Kaina of the Great Snow Sea 4 (Comic)
- Details
- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 27. Januar 2026 14:03

Kaina of the Great Snow Sea 4
Text: Tsutomu Nihei
Zeichnungen: Itoe Takemoto
Übersetzung: Christina Rinnerthaler
Manga Cult, 2026, Paperback, 160 Seiten, 10,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
In der Zeit der ewig langen Reihen, die über zwanzig Bände umfassen und kein Ende zu nehmen scheinen, ist „Kaina of the Great Snow Sea“ von Tsutomu Nihei eine angenehme Ausnahme, denn die Geschichte findet nun mit dem vierten und letzten Band ihren Abschluss.
Kaina, der Junge aus dem Himmel, ist mit Prinzessin Liliha hinab in die Welt des unendlichen Schnees gestiegen und wurde in den erbitterten Konflikt zweier Reiche verwickelt, die beide ums Überleben kämpfen. Aber er ruht nicht, Lösungen und Antworten zu finden.
Zusammen mit Lilihas Bruder Yaona ist es ihm gelungen, das Mädchen aus der Gefangenschaft zu befreien und in den Tiefen des Palastes Schriften zu finden, die die Welt verändern könnten. Doch ist man bereit ihnen zuzuhören, jetzt wo der Feind eine tödliche Geheimwaffe auffährt?
Ein Szenario wie das hier vorliegende ist eigentlich typisch für Tsutomo Nihei. Das Setting ist öde und karg, die Menschen kämpfen um das Überleben. Und nicht zuletzt liegt der Schlüssel zur Rettung wieder einmal in der Vergangenheit.
Anders als in seinen anderen Geschichten scheint es aber so zu sein, dass die SF -Elemente eine völlig untergeordnete Rolle spielen, dass die technischen Errungenschaften eher Mittel zum Zweck sind, als die Geschichte stark beeinflussen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Menschen, die bisher nichts aus ihren Fehlern gelernt zu haben scheinen, nun aber ausgerechnet von einem Außenstehenden, von Kaina, darauf gestoßen werden, dass es auch anders geht.
Zwar gibt es Kämpfe und Konfrontationen, aber die Geschichte bleibt erstaunlich unblutig und findet sogar einmal ein sympathisches und friedliches Ende, das keinen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, sondern fast schon zu niedlich wirkt. Alles in allem ist das Ganze aber sehr warmherzig und liebenswert erzählt
„Kaina of the Great Snow Sea“ schließt die Geschichte angemessen und sympathisch ab. Es bleiben keine Wünsche offen. Die vierteilige Saga fällt tatsächlich etwas aus dem Rahmen, denn sie kommt eher märchenhaft und positiv daher, anstatt die übliche Nüchternheit zu bieten, die man sonst von Tsutomu Nihei kennt.