RuNyx: Enigma - Wahrheit, Begehren, Dunkelheit (Buch)

RuNyx
Enigma - Wahrheit, Begehren, Dunkelheit
(Enigma, 2025)
Übersetzung: Michaela Link
Everlove, 2026, Hardcover, 534 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

RuNyx ist das Pseudonym einer Autorin, die lieber unerkannt bleiben möchte. Nach „Gothikana“ und der „Dark Verse“-Reihe legt sie nun mit „Enigma - Wahrheit, Begehren, Dunkelheit“ einen weiteren Dark-Academia-Einzelband vor.


Salem gilt, seit sie denken kann, als schwarzes Schaf ihrer Familie. Dennoch beschließt sie nach dem mysteriösen Tod ihrer Schwester herauszufinden, ob das wirklich ein Selbstmord war, so wie alle behaupten. Deshalb schreibt sie sich auch an der renommierten Mortimer-Universität ein.

Sie beginnt nun zu ermitteln und stößt dabei immer wieder auf Widerstände, wird immer tiefer in die Geheimnisse des Ortes hineingezogen. Und schon bald merkt sie, dass sie nur einen Verbündeten hat: Caz ist ebenso düster wie charismatisch - und er hat ähnliche Beweggründe wie sie…


RuNyx erzählt keine neue Geschichte, denn die Intention der Heldin, herauszufinden wie und warum ein Familienmitglied wirklich starb, ist ein gerne verwendetes Thema in Geschichten, seien es nun Krimis, Psycho-Thriller oder gar Liebesgeschichten. Auch hier finden sich die klassischen Zutaten.

Es sei dahingestellt, ob die Geschichte wirklich phantastische Elemente hat, denn wenn tauchen sie nur ganz leicht am Rande auf, die Geschichte funktioniert auch so und ist mit all dem bestückt, was eine Romance-Geschichte mit Dark-Academia-Vibes ausmacht, nämlich einmal eine Elite-Universität, die einen Ruf zu verlieren hat und eine geheime Gruppe, die im Hintergrund herumpfuscht. Dazu kommt eine Heldin, die sich ebenfalls nicht so ganz an die Konventionen ihrer Familie hält und ein Mann, der durch seine Bad-Boy-Ausstrahlung natürlich schon bald auch bestimmte Begehrlichkeiten weckt.

Die Handlung ist solide gestrickt und wird flott erzählt, auch wenn sie leider keine großen Überraschungen bietet. Dafür erwarten den Leser natürlich zwei Helden, die aufeinander zuwachsen und letztendlich auch leidenschaftliche Momente miteinander teilen dürfen. Und die Geschichte ist immerhin mit einem runden Ende versehen, das ebenfalls keine Wünsche offenlässt.

Alles in allem ist „Enigma - Wahrheit, Begehren, Dunkelheit“ nicht unbedingt ein Buch, das man kennen muss, aber durchaus lesen kann, wenn man auf romantisch angehauchte Dark-Academia-Geschichten steht und noch nicht ganz so viel mit dem Plot selbst gelesen hat.