Mara Belger: Schicksalserbin - Das Zeichen der verborgenen Macht (Buch)

Mara Belger
Schicksalserbin - Das Zeichen der verborgenen Macht
2026, Taschenbuch, 320 Seiten, 12,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Schon mit vierzehn Jahren begann die 1991 geborene Mara Belger an ihrem nun erschienenen Debüt-Roman „Schicksalserbin - Das Zeichen der verborgenen Macht“ zu schreiben. Von der damaligen Begeisterung der Jugendlichen schimmert auch heute noch Einiges bei der hier vorliegenden Version durch.


Hautnah bekommt Loana die lange fällige Trennung ihrer Eltern mit. Ihre Mutter und sie ziehen in das Haus der verstorbenen Großmutter, doch dort scheint etwas nicht zu stimmen. Warum hat sie das Gefühl verfolgt zu werden, weshalb öffnen sich manche Türen nur für sie? Und was hat es mit den seltsamen Träumen auf sich, die sich immer mehr intensivieren?

Eines Tages landet sie überraschend in einer Parallelwelt und erfährt, dass sie mehr oder weniger dazu auserwählt ist, sich gegen einen dunklen Magier namens Mirokh zu stellen, der das Land kontrolliert. Doch um dazu bereit zu sein, muss sie noch jede Menge von der Rebellengruppe lernen und bereit dazu sein, ihr Schicksal anzunehmen.


Viele Elemente der Geschichte sind klassisch und wurden sicherlich schon Dutzende Male erzählt, gerade was die Auserwählte betrifft, die aus unserer Welt in eine andere gerät und dort erst einmal noch so Einiges lernen muss, um bereit für den großen Kampf gegen das Böse zu sein.

Natürlich bekommt sie Hilfe von einer Rebellengruppe, die sie über ihre Vergangenheit und ihren Hintergrund aufklärt, aber auch unterrichtet, damit sie langsam, aber sicher in ihre Rolle hineinwächst und ihre Kräfte richtig anzuwenden weiß, etwas, was natürlich auch von Rückschlägen gezeichnet werden darf.

Loana ist eine erstaunlich pragmatische Heldin, wirkt erwachsener als viele andere in ihrem Alter und erkennt den Ernst der Lage, auch wenn sie zögerlich bleibt. Sie trägt die Handlung und entwickelt sich angenehm weiter. Und natürlich erhalten auch einige andere aus ihrem Umfeld ein Profil, auch wenn sich zwischen ihr und einem Jungen nicht mehr als leise Gefühle entwickeln.

Die Geschichte wird geradlinig und schnörkellos, aber vor allem ohne Längen erzählt. Die Autorin bleibt nahe bei den Figuren und konzentriert sich auf deren Gefühle und Gedanken, so dass actionreiche Momente wie Schlachten eher am Rande abgehandelt werden. So bleiben auch Gewalt und Grausamkeiten auf einem eher jugendfreien Niveau.

Alles in allem kann das Buch durch sympathische Figuren und ein paar nette Ideen punkten, die den Roman ein wenig von der Masse gleichartiger Geschichten abheben, gerade weil auch der Fokus auf den Charakteren und ihren Interaktionen, weniger auf den üblichen romantischen Klischees liegt.

„Schicksalserbin - Das Zeichen der verborgenen Macht“ ist das perfekte Buch für junge Leserinnen und Leser ab zwölf Jahren, die ein spannendes und kurzweiliges Fantasy-Abenteuer mit interessanten Charakteren und glaubwürdigen Entwicklungen und einen sauberen Abschluss suchen.