Stefanie Lasthaus: Wo die Welten sterben - Der Onyxpalast 3 (Buch)

Stefanie Lasthaus
Wo die Welten sterben
Der Onyxpalast 3
Penhaligon, 2026, Paperback, 494 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Petra Weddehage

Gwen Clarke und Aran, der Herrscher der walisischen Unterwelt, lieben sich. Doch eine Lebende in der Welt der Toten erweckt Misstrauen. Der Gott Orcus, der Alles daran setzt Arans Platz einzunehmen, begeht einen schweren Fehler. Mit einem Artefakt, das er magisch verstärkt hat, gelingt es ihm Aran und seinem Reich zu schaden.

Doch dadurch geht nicht nur ein Riss durch die Welt von Arans Reich. Zudem wird der Totengott von der dunklen Urmacht gequält. Diese nahm er in sich auf, um die Zerstörung seiner Totenwelt zu verlangsamen. Gwen gelingt es mit Hilfe von Hades, Hel, Veles und weiteren Verbündeten, Aran davon zu befreien.

Orcus scheint zu triumphieren. Aber die Katastrophe, die sich anbahnt, bedroht nicht nur Annwyn. Ein Riss zieht sich durch die Welten und droht diese zu zerstören. Die Götter betrauen Aran, Gwen, Hades, Kore und den Verursacher Orcus mit seiner ihn anbetenden, hörigen Cosma damit, in die vergessenen Welten hinabzusteigen. Hier hoffen die Auserwählten eine Heilung für das Chaos zu finden, das Orcus angerichtet hat.

Eine gefährliche Reise beginnt, deren Ausgang ungewiss ist. Vor allem Orcus ist dabei nicht eben hilfreich. Der Gott spinnt seine Intrigen und so ist es nervenaufreibend darauf zu achten, den Verursacher der tödlichen Gefahr für die Totenwelten zu überwachen. Immerhin ist die Reise, die die Gefährten antreten, voll von unbekannten Gefahren. Gwen und Aran steigen mutig hinab in ein gefährliches Abenteuer, dessen Ausgang mehr als ungewiss ist.


Stefanie Lasthaus dritter Band um die Abenteuer von Gwen und Aran enthält wieder alles, was ihre Fans und Dark-Fantasy-Liebhaber so mögen: Interessante Götter und Göttinnen mit ihren vielfältigen Ambitionen sowie romantische Momente und phantasievoll skizzierten Settings.

Die Hauptprotagonisten Aran und Gwen mit ihren Verbündeten und Freunden Hel, Hades und Veles wirken sehr authentisch. Als geeigneter Gegenspieler agiert Orcus, der römische Gott der Unterwelt. Ihn darf man getrost hassen.

Die wunderbaren Beschreibungen der Umgebung, in der die jeweiligen Abenteuer stattfinden, ergänzen das Abenteuer sinnvoll. Hilfreich ist dabei eine gut skizzierte Karte am Anfang des Bandes, hier werden die jeweiligen Übergänge von der Welt der Lebenden in die Welt der Toten gezeigt.

Die geneigte Leserschaft wird garantiert mit einem atemberaubenden Finalband verwöhnt. Die Story ist so fesselnd, dass man das Buch erst aus der Hand legt, wenn auch die letzte Seite gelesen ist.

Mit einem grandiosen Finale verabschiedet sich Stefanie Lasthaus von Aran, Gwen und dem Onyxpalast. Garantiert darf man sich auf weitere spannende Abenteuer aus der Feder der Autorin freuen.