustellen, so dass man gespannt sein darf, ob und wie er sich verändert.
Alles in allem ist „The Ghost’s Nocturne“ eine solide leidenschaftliche Boys-Love-Geschichte, die vielleicht inhaltlich nichts Neues bietet, aber recht ansprechend gezeichnet ist, so dass keine Wünsche offenbleiben.