Danielle Weidig: Mord in der Mossy Hollow Lodge (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Sonntag, 01. März 2026 07:44

Danielle Weidig
Mord in der Mossy Hollow Lodge
Nightingale 2
2026, Paperback, 280 Seiten, 12,90 EUR
Rezension von Christel Scheja
Cozy Crime und der feine englische Landadel. Nachdem Lady Lydia im ersten Band der „Nightingale“-Reihe gleich ihren Mann von einem fiesen Mordverdacht reinwaschen und den wahren Täter überführen konnte, geht es nun gleich mit dem nächsten Fall und einem „Mord in der Mossy Hollow Lodge“ weiter.
Nachdem sie verhindern konnte, dass ihr Mann unschuldig im Gefängnis landete, will sich Lydia endlich ihrem neuen Leben widmen und das tun, was eine Countess im ländlichen Raum Englands so tut. Aber da kommt ihre eigene Schwiegermutter mit einer Bitte um die Ecke. Ihr Chauffeur ist verhaftet worden, da er auf frischer Tat ertappt wurde.
Immerhin fand man ihn über eine Leiche gebeugt - und mit dem Toten verbindet ihn leider auch noch eine kriminelle Vorgeschichte. Der Fall scheint der Polizei eindeutig zu sein, aber Lydia beginnt wieder zu ermitteln und findet schon bald neue Spuren, die ihn entlasten könnten…
Ganz offensichtlich hat Lydia ihren Wert bewiesen, denn diesmal ist es tatsächlich ihre Schwiegermutter, die sie um Hilfe bittet. Denn immerhin ist ihr Chauffeur der Hauptverdächtige in einem Mordfall, der sich just in der ortsansässigen Mossy Hollow Lodge ereignet hat. Erschwerend kommt hinzu, dass der junge Mann und der Tote eine gemeinsame Vergangenheit haben.
Lydia macht sich daran, den Fall aufzuklären, das heißt auch, den wahren Schuldigen zu finden, und trifft schon bald auf ein Netz aus dunklen Verstrickungen, dessen Fäden ein Unbekannter in Händen hält.
Auf gewohnte Weise macht sie sich daran, die Wahrheit herauszufinden, und rückt dabei auch einigen Leuten so sehr auf die Pelle, dass sie sich selbst natürlich wieder in Gefahr bringt. Das erhöht die Spannung, denn natürlich geht es ansonsten wieder sehr britisch-ländlich zu mit all den Klischees, die man sich so über den Landadel erzählt, auch wenn Danielle Weidig das eine oder andere munter auf die Schippe nimmt.
Sie bleibt nahe bei den Figuren und baut wohltuende familiäre Momente ein, vernachlässigt aber zum Ende hin auch nicht die Action. Die Geschichte wirkt dadurch rund, ist angenehm flüssig zu lesen und weiß bis zum Ende zu unterhalten. Und natürlich gibt es auch eine glaubwürdige Auflösung, wenngleich es diesmal sogar ein Hintertürchen gibt, aus dem weitere Probleme erwachsen könnten.
„Mord in der Mossy Hollow Lodge“ setzt die „Nightingale“-Reihe mit einem weiteren kurzweiligen und in sich geschlossenen Fall fort. Wieder weiß die Autorin Cozy-Crime-Elemente mit leichtem Humor und viel Spannung zu vermischen und daher angenehm zu unterhalten.