Sophie Jordan: Firelight (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Mittwoch, 06. Mai 2026 08:32

Sophie Jordan
Firelight
Firelight 1
(Firelight, 2011)
Fischer Sauerländer, 2026, Paperback, 384 Seiten, 14,90 EUR
Rezension von Christel Scheja
„Firelight“ erscheint nicht das erste Mal in Deutschland. Schon vor gut fünfzehn Jahren veröffentlichte Loewe den Auftakt der Trilogie. Fischer Sauerländer hat sie nun noch einmal aufgegriffen, weil die Geschichte thematisch einfach wunderbar in den aktuellen Romantasy-Boom passt.
Jacinda ist ein Draki und lebte bisher mit ihrem Rudel in einem verborgenen Tal, doch damit ist es vorbei, als ihre Mutter genug von der ewigen Angst hat, von den menschlichen Jägern aufgespürt zu werden. Und nicht zuletzt hat auch Jacinda selbst viel zu tief in die Augen von Will geblickt, der auch zu den Todfeinden gehört.
An einem anderen Ort soll ein neues Leben für sie alle beginnen. Es gestaltet sich recht aufregend, inmitten von Menschen zu sein und doch nicht zu vergessen, was sie ist, aber wirklich gefährlich wird es, als Jacinda eines Tages Will wiedersieht und nicht mehr vergessen kann.
Die Geschichte dürfte für die Meisten gleich in die Enemies-to-Lovers-Sparte einsortiert werden, auch wenn man schnell merkt, dass Will eigentlich kein Jäger ist, sondern eher der Rebell in seiner Familie. Ebenso wie Jacinda, die sich auch nicht unbedingt an die Regeln ihres Volkes halten kann und will.
Der Weg ist klar. Auch nach der Flucht überschreiten die beiden jungen Leute Grenzen, die ihre Art ihnen gesetzt hat. Zwar spricht noch keiner offen mit dem jeweils anderen, aber man merkt schon, dass die Rebellion sie aneinanderbindet.
Das Ganze wird flott erzählt und mit den typischen Highschool-Klischees gespickt, die man in vielen Young-Adult-Romanen wiederfindet - angefangen von der Neuen, die in der Klassengemeinschaft erst einmal genaustens inspiziert wird und schon bald Freunde und Feinde hat, bis hin zu der knisternden Liebesgeschichte, die sich schon auch bald zwischen ihr und Will entwickelt. Dies alles bleibt allerdings auf einem recht jugendfreien Niveau.
Die phantastischen Elemente sind zwar vorhanden, spielen für die eigentliche Handlung aber keine allzu große Rolle, sondern werden nur gelegentlich ins Spiel gebracht, um ein wenig die Dramatik zu erhöhen.
Die Figuren sind sehr archetypisch, selbst Jacinda und Will entwickeln nicht wirklich ein eigenes Profil, die Nebencharaktere schon gar nicht. Immerhin setzt die Autorin die Spannungselemente geschickt ein, so dass keine Langeweile aufkommt.
„Firelight“ ist der Auftakt zu einer soliden Young-Adult-Romantasy-Trilogie, die im Rahmen einer klassischen Highschool-Romanze genau die Erwartungen vieler junger Leserinnen haben, die diese Art von weichgespülter Fantasy zu schätzen wissen.