Literatur-News
Kurd Laßwitz Preis: Die Nominierungen
- Details
- Kategorie: Literatur-News
- Veröffentlicht: Donnerstag, 05. März 2026 12:37
Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu zehn Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction. Seit 46 Jahren stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert. Nachfolgend die Nominierungen zum Kurd Laßwitz Preis 2026 für die besten Science-Fiction-Werke des Jahres 2025. Die Wahl endet am 3. Mai, danach werden die Ergebnisse bekanntgegeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des EuroCons 2026, der dieses Jahr als MetropolCon in Berlin vom 2. bis 5. Juli stattfindet.
Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe 2025:
Anika Beer: "We Burn the Sun" (Piper)
Stefan Cernohuby: "The Deniables - Gestohlene Vergangenheit" (Leseratten)
Dietmar Dath: "Skyrmionen oder: A Fucking Army" (Matthes & Seitz)
Sven Haupt: "Der Himmel wird zur See" (Eridanus)
Sven Haupt: "Ein Übermaß von Welt" (Eridanus)
Tom Hillenbrand: "Thanatopia - Aus der Welt der Hologrammatica 3") (Kiepeneuer & Witsch)
Kai Hirdt: "Im kosmischen Bermuda-Dreieck" & "Wenn Topsid fällt" ("Perry Rhodan" 3358 & 3359) (VPM)
Aiki Mira: "Denial of Service" (Tor)
Brandon Q. Morris: "Mars Genesis – Die letzte Reise" (Tor)
Nils Westerboer: "Lyneham" (Hobbit Presse)
Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe 2025:
Moritz Boltz: "Hope" (in "Exodus" 49)
Antares Bottlinger: "Hochzeitsglocken" ("Perry Rhodan STELLARIS" 107 in "Perry Rhodan" 3354) (VPM)
Patricia Eckermann: "Sabotage" (in Michael Wehren (Hrsg.): "Andymonaden") (Memoranda)
Christian Endres: "Smarte Tränen" (in "c't" 18/2025) (Heise)
Erik Hauser: "Die Flucht der Saugroboter" (in "Zwielicht" 22)
Aiki Mira: "Ausreißende Sterne" (in Michael Wehren (Hrsg.): "Andymonaden") (Memoranda)
Maria Orlovskaya: "Es gibt keinen besseren Ort als die Pein" (in "Weltenportal" 6)
Uwe Post: "Blumen für Lisa-9" (in "Exodus" 49)
Jol Rosenberg. "Kinderladen" (in: "Queer*Welten" 15) (Ach Je)
Nele Sickel: "Geschichten im Sand" (in Achim Stößer, Galax Acheronian und Stefan Junghanns (Hrsg.): "Trümmer am Milchstraßenrand")
Yvonne Tunnat: "Nano Godt" (in "Weltenportal" 6)
Maximilian Wust und Annika Rothenaicher: "Briefe an die DNA" (in Marianne Labisch und Kiran Ramakrishnan (Hrsg.): "Tales of Science II" (p.machinery)
Maximilian Wust und Michaela Schrimpf: "Hypostasis" in: "Weltenportal" 6)
Bestes ausländisches Werk zur SF mit deutschsprachiger Erstausgabe 2025:
Kaliane Bradley: "Das Ministerium der Zeit" (Penguin)
Rebecca Campbell: "Arborealität" (Carcosa)
Becky Chambers: "Und hoffentlich zu lernen..." (Carcosa)
Percival Everett: "Dr. No" (Hanser)
Jasper Fforde: "Wie die Karnickel" (Satyr)
Sam Hughes: Wir haben keine Antimemetik-Abteilung (Heyne)
Anton Hur: "Toward Eternity (S. Fischer)
Naomi Kritzer: "Das Jahr ohne Sonnenschein" ()in Yvonne Tunnat und Chris Witt (Hrsg.): "Ihr Körper, das Schiff" (A7L Books)
Ian McEwan: "Was wir wissen können" (Diogenes)
Alastair Reynolds: "Das Schiff der flüsternden Träume" (Heyne)
Neal Shusterman: "All Better Now (Sauerländer)
Beste Übersetzung zur SF ins Deutsche, erstmals erschienen 2025:
Karen Nölle für die Übersetzung von Ursula K. Le Guin: "Der Tag vor der Revolution" (Tor)
Barbara Slawig für die Übersetzung von Rebecca Campbell: "Arborealität" (Carcosa)
Nikolaus Stingl für die Übersetzung von Percival Everett: "Dr. No" (Hanser)
Sharyn Wegmann für die Übersetzung von Yvonne Tunnat und Chris Witt (Hrsg.): "Ihr Körper, das Schiff" (A7L Books)
Karin Will für die Übersetzung von Becky Chambers: "Und hoffentlich zu lernen..." (Carcosa)
Sophie Zeitz für die Übersetzung von Kaliane Bradley: "Das Ministerium der Zeit" (Penguin)
Bester deutschsprachiger Sachtext zur SF mit Erstausgabe 2025:
Jamie-Lee Campbell: "Wer sind Sie? Und wenn ja, wie viele? Über welche Figuren schreiben wir in der deutschen Science Fiction?" (in "!Time Machine" 9) (Memoranda)
Katja Diehl und Mario Sixtus: "Picknick auf der Autobahn. Wie wir in Zukunft unterwegs sein werden" (S. Fischer)
Klaus Geus, Wolfgang Both, Horst Illmer und Klaus Scheffler (posthum): "Lexikon der deutschsprachigen Science Fiction 1933-1945" (Memoranda)
Simoné Goldschmidt-Lechner, Nerd Girl Magic: "Fandom aus marginalisierter Perspektive" (Verbrecher)
Julia Grillmayr: "Science Fiction Futurologien. Die spannungsreiche Beziehung zwischen Zukunftsforschung und Spekulativer Literatur" (Transcript)
Isabella Hermann: "Zukunft ohne Angst. Wie Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen" (Oekom)
Aiki Mira: "Utopische Körper. Africanfuturism und Queer*SF als utopische Praxis": (in Melanie Wylutzki und Hardy Kettlitz (Hrsg.): "Das Science Fiction Jahr 2025") (Hirnkost)
Jol Rosenberg: Kann Phantastik progressiv sein, wenn sie keine Infragestellung des Status quo beinhaltet?" (in "Weltenportal" 6)
Angela & Karlheinz Steinmüller: "Rückblick auf das lichte Morgen. Essays zu SF und Phantastik in der DDR" (Memoranda)
Bettina Wurche: "Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung" (Hirnkost)
Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2025:
Lothar Bauer für das Titelbild zu Frank Lauenroths "Delter" (p. machinery)
Cuculum (d.i. Axel Kuckuk) für das Titelbild zu "Exodus" 49
Mario Franke für die Illustration zu Michael Schmidts und Hubert Hugs "Innovation mit Nebenwirkungen" (in Marianne Labisch und Kiran Ramakrishnan (Hrsg.): "Tales of Science II" (p.machinery)
Jan Hoffmann für das Titelbild zu "phantastisch!" 98 (Atlantis)
Detlef Klewer für das Titelbild zu "Weltenportal" 6
Günter Puschmann für das Titelbild zu "SOL" 117 (PRFZ)
Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung 2025:
"Calor Mortis" (WDR)
"Dear Earth Dearth" (ORF)
"Neongrau" (WDR)
"JuJos wilde Zeitreise" (SRF)
"Sturz in die Sonne" (SRF)
"Kind aus Seide" (WDR)
Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science Fiction 2025:
Dirk Berger für die Prachtbände zu Richard Matheson im Festa Verlag
Olaf Brill und Michael Vogt für das Heranführen der jüngsten Generation an die Science Fiction durch "Der kleine Perry" (aktuell mit Band 3)
Katja Diehl und Mario Sixtus für die gemeinschaftliche Arbeit an "Picknick auf der Autobahn. Wie wir in Zukunft unterwegs sein werden"
Achim Stößer, Galax Acheronian und Stefan Junghanns für die Herausgabe der SF-Anthologie "Trümmer am Milchstraßenrand"
Yvonne Tunnat und Chris Witt sowie Brandon Q. Morris für die Herausgabe der SF-Anthologie "Ihr Körper, das Schiff"
Michael Wehren für die Herausgabe der SF-Anthologie "Andymonaden"
Sonderpreis für langjährige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science Fiction 2025:
benSwerk / S. Beneš für die kontinuierliche Gestaltung verschiedener SF-Buchreihen bei Hirnkost, Memoranda und Carcosa
Klaus Bollhöfener und sein Team für die Herausgabe des Magazins "phantastisch!" seit 25 Jahren
Birgit Fischer für jahrzehntelanges Engagement im deutschen Fandom
Christoph Grimm und Sarah Lutter für die Herausgabe des Magazins "Weltenportal"
Michael Marrak für 30 Jahre innovative Phantastische Literatur in Wort und Bild sowie 25 Jahre "Lord Gamma"
Ingrid Pointecker für ihre Nachwuchsförderung in ihrem OhneOhren Verlag, der zugleich als Ort und Rückhalt für marginalisierte Autor*innen dient
Thomas Recktenwald für sein langjähriges Engagement beim Science Fiction Club Deutschland
Peter Schmitz für die Redaktion der SF-Story-Sparte in der Computerzeitschrift "c't"
Friedhelm Schneidewind für die Redaktion und Moderation der monatlichen Radioreihe "Kopf im Ohr" - Literradio der VS-Regionalgruppe Rhein-Neckar
Rainer Schorm für sein Lebenswerk als Autor, Herausgeber, Grafiker und Expokrat (posthum)
Jörg Weigand für jahrzehntelanges Engagement im Bereich der SF, Phantastik und der Unterhaltungsliteratur als Herausgeber und Sachbuchautor
Sonderpreis kritisch, engagiert, intersektional im Bereich der deutschsprachigen Science Fiction 2025
Jamie-Lee Campbell für den Essay "Wer sind Sie? Und wenn ja, wie viele? Über welche Figuren schreiben wir in der deutschen Science Fiction?" [in "!Time Machine" 9]
Aşkın-Hayat Doğan für seine Video-Reihe "Diverser Lesen mit Ask" und seine Lesereihe "Queering Galaxies" als kulturelle SF-Austauschräume
Patricia Eckermann für die Story "Sabotage" (in "Andymonaden")
Florence Gaub für das Sachbuch "Szenario - Die Zukunft steht auf dem Spiel"
Das Team und die Jury der PB für die Phantastik-Bestenliste
Ingrid Pointecker für ihre Nachwuchsförderung in ihrem OhneOhren Verlag, der zugleich als Ort und Rückhalt für marginalisierte Autor*innen dient
Michael Wehren für die Herausgabe der SF-Anthologie "Andymonaden"