The Witcher: Der Hexer (Comic)

The Witcher: Der Hexer
(The Witcher: The Witcher, 2025)
Vorlage: Andrzej Sapkowski
Adaption: Aleksandra Zielinsk
Zeichnungen: Michael Dowling
Übersetzung: Joachim Körber
Panini, 2026, Hardcover, 60 Seiten, 13,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Alles begann mit einer Kurzgeschichte, die bereits das enthielt, was auch die späteren Erzählungen und Romane ausmachen würde. Sapkowski stellt die Weichen für eine archaische Welt, in der bestimmte Fremde nicht gelitten sind, die aber dennoch benötigt werden, um Monstern beizukommen, die das Land terrorisieren. Dies ist die Comic-Adaption dieser allerersten Story.

 

Die Stadt Wyzima leidet unter einer unheimlichen Plage, die schon viele Opfer gefordert hat. Denn eine Striege geht um, eine verfluchte Prinzessin aus einer inzestuösen Verbindung hervorgegangen.

Geralt von Riva folgt einem Aushang, den er am Wegesrand findet. Und auch wenn er in der Stadt nicht sonderlich gelitten ist, macht er sich doch daran, das Monster zu töten. Denn immerhin winkt eine ordentliche Belohnung.


Das Besondere an den Erzählungen war schon immer, dass der Held es zum einen sehr oft mit Monstern aus der slawischen Folklore zu tun bekam, die man sonst nicht so zu sehen bekommt. Auf der anderen Seite ist er auch kein Superheld, der aus allen seinen Kämpfen heil und ohne Wunden hervorkommt, eher im Gegenteil. Geralt kennt seine Schwächen und bleibt daher sehr menschlich. Ungewohnt ist natürlich auch, dass die Menschen ihn nicht wirklich leiden können und ihn das auch spüren lassen. Aber immerhin gibt es einige, die mehr über die Hexer wissen und deren Fähigkeiten schätzen, auch wenn sie Manches nicht verstehen.

Vielleicht hat das Abenteuer deshalb nicht ganz so viel Substanz und ist schnell erzählt, kommt aber mit einem interessanten Hintergrund und vor allem auch ungewohnten Entwicklungen daher. Zudem stimmt durch Zeichnungen und Farbe die Atmosphäre einfach.

Wer noch einmal wissen will, wie Geralt von Riva seinen Einstand gab, der kann beruhigt auf

„The Witcher: Der Hexer” zurückgreifen, denn die Geschichte wurde nicht nur werkgetreu sondern auch sehr atmosphärisch adaptiert.