Catherine Walsh: How to Write a Love Story (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 04. Juni 2026 07:05

Catherine Walsh
How to Write a Love Story
(How to Write a Love Story, 2026)
Übersetzung: Britta Evert
Goldmann, 2026, Paperback, 368 Seiten, 17,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Catherine Walsh ist eine irische Autorin, die durch ihre romantischen Komödien bekannt wurde. Auch der hier vorliegende Roman „How to Write a Love Story“ schlägt in diese Richtung und bietet unterhaltsamen Lesestoff für alle Fans von netten Liebesgeschichten.
Ciara Sheridan hat drei Dinge von ihrem Vater Frank geerbt. Ein heimeliges, aber leider auch baufälliges Haus an der Küste, Aufzeichnungen zu seiner berühmten Fantasy-Serie - aber leider auch eine massive Schreibblockade. Und das ausgerechnet jetzt, wo sie sich hat breitschlagen lassen, sein „Ravian“-Epos zu Ende zu schreiben.
Um ihr zu helfen, entsendet der amerikanische Verlag den Lektor Sam Avery auf die Insel. Er soll ihr helfen und wo er kann, unterstützen. Allerdings ist das Zusammentreffen der beiden nicht gerade entspannt. Und beide brauchen eine ganze Weile. um sich anzunähern und schließlich einen Weg zu finden.
Was Catherine Walsh hier abliefert, ist eine solide Geschichte, wenn auch keine mit allzu großen Überraschungen und Entwicklungen. Natürlich sind die beiden Hauptfiguren erst einmal recht gegensätzlich, schleppen aber auch ihre Schwächen und Geheimnisse mit sich herum, die aber auch dafür sorgen, dass sie sich nach und nach annähern.
Und tatsächlich wird die Handlung auch genau von diesen Themen getragen, alles andere ist nur schmückendes Beiwerk, angefangen mit den Bewohnern des kleinen Dorfes bis hin zu der besten Freundin der Heldin und den anderen Verlagsmitarbeitern. Auch das Schreiben des Romans bleibt eher im Hintergrund.
Zwar wird immer wieder angedeutet, dass der „Ravian“-Zyklus so erfolgreich zu sein scheint wie in der wirklichen Welt „Harry Potter“, aber das war es auch schon - denn man erfährt nicht einmal, was es wirklich damit auf sich hat, abgesehen von einer ganz bestimmten Liebesgeschichte.
So bleibt die Geschichte recht oberflächlich, auch wenn sie flott geschrieben ist und bei der Romanze alle Erwartungen erfüllt werden. Aber so wirklich mag der Band nicht in Erinnerung bleiben, da alles zu glatt abläuft und die gängigen Klischees sauber abgehandelt werden.
Alles in allem kommt „How to Write a Love Story“ zwar in einer hübschen Verpackung und mit ein paar netten Ideen daher, aber die Autorin konzentriert sich letztendlich nur auf die Beziehung, die sich auf weit ausgetretenen Pfaden bewegt, aber alle anderen Elemente und Figuren bleiben vollkommen blass.