Lia Rivers: Connected - Sprache der Seelen (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 14. Juli 2026 12:02

Lia Rivers
Connected - Sprache der Seelen
Kuneli, 2026, Taschenbuch, 512 Seiten, 21,99 EUR
Rezension von Christel Scheja
Lia Rivers wurde 1981 in Paderborn geboren und lebt heute mit der Familie in der Nähe von Aachen. Sie hatte immer den Traum selbst zu schreiben, bekam den Anstoß aber erst durch einen Text ihrer Tochter und erhielt die Chance beim Kuneli Verlag ihr Debüt „Connected - Sprache der Seelen“ zu veröffentlichen.
Kathy ist ein Waisenkind und wächst, weil sich niemand fand, der sich um sie kümmern wollte, in einem versteckten und naturnahen Kinderheim in Rhode Island auf. Lange Zeit ist alles in Ordnung, doch dann beginnen sie albtraumhafte Visionen zu quälen und selbst am Tag zu stressen.
Glücklicherweise hat sie Freunde, die ihr dabei helfen, mehr über das herauszufinden, was in ihr schlummert und alle von außen her bedroht, Es ist ausgerechnet der eigenwillige Finn, der sie auf die richtige Spur bringt und sie erkennen lässt, in welche Richtung ihre erwachenden Gaben gehen könnten.
Auch wenn die Geschichte einige magische Elemente besitzt, die immerhin handlungstragend sind und für ein wenig Spannung und Geheimnisse sorgen, so liegt der Fokus der Geschichte doch mehr auf dem Young-Adult-Anteil und den sich entwickelnden Beziehungen zwischen den Figuren.
Die Autorin nimmt sich die Zeit, die Charaktere angemessen einzuführen. Der Schauplatz bleibt dagegen blass, könnte letztendlich auch durchaus verlegt werden. Denn spezifische Elemente der amerikanischen Kultur und der Region fließen eigentlich nicht mit ein, auch bleiben viele Erwachsene blass.
Die Geschichte konzentriert sich bewusst auf die Interaktion zwischen den Figuren, die recht lebensnah in Szene gesetzt wird. Und natürlich kommt neben der besten Freundin bald auch noch jemand dazu, der Kathy bisher nicht sonderlich interessierte, jetzt aber wichtig wird, auch in romantischer Hinsicht.
Die Handlung nimmt sich Zeit und das ist vielleicht auch ein wenig der Knackpunkt, denn die sie kommt nur sehr schwer in Gang, es gibt immer wieder Durchhänger und der Hintergrund wird meistens nur am Rande mitgeführt. Das könnte vielleicht den einen oder anderen Leser etwas stören. Ansonsten ist das Buch recht ansprechend geschrieben, zumindest die wichtigen Charaktere erwachen gut zum Leben.
„Connected - Sprache der Seelen“ ist eine liebevoll verfasste Young-Adult-Geschichte, die sich irgendwo zwischen Coming of Age und Romantasy bewegt. Die Handlung ist sorgfältig ausgearbeitet, hat leider aber auch gerade im Mittelteil Längen, die ungeduldigere Leser herausfordern könnten.