Isekai Samurai 1 (Comic)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Montag, 12. Januar 2026 07:24

Keigo Saito
Isekai Samurai 1
Übersetzung: Florian Weitschies & Etsuko Tabuchi
Loewe, 2025, Taschenbuch, 196 Seiten, 8,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Normalerweise sind es ja eher junge Leute aus der Gegenwart, die nach ihrem Tod oder auf virtuellem Wege in eine ganz andere Realität gelangen und sich nun mit ihrem Wissen in einer Fantasy-Umgebung bewähren müssen. „Isekai Samurai“ ist da tatsächlich etwas anders.
Ginko hat den Ehrenkodex der Samurai schon mit der Muttermilch aufgesogen. Von Kindesbeinen an ist sie als Kriegerin erzogen worden und hat so all die Regeln und Gebote, aber auch Träume verinnerlicht.
Deshalb will sie schon in jungen Jahren den ehrenvollen Tod eines Kriegers in der Schlacht finden. Aber leider hat sich bisher niemand gefunden, der in der Lage war, ihren Kopf von den Schultern zu trennen.
Selbst die Schlacht von Sekigahara überlebt sie - doch damit beginnt das Abenteuer erst, denn der Buddha, den sie danach aufsucht, versetzt sie in eine ganz andere Welt, wo sie weiterkämpfen kann. Vielleicht ist ja einer der neuen Gegner in der Lage, sie endlich sterben zu lassen.
Und so stellt sich die junge Heldin voller Mut und Entschlossenheit Drachen, Basilisken und anderen Monstern, dass es ein Spaß ist. Und so ist auch der ganze Manga der Action verhaftet.
Weniger wichtig sind da der Charakter von Ginko und ihre direkte Umgebung. Immerhin findet sie in der neuen Welt ein paar Freunde, die sie vielleicht verändern könnten, aber danach sieht es noch nicht aus.
Hintergrund und Charakter-Tiefe sollte man deshalb nicht erwarten, die Handlung setzt auf sehr viele Kämpfe, ein paar schräge Momente und markige Sprüche, wie man sie aus dem Genre kennt. Das Ganze bleibt aber durchaus jugendfrei und ist so auch schon für Teenager unterhaltsam.
Immerhin durchbricht „Isekai Samurai“ ein paar Gegebenheiten des Fantasy-Genres, wendet sich aber dennoch bewusst an erster Stelle an Action-Fans, denen alles andere weniger wichtig ist, vor allem ein ausgefeilter Hintergrund und interessante Charaktere.