Keshe Chow: Strange Familiars (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 11. Juni 2026 13:58

Keshe Chow
Strange Familiars
Seamere College 1
(Strange Familiars, 2026)
Übersetzung: Sarah Heidelberger
Titelbild: Adelle Kincel
Moon Notes, 2026, Paperback, 496 Seiten, 19,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Dark Academia, vermischt mit beliebten Tropes wie Rivals to Lovers und einem gewissen Schuss an Spice sind heutzutage sehr beliebt bei Leserinnen. Und das spiegelt sich auch in den Büchern wider, die regelmäßig erscheinen. So schlägt auch „Strange Familiars“ in diese Kerbe, der erste Band der „Seamere College“-Dilogie.
Gwendolynne Chan hat nur ein Ziel: Sie will ihren Abschluss am Seamere College für magische Tiermedizin glänzend schaffen, um so mit einem Stipendium eine große Karriere zu starten, um es allen anderen zu zeigen, da sie bisher immer ausgegrenzt wurde.
Doch leider kommt ihr immer wieder ihr ärgster Rivale in die Quere. Harrisford Briggs ist nicht nur ein arroganter Mistkerl, er stammt auch aus reichem Hause. Doch dann erschüttern Magie-Explosionen die Stadt und die beiden müssen zusammenarbeiten.
Der weitere Verlauf der Handlung ist eigentlich klar. Die beiden, die sich am Anfang eher anzicken und hitzige Wortgefechte liefern, kommen sich durch das gemeinsame Ziel langsam näher, blicken hinter die Fassade des jeweils anderen und lernen sich so besser kennen, schätzen und irgendwann auch lieben.
Das Ganze wird mit magischen Tieren gespickt, die ebenfalls ihren Senf zum Thema geben und so das Geschehen etwas aufmischen. Und natürlich geraten sie auf dem Weg zur Wahrheit immer wieder in Schwierigkeiten, die sie aber immer noch mehr miteinander zusammenschweißen.
So gesehen ist die Handlung absolut nichts Neues, wird aber immerhin mit leichter Feder und einem guten Schuss Humor in Szene gesetzt.
Die Figuren selbst entsprechen den gängigen Archetypen dieser Geschichten, bleiben daher leider ein wenig blass. Alles in allem wird man so das Gefühl nicht los, dass der Roman gefällig gestrickt wurde, aber in erster Linie gängigen Erfolgsmustern folgt, die natürlich die wenigen eigenen Ideen der Autorin nicht gerecht werden können. Immerhin ist die Aufmachung ansprechend, da Titelbild und Farbschnitt wie aus einem Guss sind.
„Strange Familiars“, der erste Band von „Seamere College“, erfüllt in erster Linie die Erwartungen der Leserinnen, die eine typische College-Romanze mit einem guten Schuss an Dark Academia und einem Hauch Urban Fantasy zu schätzen wissen, aber letztendlich nicht mehr erwarten. Die Geschichte mag ein paar gute Ansätze haben, diese werden aber leider verschenkt.