Alex Lake: Deadline (Buch)

Alex Lake
Deadline
(Final Call, 2023)
Übersetzung: Peter Beyer
Goldmann, 2025, Taschenbuch, 464 Seiten, 14,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Alex Lake ist das Pseudonym eines britischen Autores, der in Nordwestengland lebt. Nach seinem Debüt „After Anna“, legt er nun einen weiteren spannenden Thriller vor, der weitestgehend in der Luft spielt: „Deadline“.


Jill und ihre Kollegen besteigen den Privatjet ihrer Firma, um zu ihren Familien in Portland zurückzukehren. Allerdings scheint die Pilotin der Maschine ein anderes Ziel zu haben, denn sie steuert das Flugzeug hinaus auf den Atlantik und stellt den Passagieren ein Ultimatum, das es in sich hat. Denn diese sollen den Mörder unter sich finden, den Menschen, der eine grausame Tat begangen hat, sonst wird sie das Flugzeug über dem Atlantik abstürzen lassen.

Und so stehen die Männer und Frauen schon bald unter immensem Druck, eine Lösung zu finden, um sich alle und damit ihr Leben zu retten.

 

Das Ganze erweist sich als nicht so überraschender Thriller, denn nach der Einführung und dem ersten Schockmoment haben die Passagiere Einiges zu tun, müssen sie doch zunächst herausbekommen, wer die Pilotin ist und warum sie sie alle und vielleicht auch sich selbst umbringen will.

Der Leser erfährt dies nach und nach durch Rückblenden in das Jahr 2018. In einer amerikanischen Kleinstadt werden vier Kinder mit Leberversagen in ein Krankenhaus gebracht. Drei sterben nach kurzer Zeit, nur ein Mädchen überlebt erst einmal. Doch das ist nicht das Ende des Schreckens, denn die Mutter der Kleinen ahnt, das Mehr hinter allem steckt.

Den Rest kann man sich schnell denken, nach und nach wird dadurch auch immer klarer, wer im Cockpit sitzt und was das alles mehr oder weniger mit den Passagieren zu tun hat. Das weckt Emotionen und Verständnis für die Pilotin, deren Name zwar immer noch nicht verraten wird, bei der aber schon bald klar ist, wer sie sein könnte. Und nicht zuletzt macht es deutlich, dass so einige Leute an Bord der Maschine gehörig Dreck am Stecken haben.

Die Handlung ist ordentlich in Szene gesetzt, die Spannung bleibt aufgrund des Zeitdrucks angenehm hoch. Das Ende passt zum Geschehen und lässt den Leser zufrieden zurück. Letztendlich werden so gut wie alle Erwartungen erfüllt, weil die Gerechtigkeit doch noch irgendwie zum Zuge kommt, aber letztendlich auch nicht mehr.

Alles in allem ist „Deadline“ ein solider und durch das überschaubare Szenario leichtgängiger Thriller, der für den Moment durchaus zu unterhalten weiß, aber letztendlich auch nicht wirklich in Erinnerung bleibt, weil er sich weder im Aufbau noch bei den Enthüllungen sonderlich von der Masse abhebt.